#30 Vom Mädchen aus Karlsruhe zur Löwin – Tijen Onaran über ihr 1. Date, ihre Superpower und die Backstreet Boys
Shownotes
Sie ist Unternehmerin, Investorin, Autorin, Podcasterin – und vor allem eine Frau, die ihren eigenen Weg gegangen ist. In dieser Folge von LEMONDREAMS nimmt uns Tijen Onaran mit zurück zu ihren Wurzeln nach Karlsruhe, dem Ort, an dem alles begann: Kindheit, Familie, erste Prägungen – und das Fundament für das, was später kommen sollte. Sie erzählt von frühen Erfahrungen mit Verantwortung, von Eltern, die ihr Durchsetzungsvermögen, Gelassenheit und Unabhängigkeit vorlebten, und davon, wie sich Urvertrauen nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als lebenslanger Prozess entwickelt. Zwischen sehr persönlichen Anekdoten, ehrlichen Einblicken in ihr Unternehmerinnen-Dasein und klaren Werten rund um Vertrauen, Beziehungen und Sinn, entsteht ein Gespräch, das inspiriert, erdet und lange nachwirkt. Eine Folge für alle, die ihren eigenen Weg suchen – und den Mut brauchen, ihn auch zu gehen.
Über den Gast: Tijen Onaran ist eine deutsche Unternehmerin, Autorin und Investorin, die sich als eine der einflussreichsten Stimmen für Diversität, Sichtbarkeit und Female Empowerment in der digitalen und wirtschaftlichen Welt etabliert hat. Sie wurde 1985 in Karlsruhe geboren und gründete unter anderem Global Digital Women, ein Netzwerk und Beratungsunternehmen, das Frauen in der digitalen Branche vernetzt und stärkt. Onaran ist Bestseller-Autorin mehrerer Bücher über Networking, Sichtbarkeit und persönliche Marke und war 2023/2024 als Investorin in der TV-Show "Die Höhle der Löwen" zu sehen. Ihr Engagement und ihre Sichtbarkeit in Wirtschaft und Medien machen sie zu einer prägenden Persönlichkeit der deutschen Gründerszene. 👉 Jetzt reinhören und Motivation pur tanken! Folge "LEMONDREAMS" auf
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu meinem Podcast Lemon Dreams, dein Podcast für Inspiration und Mut.
00:00:06: Mein Name ist Alex Schwabe und ich interview in meinem Podcast herausragende Persönlichkeiten mit bewegenden Lebensgeschichten und ich wünsche euch ganz viel Freude, Spaß beim hören und genießt einfach die Sendung.
00:00:19: Euer Alex.
00:00:25: Es gibt so oft die Momente, wo ich so auch an mir selber zweifle und alles zu vieles und ich mir denke, geschaff ich das alles, werde ich es in Erwartungen gerecht, kriege ich das alles hin.
00:00:34: Aber das Fundament von allem ist, da sind wir wieder beim Thema Vertrauen, dass ich dieses Vertrauen in mich selbst habe, dass ich weiß, egal wie hart es am Ende wird, es wird gut.
00:00:45: Am Anfang denkst du, okay, liegt es an mir, alle anderen sind irgendwie gleich und ich bin anders, also ich bin der Fehler im System.
00:00:51: Und dann aber festzustellen, dass deine eigene Herkunft, deine absolute Superpower ist.
00:00:57: Und wenn du die eben nutzt für dich, in der Art und Weise, wie du mit anderen sprichst, wie du mit anderen arbeitest, ist das ein ganz, ganz großer Vorteil.
00:01:06: Und er kann dich weiterbringen.
00:01:08: Dieses sei deine eigene Heldin und warte eben nicht darauf, dass jemand anders sein Held, deine Heldin ist, beschreibt schon ziemlich gut mein Leben.
00:01:16: Und ich würde sogar jetzt noch einen Schritt weitergehen.
00:01:27: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einem neuen Folge Lemon Dreams, dein Podcast für Inspiration und Mut.
00:01:33: Ich habe heute eine ganz besondere Folge, Folge Nummer dreißig steht vor der Tür.
00:01:38: Danach geht es in eine kleine Weihnachtspause.
00:01:41: Und zu dieser Folge habe ich mir einen ganz besonderen Gast eingeladen.
00:01:44: Ich begrüße heute Tijen Honoran.
00:01:47: Titian ist auch hier in Karlsruhe aufgewachsen, ist Unternehmerin.
00:01:52: durch und durch und mit Titian spreche ich über ihre Karlsruhe Jugend, über die Backstreet Boys, über ihr erstes Date und auch über ihre Zeit bei die Höhle der Löwen, wo sie in der Shiri saß.
00:02:06: Und ich freue mich jetzt mit euch gemeinsam auf dieses Gespräch, wo es auch über mentale Stärke, Persönlichkeitsentwicklung und Female Empowerment geht.
00:02:15: Und ich wünsche euch jetzt ganz, ganz viel Freude, Spaß beim Hören und lasst euch inspirieren.
00:02:21: Kurze Werbung.
00:02:26: Du kannst im Schach nicht alles planen.
00:02:28: Es gibt immer ein Moment, wo du überrascht wirst.
00:02:31: Nur mit Wissen und Erfahrung kann ich vorausschauend handeln.
00:02:36: Kompetenz zahlt sich aus, auch bei ihrer Geldanlage.
00:02:39: Seit mehr als sixty-fünf Jahren arbeiten wir daran, mit Investment-Fonds mehr aus ihrem Geld zu machen.
00:02:44: Union Investment aus Geld, Zukunft machen.
00:02:49: Herzlich willkommen zu Lemon Dreams, dein Podcast für Inspiration und Mut.
00:02:53: Liebe T-Gen, schön, dass du da bist.
00:02:56: Schmöre große Freude, riesen Ehre, dass du den Weg nach Karlsruhe gefunden hast, deine Heimat.
00:03:01: Schön, dass du da bist.
00:03:02: Ich freue mich auf die Zeit mit dir.
00:03:04: Ja,
00:03:04: ich freue mich auch sehr.
00:03:05: Und du hast es schon gesagt, das ist ja meine Heimat.
00:03:07: Deswegen nutze ich immer jeden Moment, in dem ich hier sein kann.
00:03:11: Und jetzt hat sich es ganz gut ergeben, weil ich eben die Tage sowieso hier zu tun habe.
00:03:15: Und dann habe ich gedacht, okay, wenn du mich da noch einletzt, dann bin ich am Start.
00:03:19: Das ist sehr schön.
00:03:20: Ja, also auch nochmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst und extra hergekommen bist.
00:03:25: Und die Frage, was verbindest du?
00:03:27: Welches Gefühl verbindest du mit Karlsruhe?
00:03:30: Karlsruhe ist absolut meine Heimat.
00:03:32: Ich sage immer, hier hat alles angefangen.
00:03:34: Hier ist das Fundament gestartet von natürlich meinem persönlichen Weg, aber dann später auch beruflichen Weg.
00:03:43: Meine Eltern sind hier, also ein Teil.
00:03:46: Meine Mutter ist hier.
00:03:48: Mein Papa war hier eben auch lange.
00:03:50: Ich bin mit meinem Bruder hier groß geworden.
00:03:53: Es ist ja auch häufig so, weißt du, wenn du dann zurück bist in deiner Heimatstadt, du verbindest ja so viele Sachen auch mit Erinnerungen.
00:03:59: Also Orte, gestern bin ich beispielsweise an dem Büro von meinem Vater vorbeigelaufen, dann gibt es Bars, Restaurants, Clubs, in denen man früher gegangen ist.
00:04:12: Also das ist schon das Schöne, finde ich, wenn du dann mal wieder da bist, dass du so ganz viele, zumindest bei mir, so ganz viele positive Erinnerungen hast oder das erste Date, dass du sagst, okay, da habe ich das erste Mal gedatet, da habe ich irgendwie das erste Mal einen schönen Abend verbracht.
00:04:27: Also das ist was ganz, ganz Schönes.
00:04:29: Erzähl mal, erste State.
00:04:32: Das ist schon ewig her.
00:04:34: Aber tatsächlich war das so.
00:04:36: Also früher hat man sich ja eher so... Ich sag mal auf dem Marktplatz oder so getroffen, Marktplatz, Europaplatz.
00:04:42: Da hat man gesagt, okay, da vor der Säule X. Und mein erstes Date war tatsächlich so, dass ich gewartet hab und gewartet hab.
00:04:52: Und der Typ kam irgendwie erst mal ne Viertelstunde zu spät.
00:04:55: Und das war für mich eigentlich schon ein absolutes No-Go.
00:04:58: Nicht, dass ich jetzt so ne Pünktlichkeitsfanatikerin bin, gar nicht.
00:05:02: Aber ich fand das irgendwie so, dass ich dachte, Mensch, wär schon cool, wenn du mich da irgendwie ernst nehmen würdest.
00:05:07: Und dann wollte ich es eigentlich schon abbrechen.
00:05:10: Und dann ist es aber, ist es sich noch ganz gut ausgegangen.
00:05:12: Der hat dann ganz gut sich präsentiert und den fand ich auch ganz nett.
00:05:16: Und dann haben wir ein paar mal gedatet, aber jetzt was Festes ist es noch nicht geworden.
00:05:20: Ja, ja.
00:05:22: Okay, erste Date.
00:05:23: Er hat dann für die Einblicke.
00:05:25: Das ist wirklich ewig
00:05:26: her.
00:05:26: Guck mal, es war jetzt reich.
00:05:28: Keine Ahnung, vierzehn, fünfzehn oder so.
00:05:32: Ja.
00:05:33: wenn es hochkommt.
00:05:34: Ja, lang ist her.
00:05:36: Und wir haben vorhin festgestellt, wir sind aber im gleichen Krankenhaus geboren.
00:05:40: Genau.
00:05:40: In der gute, alter Parazelsusklinik.
00:05:42: Genau, in Karlsruhe-Durlach.
00:05:43: Da bin ich geboren worden.
00:05:45: Das ist immer lustig, wenn ich das erzähle, dass ich eben aus Karlsruhe komme und dann nochmal sozusagen spezifiziere, dass ich aus Karlsruhe-Durlach komme.
00:05:52: Und die Leute dann so, ah ja, und die meisten sagen dann eben auch, ach, in der Klinik, weil es ist irgendwie klar, dass es dort ist.
00:06:00: Aber klar, eine Karlsruhe, Durlach, wir sind dann relativ schnell in die City gezogen.
00:06:04: Innerhalb von Karlsruhe habe ich natürlich jetzt nicht so viele Erinnerungen.
00:06:09: Aber lustig hier, ich finde in der Umgebung, das kennt du wahrscheinlich auch, ist das alles echt nah beieinander.
00:06:14: Du bist super schnell irgendwie in anderen Orten und fühlst dich auch heimisch.
00:06:20: allein dieser Singesang.
00:06:22: In der Stimme, ich hab den ja nicht mehr so stark.
00:06:24: Manchmal verfalle ich da noch, aber ich hab den nicht mehr so stark.
00:06:27: Ist schon immer ganz schön.
00:06:28: Ja, es wär jetzt heute deine Chance, T-Shain.
00:06:31: Wieder
00:06:31: ins Badische
00:06:33: zu schwätzen.
00:06:33: Ja, auf jeden Fall, haben
00:06:34: wir was raus.
00:06:35: Weißt du, was ich immer lustig finde, ist, wenn ich mit Leuten spreche, die aus dem Badischen kommen, und ich zum Beispiel auch Veranstaltung irgendwo in Berlin oder München bin, und dann kommt irgendjemand und schwätzt mich da von der Seite an, dann denk ich mal, du kommst offensichtlich aus dem Badischen.
00:06:48: Ich mein, klar, das Schwäbisch hör ich natürlich auch aus.
00:06:51: aber das Badische vor allem.
00:06:52: Und dann gehe ich auch so ein bisschen in den Singen, sagen wir da rein.
00:06:55: War das wirklich so eine bewusste Entscheidung, den Dialekt abzulegen?
00:06:59: Ich glaube, ich hatte ihn gar nicht so stark, weil einerseits klar, meine Eltern kommen ursprünglich aus der Türkei oder kommen ursprünglich aus der Türkei.
00:07:06: Und dann haben wir natürlich sehr darauf geachtet, dass mein Bruder und ich einfach supergut Deutsch sprechen.
00:07:10: Mein Türkisch ist auch richtig schlecht, also leider.
00:07:13: Ich verstehe es ganz gut.
00:07:14: Ich sage immer, es reicht fürs U-Bahn-Türkisch, ja, also dass ich irgendwie in der U-Bahn in Berlin sitze und die Türkischen Jungs Hör, dann verstehe ich die Lästereien dann schon, aber so für jetzt sage ich mal ein Smalltalk oder darüber hinaus oder gar Business Talk würde es nicht reichen, aber meine Idee ist schon irgendwann das aufzufrischen.
00:07:33: Und daher zurück zum Dialekt.
00:07:34: ist es auf jeden Fall so, dass ich jetzt nicht so einen starken Dialekt habe, weil eben diese diese ja meine Eltern so darauf geachtet haben, dass wir einfach einwandfrei Deutsch sprechen.
00:07:45: Ich glaube, jeder Dialekt ist so, dass wir da durcheinander gebracht haben.
00:07:48: Meinst du, das ist spielenscheidend, um erfolgreich zu werden, das Hochdeutsch?
00:07:53: Das glaube ich nicht.
00:07:54: Ich glaube, dass das lange Zeit so war und mit Sicherheit in einigen Bereichen noch ein paar Vorurteile gibt.
00:08:02: Es ist ja nicht nur der badische Dialekt, sondern auch der Dialekt aus dem Osten ist ja beispielsweise auch sehr politisiert bzw.
00:08:09: behaftet.
00:08:11: Ich glaube, aber dadurch, dass wir eine viel größere Durchmischung innerhalb beispielsweise der Unternehmen haben, ich habe auch relativ viele Einblicke in die Unternehmen, sehe ich schon, dass das eigentlich nicht so eine große Rolle spielt, sondern dass die Leute einfach drauf losbabbeln und jeder irgendwie so nach der Fassant und das macht ja dann auch die Diversität in den Teams aus.
00:08:31: Das ist ja eben nicht nur Geschlecht und Herkunft und Generation, sondern eben auch die Klangfarbe der Stimme, wie ich spreche.
00:08:41: welche Sozialisation ich habe und da kommt es eben auch darauf an, wie du groß geworden bist, ob mit oder eben auch ohne Dialekt.
00:08:48: Ja, apropos Großwerden, du hast vorhin gesagt, dass deine Eltern aus der Türkei kommen gebürtig, du aber mit deinem Bruder gemeinsam in Karlsruhe geboren und aufgewachsen bist.
00:08:58: Was verbindet du noch mit der Türkei?
00:09:02: Ja, das ist so ein bisschen verschwommen, die Erinnerung, weil wir haben früher schon viel Urlaub da gemacht, wobei es war nicht richtig Urlaub, aber es war, ich sag immer, es waren so von Couch zu Couch, von T zu T Erlebnisse, ja, also von der Eintante dann zum nächsten Onkel, zum nächsten Cousin.
00:09:19: Auf einmal hatte ich wahnsinnig viele Verwandte und Bekannte, die ich in meinem Leben noch nie gesehen hatte, weil die natürlich alle in der Türkei leben.
00:09:26: Und ich habe sehr viel Tee getrunken in der Zeit einfach.
00:09:29: Es war nicht der klassische Sommerurlaub, den andere hatten.
00:09:32: Also meine Sommerferien als Schülerinnen sahen so aus, dass wir vier Wochen in die Türkei sind und dort eigentlich die Arbeit mit den Verwandten angefangen hat.
00:09:41: Also nicht nur die zu treffen, sondern tatsächlich auch sie zu unterstützen und zu fragen, wo braucht ihr Hilfe finanziell oder eben auch vor Ort zu sein einfach.
00:09:52: Und daher verbinde ich mit der Türkei so eine Mischung.
00:09:55: Das war's.
00:09:56: Erinnerungen an diese Erlebnisse mit den Familien und gleichzeitig aber auch, dass ich so denke, ich würde gerne die Türkei, Türkei nochmal richtig sehen und bereisen.
00:10:06: Ich habe tatsächlich damals nach dem Abi mit ein paar Mitschülerinnen, habe ich so einen Trip durch die Türkei gemacht und wirklich mir die an einigen Orten wie so eine Touristin angeguckt, weil es mir total wichtig war, weil Türkei ist ein wunderschönes Land, gerade auch Istanbul ist total schön und das war dann schon ganz ganz spannend, mich da selber zu erleben.
00:10:28: Was kannst du da empfehlen in der Türkei?
00:10:34: Also was ich immer ganz schön finde, ist, dass die Türkei ja von diesem Mix aus, sagen wir, europäischem Einfluss und Asien-Einfluss, wie auch immer, lebt.
00:10:46: Und dieser Mix macht das so.
00:10:49: pulsierend als Land.
00:10:50: Also du hast einerseits diese europäische Connection, das merkt man ganz stark in Istanbul und auf der anderen Seite eben die anderen Einflüsse.
00:11:01: Was ich auch so schön finde, ist, dass die Türkei in vielen Dingen Europa voraus ist.
00:11:06: Also, das fängt an mit Mode, Lifestyle, dass du da viele Sachen siehst, die dann erst Jahre später nach Deutschland rüber kommen, über Essen, unglaublich tolle Essenskultur, tolle Sehenswürdigkeiten.
00:11:20: Es ist ja auch ein Land, das ja auch von dieser... von dieser historischen, von den historischen Institutionen lebt, alte Moscheen, alte Statuen, die es dann gibt, auch natürlich so ein bisschen mit dem griechischen, mit der griechischen Anbindung.
00:11:35: Also es ist wirklich ein bunter Mix aus Kultur, Kunst, Lifestyle und einem wahnsinnig spannenden Land.
00:11:45: Ja, mega.
00:11:46: Vielen Dank für die Einblicke und die Empfehlungen.
00:11:49: Gerne.
00:11:50: Istanbul mit Sicherheit eine Reise wert?
00:11:52: Ja, Istanbul ist toll, Izmir ist toll.
00:11:55: Die meisten nehmen dem mit der Türkei verbinden natürlich auch so klassischen Cluburlaub, Borderoom oder Antalya.
00:12:01: Und ich finde auch, das kann man mal machen.
00:12:03: Man muss ja nicht immer irgendwo unterwegs sein und irgendwie eine Tour machen, sondern kann es ja auch einfach mal ein Hotel sein.
00:12:10: Auch dafür ist es schön.
00:12:12: Die Türkei hat halt auch eine wahnsinnige Servicekultur.
00:12:15: Als Deutschland-Service-Wüste, wo wir uns mehr wünschen, ist das in anderen Ländern anders.
00:12:21: Und ich weiß, in der Türkei ist es eben so.
00:12:23: Ich habe es auch selber erlebt.
00:12:24: Die Leute sind eben unglaublich zuvorkommend und achten sehr darauf, wenn du irgendwo Kunde bist oder Kundin oder was einkaufst, dass es dir wirklich gut geht.
00:12:33: Und dann kommt der Rest.
00:12:34: Ja, das erste, was du knandt hast, wo du über die Türkei gesprochen hast, war so Mode und Lifestyle.
00:12:40: Was bedeutet dir Mode und Lifestyle?
00:12:44: Also, ich finde, Es ist jetzt nicht so, dass ich jeden Tag mich damit beschäftige, im Sinne von, dass ich mir irgendwie ein Brainstorming mache, was ziehe ich jetzt diese Woche an und so.
00:12:58: Es macht mir einfach nur unfassbar viel Spaß.
00:12:59: Also ich liebe es, mich damit auseinanderzusetzen, was ich anziehe, aber ich mag es auch an, den Lifestyle von anderen anzugucken.
00:13:10: Ich habe mir vorhin zum Beispiel deinen Poli direkt angeguckt, was da draufsteht, was du für Socken anhast, was du für Turnschuhe anhast.
00:13:16: Also ich beobachte gerne Menschen und ich finde, da spielt das Thema Mode insofern eine Rolle, als dass ja das eine Art Ausdruck auch davon ist, was du denkst und wie viel du dir selber auch an Wertschätzung gibst.
00:13:33: Und in Deutschland weiß ich, dass das immer irgendwie schwierig ist, aber in anderen Ländern.
00:13:38: Bist du da wahnsinnig?
00:13:39: Hast du so eine große Lifestyle-Affinität auch, ja?
00:13:42: Mhm.
00:13:43: Wir waren das früher bei dir in der Kindheit.
00:13:45: Ja, wie bist denn du aufgewachsen?
00:13:47: War da Mode auch schon ein Thema?
00:13:49: Nein, also ich war ein total unmodisches Kind.
00:13:51: Meine Mutter hat irgendwann zu mir gesagt, sie hätte zu einer Freundin gesagt, ich glaub, Tijen wird nie irgendeinein ins Deal finden, war nicht immer so.
00:13:58: Ich hatte immer so ganz alte T-Shirts an und hatte überhaupt nicht so die Alarfinität dafür.
00:14:04: Das hat dann erst später angefangen, wird sagen, fast mit zehn, achtzehn, wenn nicht sogar noch später.
00:14:11: Und ... Meine Mama war ja früher Model und deswegen hat die natürlich eine große Verbindung so zu Ästhetik und auch schönen Dingen.
00:14:20: Und daher hat Mode für mich jetzt nicht so eine Rolle gespielt.
00:14:22: Ich kann mich aber daran erinnern, dass zum Beispiel mein Vater war immer super angezogen.
00:14:27: Ich habe mein Papa nie irgendwie schlecht angezogen gesehen.
00:14:31: Der ist auch bis ins hohe Alter noch in so einem Anzug durch die Gegend gelaufen, weil es ihm total wichtig war.
00:14:38: Also... Das ist so meine Verbindung zum Thema Mode in jungen Jahren.
00:14:42: Schön.
00:14:43: Und T-Shirt von Edith, sagt ihr das was?
00:14:46: Genau, das ist
00:14:49: das.
00:14:49: Wie waren da die T-Shirts?
00:14:51: Also der Hintergrund ist so sehr gut informiert.
00:14:54: Also Edith ist die beste Freundin meiner Mama.
00:14:58: Und es war so, die hatte so ein T-Shirt.
00:15:03: dass sie sehr gerne und sehr intensiv getragen hat und dann irgendwann so gefühlt, wie so, also es auszutiert hat und sich gedacht hat, das kann man eigentlich irgendwie zum Putzen nutzen oder irgendwie sowas und hat das dann meiner Mutter gegeben.
00:15:16: Und meinte so irgendwie, keine Ahnung, vielleicht brauchst du ein Putzlappen oder was weiß ich was.
00:15:20: Und meine Mutter so, ah ja, okay.
00:15:22: Und hat das dann bei uns zu Hause irgendwo hingelegt.
00:15:25: Ich hab dieses T-Shirt gesehen, ich fahr das noch vor meinem inneren Auge.
00:15:29: Da waren so drei Köpfe drauf und es war eigentlich mal ein weißes Shirt, aber weiß wird der auch irgendwann vergibt.
00:15:35: Und so sah es entsprechend aus.
00:15:37: Und ich mir so gedacht, als junges Mädchen, weil ich eben kein Bock so auf Mode und irgendwas hatte, dachte so, ich muss jetzt irgendwas schnell anziehen.
00:15:43: Dann hab ich dieses T-Shirt rausgegriffen, hab gar nicht richtig drauf geacht.
00:15:46: Ich dachte mir so, oh mein Gott, geil, zieh ich an.
00:15:48: Ich hab es angezogen, bin damit durch die Stadt gelaufen.
00:15:50: Meine Mutter hat damals hier in einem Schmuckladen gearbeitet.
00:15:52: Da hab ich sie abgeholt.
00:15:53: Und dann weiß ich noch, dass sie mich von außen gesehen hat, durch eben scheinwer... hier im Schaufenster, hat mich angeschaut, meintest du, du hast jetzt nicht dieses Putzt-T-Shirt von meiner besten Freundin an, nicht so ein Tauch.
00:16:04: Und sie so, oh mein Gott, das ist wirklich typisch T-Shirt.
00:16:08: Einfach überhaupt nicht geguckt, wie das aussieht und so.
00:16:11: Ist ja auch total wurscht, aber das zeigt, dass es mir wirklich... Überhaupt gar, also das war mir überhaupt nicht wichtig.
00:16:19: Aus heutiger Perspektive denke ich so geil, ich hatte irgendwie, ich war so in meinem Film, das war mir total egal, was die Leute denken.
00:16:26: Ob ich jetzt was Schönes an habe oder nicht, das war mir wirklich wurscht.
00:16:28: Ja,
00:16:29: wahrscheinlich gut so, wenn man sagt, ist egal, was andere denken.
00:16:34: immer so bei sich ist und sagt, ich mach mein Ding egal, ob die Leute sagen, hey, das T-Shirt ist vergilt oder sind so drei komische Köpfe drauf.
00:16:42: Ja, voll egal.
00:16:44: Das stimmt.
00:16:44: Und ich glaube aber auch, das hängt damit zusammen.
00:16:48: Wenn du jünger bist, bist du naiver im besten Sinne.
00:16:52: Und ich glaube schon, dass du dir weniger Gedanken machst.
00:16:54: Und je älter du wirst, desto mehr hast du ja gesehen, desto reflektierter bist du.
00:16:58: Und desto mehr machst du dir dann auch Gedanken.
00:17:00: Was denken die Leute?
00:17:01: Wie sehe ich aus?
00:17:03: Wie wirke ich?
00:17:03: Wie komme ich rüber?
00:17:05: Und irgendwann stehst du dir natürlich selber im Weg, klar.
00:17:07: Aber deswegen war das so schön, dass ich da so eine Grundnaivität hatte und das mir wirklich egal war.
00:17:15: Ja, du hast grad gesagt, dein Mama war Muttle.
00:17:17: Was hatten dir dein Mama und dein Papa?
00:17:19: Was haben dir deine Eltern mit auf den Weg gegeben?
00:17:22: Also meine Eltern sind sehr unterschiedlich.
00:17:24: Meine Mutter hat mir auf jeden Fall auf den Weg gegeben.
00:17:27: Die ist so eine... Also, sie ist so, geht nicht, gibt es nicht, Typ.
00:17:30: Das heißt, wenn sie sich was in den Kopf setzt, dann erreicht sie das auch.
00:17:34: Und wenn sie mit fünfzehntausend Leuten sprechen muss und die überzeugen muss, oder dann rennt die von A nach B in der Stadt, um rauszufinden, wer jetzt genau der Ansprechpartner von der Versicherung für irgendwas ist, so lange bis sie das rausgefunden hat.
00:17:49: So ist meine Mutter.
00:17:50: Also, sehr, sehr... Durchsetzung stark, aber vor allem auch fokussiert.
00:17:56: Und mein Papa war, der lebt ja leider nicht mehr, mein Papa war ein sehr geduldiger, ruhiger, ich sag immer generöser Mensch, also der hat sich zwar gerne über Leute aufgeregt, aber er hat im Grunde jeden so nach seiner Fasson leben lassen und er war auch immer jemand, der gesagt hat, sei unabhängig verdient, ein eigenes Geld.
00:18:20: sehr stolz auf deine Erfolge und geh voran.
00:18:23: Also er war echt immer so einem, er hat viel Motivation gegeben durch seine Gelassenheit.
00:18:29: Und diese beiden, also das eine dieses, meine Mutter als Durchsetzung stark und immer raus und machen und mein Papa so als ruhiger, ist natürlich eine super, super Konstellation.
00:18:40: Ja, auf jeden Fall.
00:18:41: Klingt nach einem guten Mix.
00:18:42: Ja.
00:18:43: Wie kann man sich so das Umfeld vorstellen, wo du groß geworden bist?
00:18:46: Karlsruz Sidiatschfein gesagt, da gibt es ja unterschiedliche Ecken.
00:18:50: Ja, ich bin in der Weststadt groß geworden und das war schon ganz okay.
00:18:56: Es war jetzt auch nicht irgendwie super privilegiert oder so.
00:19:00: Es war schon eine kleine Wohnung und immer das Zimmer mit meinem Bruder teilen, bis ich irgendwie fast ganz groß war.
00:19:09: Und die Umgebung sonst?
00:19:11: Also wir waren relativ viel mit unserem eigenen Leben beschäftigt.
00:19:15: Ich meine meine Eltern haben sehr viel und sehr hart gearbeitet, beide sehr lange zum Teil auch in die Nacht hinein.
00:19:22: Und ich habe halt irgendwie so mein eigenes Ding gemacht.
00:19:24: Ich bin halt irgendwie damals erst in die Grundschule, dann normal in die Schule, auf San Dominicus Gymnasium.
00:19:30: Das ist hier, es gibt es ja noch, das ist ein Mädchengymnasium, katholisches Mädchengymnasium, da war ich dann.
00:19:35: Also es war jetzt nicht so, dass wir Teil von der großen Gruppe waren oder dass ich jetzt irgendwie jedes Wochenende eine kleine Party bei mir zu Hause gegeben habe, sondern es war so, dass wir als Familie relativ eng waren und für uns waren.
00:19:53: So und klar hatten wir immer hier und da Freunde oder Freundinnen von meinen Eltern zu Besuch, aber es hielt sich in Grenzen.
00:19:59: Ja, das ist ein Grund gehabt, warum du nie so Partys geschmissen hast zu Hause, oder?
00:20:04: Interessanterweise hat sich das jetzt verändert.
00:20:06: Ich liebe das, Leute zusammenzubringen.
00:20:10: Das war mein ganzer Job vor zehn Jahren in der Selbstständigkeit angefangen, aber auch im privaten Liebigtes.
00:20:15: Ich mag Essen organisieren, dass alle zusammen sind.
00:20:20: Und damals war das, glaube ich, so, dass ich einfach, weil ich war so beschäftigt damit, dass ich mir gedacht habe, meine Eltern arbeiten so hart.
00:20:25: Ich möchte irgendwie daran arbeiten, dass es irgendwann mir möglich ist, denen auch wieder was zu ermöglichen, dass ich gar nicht so diese mentalen Kapazitäten dafür hatte, mir jetzt da einen riesen Freundeskreis an unterschiedlichsten Leuten da auch aufzubauen.
00:20:42: Ich war zwar immer in der Schule schon immer die, die alle zusammengebracht hat und connectet hat.
00:20:48: Aber ich war jetzt nicht, dass ich regelmäßig mit denen im Stiurlaub war oder Sommerfällen verbracht habe, sondern da war ich schon sehr, sehr für mich.
00:20:57: Also ich war eigentlich auch tatsächlich, das kann man sich immer gar nicht vorstellen, aber ein sehr, sehr introvertiertes Kind.
00:21:02: Also ich habe das gehasst, mit anderen zu sprechen oder irgendwo zu sein, wo die Aufmerksamkeit des Zwei überhaupt nicht meins.
00:21:09: Und so katholisches Mädchengymnasium.
00:21:12: Bist du heute religiös?
00:21:14: Was bedeutet dir Glaube heute?
00:21:17: Ich musste mich damals entscheiden, weil auf einem katholischen Mädchengymnasium es kein Ethik gibt.
00:21:22: Also ich musste entweder evangelisch oder katholisch nehmen, habe mich dann für evangelisch entschieden, weil eine gute Freundin für mich da war und ich mir gedacht habe, ich zeige Solidarität, dann bin ich mit ihr im Rallyeunterricht.
00:21:33: Und ich habe tatsächlich keine Religion, ich bin wie so schnell es konfessionslos.
00:21:37: Meine Eltern haben da auch nie irgendwas vorgegeben, sondern immer gesagt, wenn du erwachsen bist, kannst dich selber entscheiden.
00:21:43: Ich glaube trotzdem, dass es da oben irgendjemanden gibt, der auf uns achtet und guckt, dass alles läuft oder auch mal irgendwie das Stolpersteine gibt.
00:21:52: Ich glaube ganz stark so an... das Dinge so sein sollen, wenn sie kommen oder dass es auch gewisse Schicksals Dinge gibt, die du dann auch... nicht verändern kannst.
00:22:05: Manchmal sind sie ja wahnsinnig positiv, dass du den Job bekommst, den du immer schon haben wolltest, dass du den Partner, die Partnerin triffst, wo du sagst, Mensch, das ist mein Traummann, meine Traumfrau.
00:22:14: Manchmal gibt es eben auch harte Schicksalsschläge und ich glaube, am Ende hat alles seinen Sinn und es gibt irgendetwas da draußen, was diesen Sinn irgendwie zusammenbringt.
00:22:24: Und das muss ich nicht in eine religiöse Form kippen, aber dieses Urvertrauen, dass jemand da irgendwie auf uns acht gibt, finde ich, finde ich ganz schön.
00:22:34: Was bedeutet dir generell Vertrauen?
00:22:38: Also Vertrauen ist für mich das Fundament und die DNA von guter Zusammenarbeit, jetzt vor allem auch im Job.
00:22:44: Und im Privatleben ist es für mich die Basis von guten, gesunden Beziehungen in jeglicher Form, ob es eine Freundschaft ist, ob es eine Liebesbeziehung ist, ob es die Beziehung zu mir selber ist.
00:22:56: Und wenn ich mir selber nicht vertraue, dann kann ich auch anderen nicht vertrauen.
00:22:59: Das ist das Allerwichtigste.
00:23:01: Und daher beginnt... Da steht und fällt alles auch mit dem sogenannten Urvertrauen.
00:23:05: Das sagt man ja auch gerade, wenn Kinder groß werden, dass sie so in den ersten Jahren diesen Safe Space, diesen Hafen brauchen, weil du dann später natürlich ganz viel mit Urvertrauen zu kämpfen hast.
00:23:18: auch Verlustängsten, Bindungsängsten.
00:23:20: Das resultiert ja meistens aus dieser schweren Kindheitserfahrung, dass du eben keinen Hafen hattest, dass du dich nicht darauf verlassen konntest.
00:23:28: Und daher finde ich, Vertrauen ist das Fundament für ein gesundes und gutes Leben.
00:23:33: Also für mich wirkt wie eine Frau, die vor selbst Vertrauen nur so strotzt, äußerlich betrachtet.
00:23:40: Gab es denn da früher mal andere Zeiten, wo du gesagt hast, ich haare da mit mir oder ich fühle mich unsicher?
00:23:47: Ich meine, wer mit dem Putzlumpen auf die Kaiserstraße geht, der muss schon ein großes Selbstbewusstsein haben.
00:23:53: Das
00:23:53: stimmt, so habe ich so nie gesehen.
00:23:56: Aber wie würdest du das selber einschätzen?
00:24:02: Also erstens mal ist es ja so, wenn man Menschen sieht in der Öffentlichkeit, in den sozialen Medien, egal wo du unterwegs bist, du siehst ja einen Aspekt von der Person.
00:24:12: Wenn ich jetzt irgendwas auf Instagram poste, siehst du eine Momentaufnahme.
00:24:16: Du siehst nicht, wie ich hergekommen bin, du siehst nicht, wie mein Morgen aussah.
00:24:20: Du siehst nicht, ob ich gut geschlafen habe, ob ich Sorgen, Ängste und Nöte habe.
00:24:24: Das alles sieht man ja nicht.
00:24:25: Deswegen sage ich immer Achtung vor dieser Schablone, die wir alle präsentieren nach außen.
00:24:31: Am Ende ist es eine Facette von uns als Mensch, dass ich irgendwie hoffe, dass ich Menschen mit meiner Geschichte Mut machen kann und da auch zeige, dass es sich lohnt, an sich selbst zu glauben und seine Träume zu verwirklichen, ist ja ganz eng damit verknüpft, dass Ich eben auch ein gutes Fundament habe, mein Selbstvertrauen.
00:24:56: Und nein, es ist natürlich nicht jeden Tag so, dass ich vor Selbstvertrauen strotze und mir denke, was kostet die Welt.
00:25:02: Und es ist egal, sondern es gibt so oft die Momente, wo ich so auch an mir selber zweifle und alles zu viel ist.
00:25:08: Und ich mir denke, geschaff ich das alles, werde ich es in Erwartungen gerecht, kriege ich das alles hin.
00:25:13: Aber das Fundament von allem ist, da sind wir wieder beim Thema Vertrauen, dass ich dieses Vertrauen in mich selbst habe, dass ich weiß.
00:25:20: Egal wie hart es am Ende wird, es wird gut.
00:25:24: Und wenn ich das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht erreiche, dann würde ich eine andere Tür aufmachen.
00:25:29: Und dieses Urvertrauen ist tatsächlich das Allerwichtigste, weil alles andere leitet sich davon ab.
00:25:35: Wie hast du dir das Vertrauen erarbeitet?
00:25:38: oder wie kam das bei dir, dieses Urvertrauen für dich selbst?
00:25:42: Ja, also ich würde sagen, ich arbeite immer noch dran.
00:25:44: Ich bin ein großer Fan davon, sich Unterstützung von außen zu holen, ob es jetzt in Form von Therapie, Coach wie auch immer ist, Leute, die einfach professionell ein unterstützen können in bestimmten Lebensphasen, weil du kannst nicht alles mit dir selber ausmachen und mit Freunden und Freundinnen.
00:25:59: Es ist auch endlich, die willst du ja auch nicht ständig belästigen oder jammern.
00:26:05: deinen Themen, sondern wenn du eben professionelle Unterstützung an deiner Seite hast, kannst du ja auch ganz viel erzählen und aufarbeiten und die Person schaut auch sachlich drauf und es ist gerade gut, wenn die Person wenig mit dir zu tun hat und nicht nah an dir dran ist.
00:26:21: Also das zum Erarbeiten, also ich sage immer, es ist immer noch ein Prozess, aber was mir so ein gutes Grundgefühl gegeben hat.
00:26:29: Ich meine, ich habe jetzt einiges erlebt und auch gerade nicht, ich würde sagen, ich bin seit zehn Jahren selbstständig.
00:26:35: In den letzten zehn Jahren habe ich wahnsinnig viel gesehen und erlebt, viele Höhen und Tiefen und am Ende, ich festgestellt, egal wie es wird, ich kriege immer irgendeinen Weg.
00:26:45: Also es macht sich immer dann doch irgendeine Tür auf.
00:26:48: Und das sage ich mir immer wieder in Momenten, wenn es mir nicht gut geht, wenn ich scheitere, wenn ich stolper, wenn ich nicht mehr weiter weiß.
00:26:55: Du hast gerade eben gesagt, du möchtest mit deiner Geschichte Menschen Mut machen.
00:27:01: Und wir sind ja hier beim Podcast für Inspiration und Mut.
00:27:04: Was ist denn so das Besondere an deiner Geschichte?
00:27:07: Das Besondere ist mit Sicherheit, dass ich das, was vielleicht viele haben, die auch jetzt zuhören oder zuschauen, dass du oft so denkst, ich bin irgendwie so der Alien im Raum, also ich bin anders als alle anderen.
00:27:20: Und diese Andersartigkeit hat sich ja bei mir in der Grundschule, habe ich das gar nicht so wahrgenommen, aber damals dann auf dem katholischen Mädchengymnasium war ich schon, ich würde sagen, ich war die einzige, die irgendwie einen anderen Hintergrund mitgebracht hat, der Namen irgendwie anders war, der in Eltern eingewandert sind.
00:27:38: Dadurch kommt ja so eine Anlassartigkeit.
00:27:40: Irgendwann denkst du, am Anfang denkst du, okay, liegt es an mir, alle anderen sind irgendwie gleich und ich bin anders, also ich bin der Fehler im System.
00:27:47: Und dann aber festzustellen, dass deine eigene Herkunft, deine absolute Superpower ist.
00:27:53: Und wenn du die eben nutzt für dich in der Art und Weise, wie du mit anderen sprichst, wie du mit anderen arbeitest.
00:27:59: ist das ein ganz, ganz großer Vorteil und er kann nicht weiterbringen.
00:28:03: und meine soziale Herkunft, gerade auch durch das Setting, in dem ich groß geworden bin.
00:28:08: Also meine Eltern haben jetzt nicht so gut verdient und wir hatten immer Ängste, Nöte und Sorgen.
00:28:18: Ich glaube, das ist auch ein gutes Fundament für eben die Resilienz später, für dieses Urvertrauen, weil du weißt, Am Ende, wenn alle Stricke reißen, ich habe ja mich und ich kann mich auf mich verlassen.
00:28:34: Das ist mit Sicherheit das Besondere an meiner Geschichte, dass ich am Schluss weiß, welchen harten Weg ich gegangen bin und wie krass es war, wie anstrengend auch.
00:28:45: Und dass es sich aber am Ende immer lohnt.
00:28:48: Wenn du dein Leben oder deine Geschichte mit einem Lied-Zitel beschreiben würdest,
00:28:55: Leed, ja, es gibt so viele, jetzt muss ich natürlich irgendein so harten Rap-Song oder so, nämlich habe ich früher super gerne so Rap gehört.
00:29:04: Aber ich glaube, was immer ein Claim von meinem Leben ist, müsste man recherchieren, ob es ein Songtitel gibt.
00:29:13: Aber dieses Be Your Own Fucking Hero ist ja auch ein Buchtitel gewesen, mein vorletztes Buch.
00:29:18: dieses sei deine eigene Heldin und warte eben nicht darauf, dass jemand anders dein Held, deine Heldin ist, beschreibt schon ziemlich gut mein Leben.
00:29:27: Und ich würde sogar jetzt noch einen Schritt weitergehen.
00:29:30: Be someone else's hero.
00:29:32: Also sei auch der Hero oder der Held, die Heldin von jemand anderem.
00:29:38: Ich finde, dass es dann irgendwann, wenn du selber eine gewisse, gewisse Einfluss hast und eine gewisse Möglichkeit, dann kannst du es auch für andere sein.
00:29:46: Würdest du sagen, jeder kann der Held für jemand anders sein oder setzt es gewissen Status voraus oder gewisse monetäre Möglichkeiten?
00:29:58: Das kann man nicht aus den Augen lassen, außer Acht lassen.
00:30:02: Aber ich glaube, viel wichtiger ist, dass du erst mal lernst, mit dir gut zu sein, bevor du anderen gibst.
00:30:10: dein Selbstwertgefühl daraus ziehst, dass du jetzt anderen Menschen hilfst und dass du dadurch die spürst, dann stimmt ja irgendwas nicht, dann bist du sehr im Außen.
00:30:19: Und daher ist eher, finde ich, die Frage oder die Antwort, dass die Basis des Fundament, um die Heldin für jemand anderen zu sein, ist, dass du in der Lage bist, das für dich zu sein.
00:30:34: Wenn du es für dich bist, kannst du es auch für andere sein.
00:30:36: Das ist für mich entscheidend.
00:30:38: Ja, das so will.
00:30:39: Aspekte gerade gesagt, wo du erzählt hast.
00:30:42: Ich habe so viele Fragen gerade im Kopf.
00:30:44: Zum einen hast du auch gesagt, du warst immer so der Alien im Raum, weil eben den Migrationshintergrund hattest.
00:30:51: Wie waren das in deiner Kindheit?
00:30:52: Gab es denn da auch schwierige Situationen, wo du dich ausgegrenzt gefühlt hast?
00:30:56: oder warst du immer gut integriert?
00:30:59: Ich würde sagen, in meiner Kindheit habe ich das gar nicht so wahrgenommen, weil ich da eben noch so voll, weißt du, da bist du so jung und da ... nimmst du auch diese Norsen da nicht so wahr und du bist ja auch so, ja, du hast noch so einen offenen Blick.
00:31:14: Später dann in der Schule.
00:31:15: Da habe ich das insofern wahrgenommen, als dann nach den Sommerferien wieder alle in die Schule gekommen sind und alle von ihren Sommerferien erzählt haben und erzählt haben, dass sie Skifahren waren, dass sie Golf spielen waren, dass sie Tennis gespielt haben.
00:31:28: Italien, Neuseeland, Afrika, was auch immer.
00:31:31: Und ich war halt immer in der Türkei.
00:31:34: Also ich habe irgendwie nie was anderes gesehen.
00:31:36: Ich kann ja bis heute auch nicht schief fahren.
00:31:38: Ob das jetzt erstrebenswert ist oder nicht, sei mal dahingestellt.
00:31:41: Aber daran ist mir aufgefallen.
00:31:43: Golfclub, Tennis, das waren alles Dinge, die super weit weg waren.
00:31:49: Und da habe ich schon gemerkt, okay, irgendwas ist anders.
00:31:53: Offensichtlich ist das, was die da haben für die selbstverständlich.
00:31:58: Für mich ist es aber nicht.
00:32:01: habe mich dann eben sehr stark damit beschäftigt, woran liegt es?
00:32:04: Und dann gibt es ja eben spannende Studien, die auch sagen, dass es also diese Menschen mit sozialer Herkunft, dass die sich natürlich in solchen Räumlichkeiten oder in solchen Konstellationen dann halt auch besonders unwohl fühlen, weil du halt irgendwie gefühlt nicht mitspielen kannst und mitreden.
00:32:22: Golfclub Tennis, das war damals so weit weg.
00:32:25: Skifahren, ob es erstrebenswertig, ja.
00:32:28: Seinmal dahingestellt.
00:32:29: Ich war erst einmal Skifahren im Landschulheim, siebte Klasse.
00:32:32: Und?
00:32:32: Seitdem, ja, sensationell, ja.
00:32:35: Das hat richtig Spaß gemacht.
00:32:37: Also, wir hatte die Wahl zwischen Segeln gehen und Skifahren.
00:32:40: Und ich habe gesagt, ich gehe mit Skifahren.
00:32:42: Ja, und hat mega Spaß gemacht.
00:32:44: Also, am Anfang halt so Grundkurs und dann am letzten Tag so die Talabfahrt mit runter.
00:32:49: Aber seither war ich dann auch nie mehr Skifahren.
00:32:52: Er hat mich noch nicht so gecatcht, dass ich gesagt habe, ich muss das jetzt haben.
00:32:56: Wischen, dass bei dir heute spielen solche Themen, bedeutet dir das was?
00:33:01: So Tennis Club Golf oder was ist dir wichtig im Leben?
00:33:05: Das bedeutet mir gar nichts.
00:33:07: Also, ich habe mit Sicherheit eine Obsession.
00:33:10: Darüber haben wir schon gesprochen.
00:33:11: Das sind es Mode, Lifestyle, Klamotten, sowas.
00:33:15: Das ist so mein Hobby, wenn du so willst.
00:33:18: Aber alles andere, ob ich jetzt in einem wahnsinnig schicken, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Sterne Luxushotel bin oder auf einem Chalet und dann da irgendwie mich in irgendeinem Pelzteppich vom Kaminfeuer Räkel.
00:33:37: Das sind alles Dinge, die in meiner Welt überhaupt gar keine Rolle spielen und Bedeutung haben.
00:33:43: Natürlich liebe ich es auch schön zu relaxen und mein Wochenende ein tolles Hotel zu fahren und mir das zu gönnen.
00:33:49: Ich liebe es auch schön Urlaub zu machen,
00:33:52: aber
00:33:52: ... So was wie, ob ich da jetzt Tennis spielen kann, ob ich Teil von so einer Golfclub Connection bin.
00:34:00: Das alles ist irgendwie endlich.
00:34:03: Weißt du, ich glaube auch, dass ich war ja auch lange in der Politik und habe da viel gesehen, viele Karrieren, die aufgestiegen und wieder abgestiegen sind in der Wirtschaft genauso.
00:34:12: Am Ende, wenn keine Ahnung, ob es Krankheit ist, ob es der Verlust von Menschen ist, ob es persönliche Transformation ist, was am Ende zählt ist.
00:34:22: dass du auf dich und dein Leben schaust und dir sagen kannst, hey, ich habe echt ein gutes Leben gehabt.
00:34:26: Ich habe das Beste draus gemacht.
00:34:28: Und wenn es mir gut tut, irgendwie fünf Tage in so einem Wellness-Punker zu sein, okay, wenn es geht.
00:34:35: Aber es ist nicht das, wovon ich mein Lebensglück abhängig mache, sondern da spielen eben andere Dinge eine Rolle.
00:34:41: Und das ist doch die wichtigste Erkenntnis.
00:34:45: Was sind die anderen Dinge, T-Shirt?
00:34:47: Also dir für dich, wenn du am Ende zurückblickst und sagst, okay, habe ich jetzt ein erfülltes Leben gehabt oder ein glückliches Leben, was war dann wirklich, wirklich so der Punkt, wo du gesagt hast, ja, das hat mich erfüllt.
00:35:01: Also in zwei Bereichen, also im Job.
00:35:05: muss ich sagen bin ich schon sehr stolz darauf was ich erreicht habe und ich liebe es auch dieses feedback zu bekommen von den Leuten die sagen hey die gendel inspiriert mich.
00:35:14: ich habe deine bücher gelesen ich habe ein podcast gehört ich habe ein social media post gesehen.
00:35:19: du bist für mich inspiration pur.
00:35:21: das ist für mich.
00:35:22: daraus ziehe ich wahnsinnig viel energie.
00:35:24: im privaten finde ich sind so die echten beziehungen also freundschaft partnerschaft alles was dazu gehört was dir gut tut ja und wo du einfach viel lachen kannst, eine Leichtigkeit hast, was nicht beschwerlich ist.
00:35:39: Und wenn ich da draufschau, zu sagen, hey, ich war eine gute Freundin, ich war eine gute Partnerin, ich habe eine gute Beziehung geführt, ich habe tolle Freundschaften gehabt und habe sie immer noch.
00:35:51: Wenn das am Ende das ist, was sozusagen bleibt, das ist doch das allergrößte Geschenk neben dem, dass ich hoffe, dass ich immer schön fleißig gesund bleibe.
00:36:00: Aber das ist doch das Allerschönste.
00:36:03: Ja, und ich finde, mehr braucht es dann wirklich nicht.
00:36:06: Was machst du, um fleißig gesund zu bleiben?
00:36:09: Ich könnte noch viel mehr machen, aber auch das ist ja ein Learning.
00:36:14: Also ich bin leider, was heißt leider, ich bin so ein Exzessiver Typ.
00:36:18: Also entweder komplett wie eine irre Sport jeden Tag bis über die Grenze oder halt gar nix.
00:36:27: Also so ein Mittelfeld gibt es nicht.
00:36:30: Ich habe jetzt aber gemerkt, dass so dieses ganz oder gar nicht Prinzip, dass das natürlich auch nicht so gut ist und so das Mittelfeld eigentlich nicht schlecht wäre und da versuche ich jetzt einen ganz guten Weg zu finden.
00:36:43: Ich bin ja eine Zeit lang auch sehr, sehr extrem laufen gegangen, joggen gegangen.
00:36:49: Ich liebe das auch immer noch, aber es muss halt nicht mehr dieses Exzessive sein, sondern so eine Mischung aus.
00:36:54: eben ein bisschen Sport, bisschen runterkommen, mal die Zeit genießen, aber auch einfach mal auf der Couch rumdatteln, irgendeine Trash TV-Serie gucken und einfach das Gehirn ausschalten, ja.
00:37:06: Ja, was ist da Trash TV an?
00:37:09: was denkst du?
00:37:09: Ich gucke
00:37:10: super gern Kardashians, das darf man immer gar nicht so laut sagen, aber... Es ist für mich einfach das Allergrößte und Schönste, wenn ich mein Gehirn ausschalten kann und einfach einer neureichen Familie dabei zuschaue, wie sie sich darüber Gedanken macht, ob sie jetzt Sonnenbrille A oder B anzieht zum Mittagessen.
00:37:30: Das ist für mich einfach intellektuell so eine Erholung.
00:37:35: Da muss ich nichts denken und das sagt wahnsinnig Spaß.
00:37:38: So was und dann keine Ahnung, gibt es natürlich auch viele Comedy-Serien und so, die ich mag.
00:37:45: Bei Trash TV ist das schon ganz weit vorne.
00:37:47: Ja, überragend.
00:37:49: Guckst du es auch?
00:37:50: Der scheint es nicht.
00:37:52: Aber
00:37:52: guckst du Trash TV?
00:37:53: Aktuell nicht.
00:37:54: Früher, ja.
00:37:55: Ich habe das gesuchtet.
00:37:56: Was
00:37:57: hast du dann geguckt?
00:37:58: Ich habe so einen klassischen Bachelor.
00:38:01: Ich habe aber wie man gesagt, ich werde der nächste Bachelor.
00:38:05: Und was
00:38:05: ist draus geworden?
00:38:06: Nix.
00:38:08: Ich war nie dort.
00:38:10: DSDS habe ich geschaut.
00:38:11: Dann habe ich mal so Dschungelcamp-Phase gehabt, aber nur ein, zwei, drei Jahre.
00:38:16: Ja, und mittlerweile gucke ich hauptsächlich Sport im Fernsehen.
00:38:20: Okay.
00:38:21: Das ist so, was ich... Das entspannt
00:38:22: dich
00:38:22: auch.
00:38:22: Ja, oder Ninja Warrior.
00:38:24: Ah, ja, genau, kenne ich auch.
00:38:26: Ja, und NFL kann ich super entspannen, weil das ist so, ja, die Spielzüge.
00:38:29: Schläuft nebenbei.
00:38:31: Ja, wenn man so sieht und auch selbst start.
00:38:33: Ja, aber früher habe ich gedacht, wie kann man dat... gut finde im Fernsehen, wenn da jemand Pfeile schmeißt.
00:38:39: und aber mittlerweile, ich kann da so super entspannen dabei und das ist für mich auch so.
00:38:44: Winterzeit, Startzeit, NFL-Zeit.
00:38:47: Ja, im Sommer bin ich viel draußen, wandern, Sport, ja, also ich mach ursprünglich, hab ich Calisthenics gemacht, draußen beim Polizeisport für einen Durlach, hab ich angefangen.
00:38:58: mich an die Stangen zu holen und so verschiedene Kunstwerke auszuprobieren.
00:39:01: Mittlerweile bin ich hier im Fitnessstudio in Durlach und mache so eine Kombi aus draußen Sport und drinnen Sport.
00:39:08: Super.
00:39:09: Ja,
00:39:09: so wichtig.
00:39:10: Ja, aber so hat jeder sein und so entwickelt sich das natürlich auch weg von Trash TV hin zu
00:39:15: Sport
00:39:15: und Datschauen.
00:39:17: Und das beruhige ich mir total vorstellen.
00:39:19: Und ich finde, gerade wenn man auch so viel macht, dann ist es total wichtig, so geht es mir zumindest, dass ich dann in meinem Privatleben Dinge mache, die mich nicht überfordern.
00:39:27: Und wo ich einfach auch nicht so viel Entscheidung treffen muss, sondern einfach nur da sitzen und das genießen, ja.
00:39:33: Ich denke, ich kann es nachvollziehen, weil mir war auch immer, ich habe gesagt, ich möchte was Flaches gucken.
00:39:38: Wenn ich den ganzen Tag in E-Mails reinschaue oder Bücher lese oder hochtrabende Dinge lese, möchte ich abends nicht noch ein Fachbuch lesen.
00:39:46: mir selbst manche Filme schwierig zu folgen,
00:39:48: dass ich da
00:39:49: mitkomme in der Handlung.
00:39:50: Ja, wenn es dann so komplex wird und es über drei Staffeln geht und dann weiß ich schon gar nicht mehr, was war in Folge ein, Staffel eins, ja.
00:39:55: Ja, das geht mir auch.
00:39:57: Ja, deswegen eben immer schön flach.
00:39:59: Ja, ja, total.
00:40:01: Genau.
00:40:02: Du hast jetzt auch gesagt, was du alles gemacht hast, Podcast, Bücher geschrieben, wer ist, T-Shin.
00:40:09: Honoran, wie würdest du dich selber beschreiben?
00:40:11: Weil viele können dich vielleicht auch gar nicht so greifen.
00:40:13: Vor allem auch gesagt, du warst eine Politik aktiv.
00:40:16: Ja, ich habe auch im Vorfeld mal so geschaut, aber ich kann dich auch noch nicht so richtig greifen.
00:40:22: Wie würdest du dich selber beschreiben, wenn du es auf deine Karriere blickst?
00:40:27: Was ist das?
00:40:27: Du bist ja so ein bunter Blum.
00:40:29: Strauß würde ich jetzt mal sagen, aus verschiedenen Facetten.
00:40:33: Also ich würde sagen, das trifft sich schon ganz gut, was du mit dem bunten Blumenstrauß gesagt hast.
00:40:37: Ich würde sagen, ich bin jemand, die sich immer ihre eigenen Jobs gebaut hat.
00:40:41: Also es gibt auf dem, das was ich mache, nicht klassische Jobbeschreibungen.
00:40:45: Also klar gibt es Dinge, die ich mache, die du einordnen kannst.
00:40:49: Zum Beispiel, wenn ich Veranstaltung moderiere, was ich auch mache.
00:40:53: Moderatorin, wenn ich irgendwo einen Vortrag halte, was ich auch viel mache.
00:40:58: Kinotspeakerin, Podcasterin, Autorin, Bücher schreiben.
00:41:02: publizieren.
00:41:03: Da gibt es schon Schubladen dafür, aber für das Gesamtkonstrukt gibt es eigentlich nicht so richtig eine Schublade.
00:41:11: Ich bin klar in erster Linie Unternehmerin, dann investiere ich auch in Start-ups Investoren.
00:41:16: Aber wenn ich mich jetzt selber beschreiben müsste, würde ich sagen, ich bin so eine Generalistin, die vieles irgendwie gut anstoßen kann.
00:41:29: Und ich war aber nie so ein Fach Nerd.
00:41:32: Also ich war nie jemand, die, sag ich mal, jetzt totale Expertise im Holzbau dann entwickelt hat.
00:41:39: Worin ich aber eine ganz gute Expertise habe, ist erstens aus wenig viel machen.
00:41:44: Also wenn die Voraussetzungen irgendwie eher maus sind, ob es finanziell ist oder netzwerkmäßig, dass ich eben weiß, wie man aus wenigen Dingen viel macht, dass das erste, das zweite ist.
00:41:57: dass ich schon sehr schnell verstanden habe, was es braucht, um eine gewisse Form der Aufmerksamkeit für Projekte zu bekommen.
00:42:03: Und klassische Marketing-Sprech wäre halt das ganze Thema Storytelling, Communitybuilding, Social Media, Marketing, Sichtbarkeit von Menschen zu erhöhen für die eigene Marke.
00:42:17: So, das sind so Dinge, die ich ganz gut kann.
00:42:19: Und das Dritte ist, würde ich sozusagen... alle umfassend.
00:42:23: Das führt eigentlich beides zusammen, dass ich schon gut darin bin, so Netzwerke aufzubauen und die zu pflegen, also zu überlegen, wen brauche ich, um ein gewisses Projekt voranzubringen.
00:42:34: Wenn ich zum Beispiel jetzt sage, okay, ich will demnächst eine Wasserflasche investieren, weil ich Wasserflaschen so toll finde, dann wüsste ich jetzt, welche drei bis fünf Leute ich anrufen muss, die mir dann wieder sagen können, wer genau dafür zuständig wäre oder wer da auch eine Expertise hat.
00:42:52: Also darin bin ich einfach sehr, sehr gut in diesem Netzwerk, in der Sichtbarkeit und dann eben in den einzelnen Teilberufen, die ich sozusagen habe.
00:43:02: Ja, okay, wenn du sagst Unternehmerin, du hast ja selber auch mehrere Unternehmen auch.
00:43:08: Wie kann man sich das vorstellen, das unternehmerische Konstrukt?
00:43:12: Also in erster Linie habe ich meine eigene Firma, die läuft auch unter meinem Namen The Honoran Company.
00:43:18: Du merkst schon, ich habe mich sehr von den Kardashians beeinflussen lassen.
00:43:24: Und da ist sozusagen alles gebündelt, was meine Person betrifft.
00:43:28: Also wirklich komplett auf meine Brand ausgerichtet, ob es jetzt eben die Podcastmoderation, die Vorträge wie auch immer sind.
00:43:35: Und dann gibt es noch weitere Firmen, die sich in unterschiedlichste Zweige aufteilen.
00:43:40: zum einen Beratungsfirma, mit der ich eben in Unternehmen in Punkt Diversität auch berate.
00:43:47: Es gibt eine fast schon Eventfirma, wo ich eben weibliche Talente mit Unternehmen zusammenbringe auch über Events.
00:43:56: Darunter läuft auch ein Award, den ich ins Leben gerufen habe, der Mood Maker Award, der auch vor kurzem hier in Karlsruhe stattgefunden hat, wo ich mutige Persönlichkeiten auszeichne, die eben in verschiedenen Bereichen mutiges auf die Beine stellen.
00:44:09: Es kann eine kleine Initiative sein, es kann aber auch ein Familienunternehmer sein.
00:44:13: Das ist so das.
00:44:14: Und genau.
00:44:15: Und dann eben noch meine Investmentfirma, mit der ich in Start-ups investiere.
00:44:20: Mega spannend, ja.
00:44:22: Das ist ja ein Riesen.
00:44:23: Ja, wie ich es vorhin gesagt habe, Blumenstrauß, ein bisschen Portfolio, was du da alles auf die Beine gestellt hast und das eben aus dem Nichts kommt.
00:44:31: Vorhin, wo ich dich nach Lieder gefragt habe, habe ich so an Jenny from the Block gedacht.
00:44:35: Ja,
00:44:35: das
00:44:35: stimmt.
00:44:35: So heißt er aus dem Buch.
00:44:36: Ja, genau, das stimmt.
00:44:38: Das
00:44:39: wäre auch gut.
00:44:40: Und from zero to hero gibt es auch noch.
00:44:42: From
00:44:42: zero to hero vielleicht.
00:44:43: Jenny from the Block ist tatsächlich war auch so mein Jugendlied.
00:44:47: Ich hab das gelebt, ich hab Jennifer Lopez sowieso gelebt, ich find sie immer noch großartig.
00:44:51: Das war schon so, das stimmt, das ist ganz gut.
00:44:55: Aber eben, und ich versuch halt, mit dem, was ich mache, da draußen irgendwie den Leuten Mut zu machen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und an sich zu glauben und auch nicht nachzulassen.
00:45:05: Ja, ich bin grad bei Jennifer Lopez, ja.
00:45:08: Das war genau meine Zeit, ja.
00:45:10: Das glaube
00:45:10: ich.
00:45:10: Ja, ich bin in den Triehenachtziger und von daher ja, J.Lo.
00:45:14: Da bin ich groß geworden.
00:45:15: Die ganzen neunziger Lieder auch.
00:45:17: Ich war die Tage auch auf einer Veranstaltung, wo die neunziger Playlist gespielt worden ist.
00:45:21: Da hab ich nur gedacht, boah, das sind so geile Lieder damals, Backstreet Boys und wie sie alle heißen, Entsync und so.
00:45:28: Und ich konnte jedes Lied mit singen.
00:45:30: Ich gedacht, okay, das ist schon ziemlich geil.
00:45:33: Ja, komm, hau raus.
00:45:36: Ja, mein Gesangstalent ist leider das einzige, wo ich sage, okay, das ist da, wenn ich wirklich ... Richtig, richtig schlecht.
00:45:44: Es gibt Dinge, in denen ich einfach nicht so gut bin, und das ist aber etwas furchtrichtig schlecht.
00:45:48: Ja, vor allem apropos Musik.
00:45:49: Du hast vorhin was rauskauen.
00:45:52: Rapmusik.
00:45:52: Hast du früher harte Rapmusik, hast du sogar gesagt?
00:45:56: Ja,
00:45:56: ich habe schon einiges gehört.
00:45:57: Also, mein Bruder hat früher auch Rapmusik gemacht.
00:46:00: Der hat auch selber gerappt.
00:46:01: Und der hatte auch so ein Labels zu viel, aber er hat schon unter einem... Pseudonym sozusagen war der unterwegs und er hat dann immer ordentlich Musik gemacht.
00:46:11: Das habe ich schon auch geliebt, ja.
00:46:13: Also.
00:46:14: Ja, ich fand zum Beispiel Eminem mega klar.
00:46:16: Das war auch so mein
00:46:17: Klassiker.
00:46:18: Ja,
00:46:18: ja, ja.
00:46:20: Der Rap-König.
00:46:22: Mega.
00:46:22: Ja, auch so schnelle.
00:46:24: Voll.
00:46:24: Faszinierend.
00:46:25: Gibt
00:46:25: es ja gar nicht mehr in der Form solche, würde ich sagen.
00:46:28: So Rap-Talente.
00:46:30: Nein.
00:46:31: Ich habe Lose Yourself.
00:46:33: mal angefangen, auswendig zu lernen und so die erste Strophe habe ich hinbekommen.
00:46:38: Ich hänge jetzt noch einen Übergang zu zweit, weil es ist so krass, was der Mann macht mit seiner Stimme.
00:46:43: Ich weiß, ich weiß.
00:46:46: Und das waren halt so die Neunzigern, die waren schon ziemlich cool.
00:46:48: Da war ich mal beim Auwei-Freundeneingladen in Berlin und die hatten so ein Karaoke aufgebaut gehabt und ja, war ein Riesenraum und mit Gronleuchtern allem.
00:46:59: Und dann halt abends Karaokeabend und dann habe ich mir Slim Shady rausgesucht.
00:47:04: Zusammen war noch einer da und ich habe gedacht, ich kann es ganz gut.
00:47:08: Ja, und als dann losging, ich war total blank, total abgekackt.
00:47:12: Aber gut, es war halt.
00:47:15: Also dann hast du festgestellt, dass die Karriere, die du vielleicht ausgemalt hattest schon auf den Bühnen dieser Welt, dass du das nochmal anders machen musst.
00:47:22: Ganz genau.
00:47:22: Du kannst
00:47:22: ja auch mit dem Podcast schaffen, so ist ja nicht.
00:47:24: So sieht's aus.
00:47:26: Das mit Karaoke war vor zwei Wochen nicht wahr sein.
00:47:29: Sehr gut.
00:47:29: Nee, nee, war schon länger her.
00:47:31: Ja, genau.
00:47:32: Und mega spannend.
00:47:34: Und Unternehmertum hatte ich ja auch zur Höhle der Löwen gebracht.
00:47:39: Daher kenne ich dich so ein bisschen.
00:47:41: Erzähl mal, wie kann man sich das vorstellen?
00:47:44: Man sieht ja immer die Höhlen, ja, als Investoren da sitzen.
00:47:47: Ich finde es auch schon allein, wenn ihr da sitzt, mega beeindruckend und dann kommen Menschen rein und pitchen dann ihre Geschäftsidee.
00:47:53: Wie bist denn du damals dazu gekommen, Teil sein zu dürfen von dieser hervorragenden Jury?
00:48:00: Als ich wurde angesprochen, ob ich mir das vorstellen kann, weil ich hatte ja davor auch schon investiert in Startups und hatte eben da auch eine entsprechende Expertise.
00:48:08: Dann wurde ich halt gefragt, ob ich mir das vorstellen kann.
00:48:11: Dann habe ich gesagt, ja, kann ich mir vorstellen.
00:48:13: Und dann gehen eben die Dreharbeiten los und du bist dann Teil von diesem Format.
00:48:19: Und es ist auch wirklich exakt so, wie man es im Fernsehen sieht.
00:48:22: Also die Sendung.
00:48:23: ist überhaupt nicht irgendwie konstruiert.
00:48:26: Oder ich sag auch immer, es ist auch wirklich so, Leute fragen, was ist euer eigenes Geld?
00:48:31: Ja, das ist unser eigenes Geld.
00:48:32: Deswegen ist es ja auch so, dass manchmal eben auch die natürlich platzen im Nachhinein.
00:48:37: Aber am Ende sind wir ja auch echte Menschen, die da sitzen.
00:48:40: Das sind nicht irgendwelche Avatare.
00:48:41: Wir sind keine Schauspieler, Schauspielerinnen, die jetzt Investoren spielen, sondern wir sind echte Business Angels Investoren, Investorinnen, selber Unternehmer, Unternehmerinnen, die eben ihr in einen Weg gegangen sind, genau.
00:48:54: Und dann geht die Tür auf und dann weißt du auch nicht, wer reinkommt und dann pitchen die und du musst dann eben just in dem Moment entscheiden, gehst du da rein oder lässt du es.
00:49:04: Ich stelle mir das so krass vor.
00:49:06: Ich war früher, ich habe dual studiert bei der Bank.
00:49:09: Und wenn ich mir das so überlege, da kommt jemand, da möchte man ja ein Business Case und hier eine Berechnung, da eine BWA, da ein Businessplan und ihr entscheidet es innerhalb von ein paar Sekunden, wenn man so will.
00:49:25: Wie auf welcher Basis triffst du die Entscheidung, wenn du da sitzt und es kommt jemand, sagt er, ich habe eine geile Idee, Wasserflaschen.
00:49:33: Möchtest du mich dabei?
00:49:36: Also natürlich haben wir auch ein bisschen Zeit, ganz viele Fragen zu stellen.
00:49:40: Also ich bin aber, was heißt leider, also positiv wie negativ.
00:49:46: Ich bin ein absoluter Bauchmensch.
00:49:48: Und mein Bauchgefühl drückt mich, also... selten.
00:49:54: Und ich merke halt an der Art und Weise, wie jemand auftritt, ob das jetzt so valide ist, ob das was solides ist oder ob ich das Gefühl habe, das ist nix.
00:50:05: Und dann ist es ja auch so, ich will ja nicht nur mein Geld investieren, sondern ich will ja auch ein perfect Match für Design, sodass es einfach passt, dass ich da irgendwie den auch wirklich Unterstützung bieten kann, dass ich mein Netzwerk öffnen kann, meine Expertise reinbringen.
00:50:21: Und das kannst du natürlich auch durch Fragen herausfinden.
00:50:24: Also was ist dein Hintergrund?
00:50:27: Was ist die Geschichte hinter der Geschichte?
00:50:28: Das versuche ich immer zu erfahren.
00:50:30: Und dann triffst du halt die Entscheidung.
00:50:33: Klar, im reellen Leben hast du ein bisschen mehr Zeit.
00:50:36: Wenn ich ein Pitch bekomme, dann guck ich mir das vielleicht erst mal eine Woche an.
00:50:39: Die Woche drauf gibt es ein Telefonat, dann dauert es nochmal drei Wochen, bis ich mir das alles durch den Kopf gehen lasse.
00:50:44: Also die Zeitdauer ist ne andere als in so einem Fernseherformat.
00:50:48: Trotzdem, irgendwann hast du eben ein gutes Bauchgefühl und dann geht es voran.
00:50:53: Ja, spannend.
00:50:54: Ja, ich stelle mir das wirklich spannend vor.
00:50:56: Am Ende heißt dann immer, ich biete dir fünfhunderttausend Euro zu zwanzig Prozent.
00:51:01: Genau.
00:51:02: Dann hängt es eben davon ab, was die Gründerinnen und Gründerinnen auch als Diogo finden.
00:51:06: Meistens in der besten Konstellation ist ja so, dass viele dann da viele Löwen Interesse zeigen und dann entscheiden die halt, mit wem sie gehen.
00:51:15: Und das sind natürlich spannende Momente, die so eine Show natürlich alle bändig machen und unterhaltsam machen.
00:51:22: Und es hat schon immer sehr viel Spaß gemacht, ja.
00:51:25: Was hast du denn für dich, Tichen, aus dieser Zeit mitgenommen?
00:51:32: Also natürlich ist Fernsehen noch mal eine andere Geschichte.
00:51:35: Dazu muss ich sagen, ich hatte vorher ja schon auch TV-Auftritte und war auch schon hier und da in einigen Sendungen beteiligt als Gast.
00:51:43: Das heißt, ich war nicht ganz so unerfahren.
00:51:44: Also ich hatte eben mediales Auftritt.
00:51:48: Also ich wusste, wie das funktioniert.
00:51:52: Aber Teil unserer Sendung zu sein ist immer noch mal was anderes, weil du hast natürlich die Konstellation, dass da ein paar Leute sitzen.
00:51:58: die auch extreme Egos haben, dann nehme ich mich auch nicht raus.
00:52:01: Ich habe immer gesagt, erst nehmen unsere Egos Platz, dann wir.
00:52:06: Sonst wärst du nicht Teil von unserer Show, wenn du nicht irgendwie auch für dich so ein Grundfundament hättest.
00:52:14: Und was ich daraus mitgenommen habe, ist, dass ... Also ich habe viel gelernt über wie funktioniert so eine Sendung, wie sind die Mechanismen, wie kommst du gut durch, ohne dass du dich verlierst oder vergisst.
00:52:30: Ich fand den Austausch mit den anderen Löwen und Löwen auch immer wahnsinnig spannend und inspirierend, weil die so ganz anders sind als ich.
00:52:36: Und aus dieser Diversität habe ich viel gelernt.
00:52:39: Ich habe viel gelernt, was die Gründer und Gründerin betrifft.
00:52:42: Also wirklich waren viele, viele Learnings dabei und dafür bin ich super dankbar.
00:52:48: klingt spannend, ich denke halt auch, wenn man da dabei war bei so einem TV-Format, da sammelt man nochmal auf einer ganz anderen Ebene die Erfahrungen.
00:52:55: Total.
00:52:56: Weil man ja mittel drin ist und Teil des Systems an der Stelle und wie du es auch gesagt hast, so das Networking mit den anderen Investoren, das sind sehr echt Menschen, die auch richtig krasse Unternehmen auch haben, so wie du es vorhin auch beschrieben hast mit deiner Hauptfirma.
00:53:11: und dann da noch ein Business, da noch ein Business, Outward, das ist so krass.
00:53:16: Ja,
00:53:16: ja, aber es ist, Es klingt natürlich auch immer alles groß, aber am Ende ist es eben wichtig, dass du halt ... Ja, dass du Dinge machst, in denen du zu hundert Prozent stehst und dir Spaß machen, wo dein Herz drin aufgeht.
00:53:28: Das bringt dir alles nix, wenn du ... Ja, wenn du merkst, das ist irgendwie alles müßig und geht nicht voran und ich komm da nicht durch, dann musst du dir halt überlegen, okay, die Tür geht nicht auf, dann nehm ich halt die nächste.
00:53:39: So, und das ist das Entscheidende für Unternehmertum.
00:53:42: Was ist denn so neben Unternehmertum deine Passion im Leben?
00:53:47: Schlafen.
00:53:48: Schlafen.
00:53:50: Schlafen und Trash TV.
00:53:51: Schlafen
00:53:52: und Trash TV.
00:53:53: Ja, ich habe Leute denken, du hast dann irgendwie so ein super aufregendes Social Life.
00:53:58: Aber tatsächlich ist es so, dadurch, dass mein sonstiges Leben so aufregend ist und mit viel Reiserei auch tatsächlich verbunden ist.
00:54:05: Mein Social Life total.
00:54:06: Ich sage immer, da bin ich so meine eigene Oma und ich liebe das.
00:54:10: Also einfach super beständig und langweilig und ja.
00:54:14: Also, ich brauche da nicht noch Action in meinem Privatleben.
00:54:18: Aber was ist so das?
00:54:20: Also, ich lebe meine Profession einfach.
00:54:26: Weißt du, mein Herz geht halt darin auf, dass ich, zum Beispiel, wenn ich so Vorträge halte, auch auf Konferenzen, und wenn dann Leute kommen und sagen, hey, du hast mein Leben verändert, dann darf ich immer auch einfach gedacht, Gott, das ist irgendwie, ist aber ein sehr großer Satz und Begriff.
00:54:42: Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich das mache, einfach dadurch, dass ich eben auch erzähle, welche Schritte ich gegangen bin und wie ich da angekommen bin und wo ich heute bin.
00:54:52: Und das erfüllt mich.
00:54:53: Das ist, dass neben Unternehmerinnen zu sein, Investoren zu sein, dass ich weiß, diese Erfüllung ziehe ich eben daraus, dass es offensichtlich den Menschen da draußen etwas hilft und bringt.
00:55:07: Du sagst, du bist sehr inspirierend oder inspirierst auch Menschen.
00:55:11: Wir sind hier bei Lemon Dreams, dein Podcast für Inspiration und Mut.
00:55:15: Und ich habe das damals gegründetes Projekt, weil im Leben läuft nicht immer alles klar.
00:55:19: Das Leben schenkt ja manchmal auch Zitronen, deswegen so der Wahlspruch, schenkt das Leben Zitronen, mach Limonade drauf.
00:55:25: Schön.
00:55:26: Was waren so bei dir die Zitronen im Leben?
00:55:31: Wo es auch so bitter wurde, meinst du?
00:55:33: Also klar, ein einsteinendes Erlebnis war der Tut von meinem Vater.
00:55:38: Der ist jetzt ja fast genau ein Jahr her.
00:55:42: Und deswegen ist, wenn ich immer in Karlsruhe bin, ist es immer so, es ist zwar wahnsinnig schön hier zu sein und auch an diese Erinnerungsorte zu gehen, die ich beschrieben habe, aber natürlich ist es auch so, dass eine große Vermissung da ist, was ihnen betrifft.
00:55:58: Und es ging auch relativ schnell alles.
00:56:00: Gott sei Dank muss man sagen, aber das ist schon, wenn dann jemand wegbricht, der für dich auch so der Fels in der Brandung ist, das macht schon wahnsinnig viel mit dir.
00:56:10: Und es hat auch mit mir viel gemacht.
00:56:12: Also ich war auch, es war ja dann genau auch so um die Weihnachtszeit.
00:56:17: Und also mit mir konntest du zu dem Zeitpunkt gar nichts anfangen.
00:56:21: Und ich war, also ich war happy, dass ich irgendwie in meiner Wohnung sitzen konnte und niemanden gesehen habe.
00:56:29: Aber ja, es gilt halt sich auch daraus wieder rauszukämpfen, weil das Leben ist zu kurz, ich meine... Wenn ich jetzt auf meinem Papa schaue, ich meine, der hatte bis zum Schluss, bis einen Tag, bevor er ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, ein wahnsinnig schönes Leben.
00:56:46: Der hat immer jeden Tag sich mit seinen Kumpels da getroffen, in einem Café, hat immer seine Männerrunde gehabt und hatte ansonsten seinen Bereich, hat viel erlebt, er hatte einfach ein gutes Leben.
00:57:00: Und da konnte ich dann auch ganz gut loslassen.
00:57:02: Also so, aber klar, es ist die Traurigkeit.
00:57:06: Geht nie weg, also sie bleibt immer, weil es fehlt ja was.
00:57:10: Ist ja nicht so, dass ich ihn jetzt einfach anrufen kann und sagen kann, wie fandst du das?
00:57:15: Sondern er ist halt nicht mehr da.
00:57:16: Und das damit umzugehen, das war schon einer der schwierigsten Momente, würde ich schon sagen.
00:57:22: Weißt du im Job, klar kann man dann sagen, ich habe das Projekt nicht bekommen und ich habe ein Unternehmen gegen die Wand gefand, ist auch alles schlimm.
00:57:28: Aber die wirklich einschneidenden Erlebnisse sind doch immer die persönlichen, immer.
00:57:35: Was sagst du dir dann in diesen Momenten?
00:57:37: Wie gehst du damit um mit dieser Trauer?
00:57:39: Also, ah, habe ich mir wirklich professionell Unterstützung gewohnt.
00:57:42: Ich hätte das sonst sehr schwer selber machen können.
00:57:49: Ich habe mir da jemanden cool, mit dem ich eben diese Trauer auch bearbeitet und verarbeitet habe.
00:57:56: Enge Freundinnen, die vielleicht was Ähnliches erlebt haben, so.
00:58:02: Und es war irgendwann dann wieder zurück ins Leben kommen, also die ersten Tage gefühlt gar nichts mehr machen können und dann irgendwie wieder Schritt für Schritt einfach, keine Ahnung, meinen Sport machen und sei es einmal am Tag es irgendwie hinbekommen, dass ich eine Runde spazieren gehe, das war dann ein Erfolg für mich.
00:58:20: Also es war schon eine sehr, sehr harte Phase und ich glaube, dass das größte Learning ist, eben sich zu öffnen und zu überlegen, wer hört dir mal zu, wer hat ein offenes Ohr?
00:58:30: und Und mit wem kannst du über sowas reden, der dich wieder aufbaut?
00:58:34: Und wie geht's dir heute, T-Shirt?
00:58:36: Heute geht's mir sehr gut.
00:58:39: Also es ist natürlich variiert immer.
00:58:40: Es gibt Tage, wo ich so denke, Gott okay, ich zünd gleich alles an, aber es liegt glaube ich eher mal im Temperament voll naturell, weil ich bin ja von Sternzeichen wieder und wir neigen ja etwas zur Übertreibung und Ungeduld.
00:58:54: Und dann gibt es natürlich auch Tage, wo irgendwie alles wie geschnitten Brot läuft.
00:58:58: Grundsätzlich muss ich sagen, geht es mir wirklich gut.
00:59:01: Und ich habe irgendwie ein ganz schönes Fundament und einen tollen Job, den ich genieße, ein schönes Privatleben.
00:59:10: Und also da gab es auch schon eben auch gerade im letzten Jahr, jetzt ein Jahr zurück, gab es eben viel mehr, viel, viel mehr Trauer in meinem Leben.
00:59:20: Das ist nicht so, dass es weg ist, aber man sagt ja auch mal, du lernst mit der Trauer zu leben.
00:59:26: Und sie ist halt Begleiter und das ist auch wichtig.
00:59:29: Aber ich weiß, mein Vater hätte auch nicht gewollt, dass ich irgendwie nur dann mich verkrieche, sondern er hat immer gesagt, geh raus und lebt dein Leben.
00:59:39: Und das finde ich das Allerschönste.
00:59:42: Ja, das ist ein schöner Satz, den dein Papa, die mit auf den Weg gegeben hat.
00:59:46: Wie sieht denn heute so ein perfekter T-Gen-Tag aus?
00:59:50: ausschlafen.
00:59:52: Wobei ich ehrlicherweise weiß, ich sag mal, also früher habe ich das mal zum Teil irre als Jugendliche oder dann später in den jungen Jahren.
01:00:00: Ich habe so gerne lange geschlafen.
01:00:03: Also bis zwölf, dreizehn Uhr, das war schon, ich habe es einfach geliebt.
01:00:07: Ich hätte, wenn mich niemand aufgewählt, ich hätte auch durchgeschlafen, ja, so.
01:00:11: Heute ist es so, dass ich immer sage, ich würde gerne ausschlafen, nur in meinem Biorhythmus ist mittlerweile so, dass ich dadurch, dass ich in der Woche auch sehr froh aufstehe, selbst wenn ich nicht reise, weil ich einfach vorher mal ein Programm mache, ist es häufig so, dass ich am Wochenende dann auch gar nicht so lange ausschlafen kann.
01:00:27: Aber der perfekte Tag sieht so aus, dass ich, also Sonntags ist mein Lieblingstag, wo ich dann eben morgens aufstehe, im Idealfall so ein bisschen meinen Sport mache und dann einfach ein bisschen Rumdattel auf Insta und wo.
01:00:42: paar Mails, vielleicht mir nochmal angucken, aber gemütlich, Nachrichten durchlesen, die in dem Lauf der Woche gekommen sind, ein bisschen rum recherchieren, dann gucke ich irgendwie irgendeine Serie und dann würde ich jetzt gerne Sachen, dann koche ich mir was Leckeres, aber dieses Talent ist an mir vorbei gegangen.
01:00:59: Nichtsdestotrotz habe ich mir jetzt ein Airfryer geholt.
01:01:01: Das ist die neueste Errungenschaft und bin gerade dabei herauszufinden, wie man da gutes Fleisch machen kann.
01:01:07: Also das wird jetzt die Challenge für nächstes Jahr.
01:01:09: Ich habe mir vorgenommen, dass ich ein paar Gerichte machen will.
01:01:12: Darunter ein sogenanntes Angebergericht, dass wenn dann irgendjemand kommt und ich sage, ich mache schnell was zu essen, dass ich dann sagen kann, das ist sowas so Rinderfilet-Spitzen in Trüffel irgendwie so.
01:01:22: Das ist einfach so ganz schnell gemacht.
01:01:24: Und dann so ein paar Gerichte, die halt irgendwie, keine Ahnung, so für mich sind.
01:01:28: Das ist die größte Aufgabe, aber ich bin noch, ich brauche noch ein bisschen, um dahin zu kommen.
01:01:34: Angebergericht, das habe ich auch noch nicht gehört.
01:01:38: Klar.
01:01:39: Ja,
01:01:40: ja.
01:01:40: Also der perfekte Tag sieht eben so aus, dass ich dann, ja, dann ein bisschen spazieren gehen und dann irgendwie wirklich gar nichts machen.
01:01:48: Nichts.
01:01:49: Mit Freunden vielleicht noch treffen, Partner wie auch immer.
01:01:51: Also irgendwas, wo ich sage, ich kann wirklich entspannen.
01:01:56: Ja.
01:01:57: In Social Media, da bist du auch relativ erfolgreich oder erfolgreich, kann man sagen.
01:02:03: LinkedIn ist so deine stärkste Plattform mit hundred und achtzigtausend Follower.
01:02:07: Und bei Insta ist ja knapp um die neunzigtausend.
01:02:10: Also schon ziemlich krass.
01:02:12: Welche Haltung hast du selber persönlich zu Social Media?
01:02:17: So eine ambivalente.
01:02:18: einerseits wäre ich ohne Social Media nicht da, wo ich heute bin, weil die Plattform mir die Visibilität gegeben hat, die ich häufig nicht bekommen hätte.
01:02:27: meiner Herkunft, aber vor allem auch meiner Sozialisation, bzw.
01:02:33: auch meines Jobs, dann, ich war ja, als ich noch angestellt war, weil, was jetzt nicht so, das ist ja nie so, dass du dann direkt in eine Führungsposition gehst, sondern du fängst halt erstmal irgendwie an.
01:02:43: Und dann hast du vielleicht eben diese Visibilität, die du brauchst für das, was du erreichen willst, nicht.
01:02:49: Und in meinem Fall war es eben so, als ich mich dann selbstständig gemacht habe.
01:02:52: bzw.
01:02:53: kurz davor fing es schon an, dann relativ schnell verstanden, dass du dir eben deine eigene Bühne bauen kannst über die sozialen Medien.
01:02:59: Ich habe damals dann mit Twitter heute X angefangen und habe fleißig rumgetwittert.
01:03:03: Das war wahnsinn, wie eine irre Veranstaltung.
01:03:06: Dann gab es Hashtags, wo die Leute sich irgendwie zusammenfinden konnten.
01:03:11: Für Veranstaltungen hat man dann getwittert.
01:03:12: Bist du auch Hashtag dort?
01:03:14: Und dann so, ja klar, da bin ich auch und so.
01:03:16: Es waren irre Zeiten, diese Twitter-Twitterei im Veranstaltungsbusiness.
01:03:22: Genau, und dann bin ich da aber raus.
01:03:24: Und jetzt, so wie du sagst, auf Instagram und LinkedIn.
01:03:26: Und das sind beides sehr unterschiedliche Plattformen für mich.
01:03:29: Instagram ist für mich so eine Mischung aus Lifestyle, persönlicher, ein bisschen so den Tag begleiten.
01:03:34: Und LinkedIn ist für mich wirklich so eine Jobplattform, wo ich halt sage, okay, da kommuniziere ich über meinen Job und baue da eben eine Community auf und kann da auch Agenda-Settingen betreiben.
01:03:44: Und daher bedeuten die Social Media Kanäle für mich eben diese Ambivalenz aus... Toll hat mir eine Möglichkeit gegeben und auf der anderen Seite sehe ich aber auch die Herausforderung, die das mit sich bietet.
01:03:58: Stichwort Hate Speech und alles.
01:04:01: Also und wenn du dann aber, glaube ich, so ein Mittelweg findest, dann bist du schon gut aufgestellt.
01:04:07: Hate Speech.
01:04:08: Hast du selber auch Hass bekommen?
01:04:10: Ja, immer noch.
01:04:11: Also bis heute bekommen auch viele, auch ganz viele in der Zeit lang Morddrohungen und so weiter bekommen, auch richtig übel.
01:04:17: In dem Moment, wo ich ins Fernsehen gegangen bin, mussten Leute irgendwie mir offensichtlich die erzählen, dass ich nicht hierher gehören, nicht in dieses Land, nur weil ich irgendwie einen exotischeren Namen hab.
01:04:27: Und wenn du dich dann noch für Frauenrechte beispielsweise einsetzt und für Diversität, ist das ja ein Dorn im Auge für viele.
01:04:34: Das ist das eine, aber dagegen gehe ich auch rechtlich vor.
01:04:36: Da kenne ich nichts.
01:04:38: Das Zweite ist, dann gibt es halt immer so ein paar Leute, die sich unter Tellyberg, eighty fünf verstecken und die dann schreiben irgendwelche seltsame Dinge.
01:04:46: Das kann ich irgendwie eher so abschütteln, weil das berührt mich wirklich null.
01:04:51: Und klar gibt es den einen oder anderen Shitstorm, aber auch das muss ich sagen mittlerweile.
01:04:55: Es gibt so viel anderes und wichtigeres ehrlicherweise auch jetzt als mein Leben.
01:05:01: Ich finde, da kann man auch so ein bisschen die Kirche im Dorf lassen.
01:05:04: Ja, du bist auch so die Stimme für Female Empowerment, für Frauenrechte auch.
01:05:09: Was bedeutet dir das Ganze?
01:05:10: Beziehungsweise, wie bist du dazu gekommen, dich dafür stark zu machen?
01:05:16: Ich hatte immer das große Glück, dass ich starke Chefinnen hatte.
01:05:19: Ich hatte immer weibliche Vorbilder, die mir sehr schön und leicht gezeigt haben, wie wichtig es ist, sich für auch andere Frauen einzusetzen.
01:05:27: Die haben mich auch sehr gefördert und gepusht.
01:05:30: Und dann war es so bei meinem letzten Job, habe ich irgendwann gemerkt, dass wenn ich auf so Konferenzen unterwegs war, dass ich meistens die einzige Frau war und auf den Panels auch kaum Frauen saßen.
01:05:41: Und dann wollte ich eben nicht nur meckern, sondern machen und habe dann ein Frauennetzwerk gegründet.
01:05:47: Es war eigentlich eher so ein bisschen, ja, so ein Hobby.
01:05:51: Und es lief dann so gut, dass daraus dann tatsächlich eines meiner ersten Unternehmen geworden ist.
01:05:57: Und das ist im Grunde die Reise zu dem Female Empowerment.
01:06:00: Und bis heute hast du recht, das ist ein Riesenthema.
01:06:03: Es macht mir wahnsinnig viel Spaß, andere Frauen zu motivieren.
01:06:07: Und gerade auch so jetzt die nachfolgenden Generationen, denen irgendwie was mitzugeben.
01:06:11: Schön ist auch immer, wenn ich auf Veranstaltung jetzt mittlerweile gesiezt werde, dann weiß ich wirklich, ich bin jetzt richtig alt geworden.
01:06:18: Also mir wird in der Bahn noch keinen Platz angeboten.
01:06:20: Darauf warte ich noch auf den Moment.
01:06:22: Aber ... Das ist schon so, dass ich das toll finde, eben einfach andere zu inspirieren und den Mut zu machen.
01:06:32: Wie machst du das?
01:06:34: Du, ich glaube, das ist ganz unterschiedlich.
01:06:36: Also, wenn ich jetzt überlege, was finde ich an jemand anderem inspirierend, dann würde ich sagen, die Art und Weise, wie jemand auftritt, wie jemand eine Geschichte erzählt, wie jemand mich in den Bann zieht.
01:06:47: Das ist irgendwie meistens so ein Gesamtkunstwerk.
01:06:52: Und ich habe eben häufig gespiegelt bekommen, dass die Art und Weise, wie ich über Dinge rede, was für eine Haltung ich zu vielen Dingen habe und wie ich auch mit schwierigen Situationen umgehe, dass das total inspirierend für andere ist.
01:07:07: Und das freut mich natürlich, weil ich denke, ja, das ist doch cool, wenn du das hörst von einer, die sagt, hey, ich habe eine ähnliche Geschichte wie du, habe an mir gehardert und gezweifelt und jetzt mache ich es morgen, was du gesagt hast.
01:07:19: Das ist doch toll.
01:07:20: Wie Botschaft würdest du denn gern raus senden an Menschen, die jetzt vielleicht einen Zweifel in sich tragen, sich schwach fühlen und vielleicht nett zu den Mut haben, nach draußen zu gehen?
01:07:30: Ich würde immer sagen, schreib dir deine Erfolge auf und es gibt Erfolge im Leben, es gibt Dinge, die gut gelaufen sind.
01:07:36: und schreib dir das auf, was wirklich gut gelaufen ist und lese es dir selber vor, weil wenn du es vorliest, die Stimme hatten.
01:07:43: aus psychologischer Sicht einen ganz großen und starken Effekt.
01:07:47: Und auch dieses Aufschreiben ist super wichtig, weil du das dann sozusagen aufs Blatt Papier schreibst und auch manifestierst.
01:07:54: Und ich würde mir immer aufschreiben, was gute Sachen sind, weil dein Gehirn reguliert ist automatisch.
01:08:00: Ich mache es immer an dem Beispiel klar, du hast irgendwie ein Feedback-Gespräch mit deinem Chef oder deiner Chefin und er sagt, oder sie sind super, aber bei den zwei Prozent müssen sie noch dran arbeiten.
01:08:11: Warum liegst du nachts wach?
01:08:12: Nicht weil du dich über die achtundneunzig Prozent freust, sondern über die zwei Prozent nachdenkst, was schief gelaufen ist.
01:08:19: Das ist typisch menschlich.
01:08:22: Aber deswegen musst du dem entgegensteuern und ich finde, das kannst du ganz gut, indem du eben dir immer wieder aufschreibst, was gut läuft.
01:08:29: Und in Phasen zum Beispiel, denen es mir nicht gut geht oder ich denke so, warum mache ich das eigentlich alles, lese ich mir eben diese ganzen Zeilen durch und das bringt mir ganz viel.
01:08:37: Das heißt, du affinierst für dich selber auch und schreibst für dich auch Zeilen auf.
01:08:42: Ich schreib
01:08:42: mir auch Ziele auf.
01:08:43: Ich affinier ganz viel.
01:08:44: Ich hab, würde ich sagen, mein ganzes Leben affiniert, weil ich großer Fan davon bin.
01:08:50: Weil ich glaube, wenn du das machst, dass du dich dann sozusagen in diese Energie, in diese Selbstbewusstsein, in diese Position hinein beamst, dass es schon so ist.
01:08:58: Und wenn du das, wenn du so lebst wie das, was du erreichen willst und das auch ausstrahlst, dass du schon gemacht hast, gefühlt.
01:09:07: Dann wird das alles irgendwie zurückkommen und damit bin ich immer gut gefahren.
01:09:12: Ja klingt gut.
01:09:13: Ich habe vorhin gesagt, du hast auch Morddrohungen erhalten.
01:09:16: Ich stelle mir das wirklich krass vor.
01:09:18: Also ich hatte das auch mal indirekt bei meinen Eltern.
01:09:21: Hat jemand angerufen.
01:09:23: Der wollte uns irgendwelche Kapitalanlagen verkaufen.
01:09:27: Und als man darauf eingegangen ist in einem Telefon, hat er dann gesagt, ich komm vorbei mit der Pistole.
01:09:32: Und schießt den Loch in den Kopf.
01:09:34: Und ich stell mir das schon krass vor, weil unsere Familie damals auch in Angst gelebt.
01:09:39: Und wir haben dann auch bei der Polizei angerufen wegen Fangschaltungen usw.
01:09:43: Das war richtig krasse Zeit.
01:09:44: Und das ist schon eine Weile her zum Glück.
01:09:47: Und ist auch nie was passiert.
01:09:49: Aber wie fühlten sich das an, wenn man so bedroht wird?
01:09:54: Ich finde, es geht gar nicht, weil da greift man ja an die Menschenwürde von jemand anderst rein.
01:09:58: Ja, das geht auch nicht und das ist auch heftig und du bist ja auch davor nicht gefeit.
01:10:02: Da bereitet dich ja keiner darauf vor.
01:10:04: Ich meine, wenn du jetzt anfängst auf Social Media visibler zu werden, sagt ja niemand, Achtung, es kommen dann Morddrohungen, sondern du gehst ja immer erst mal von positiven aus, dass du viele Leute inspirierst und so.
01:10:15: Ich bin damit so umgegangen, dass ich mich geöffnet habe, meinen Freund und Freundinnen, dass ich auch gesagt habe, du, mir geht es gerade nicht gut, weil ich habe echt eine böse Nachricht bekommen.
01:10:24: Es gibt diverse Vereine, die sich sehr engagieren.
01:10:27: Zum Beispiel Hate Aid ist eine Organisation, die jeder und jede nutzen kann und sollte, die dann auch entsprechend den rechtlichen Streit für dich mit dir führt, mit der Person, wenn dann der Name natürlich auch irgendwie herauszufinden ist.
01:10:40: Das ist ja nochmal das andere.
01:10:41: Aber entscheiden ist, wie du mental damit umgehst und das Allerwichtigste.
01:10:44: ist, dass du diese Ängste nicht dein Leben bestimmen lässt, weil Angst ist nie ein guter Ratgeber, sondern eben die überlegst, okay, was bringt mir Freude und wie kann ich wieder eine Leichtigkeit zurück in mein Leben bekommen?
01:10:56: Weil unter Angst zu leben, das ist sehr ungesund und die Morddrohungen sind schlimm, keine Frage, aber ... Ich würde es auch immer alles ernst nehmen.
01:11:09: Und ich würde mir auch immer Unterstützung holen, immer zur Polizei gehen.
01:11:12: Aber es darf nicht dein komplettes Leben bestimmen, weil dann machst du dich kaputt.
01:11:17: Wie schaffst du das, die mentale Stärke aufzubauen, dass du sagst, hey, Teddy, Fünfe, Achtzeig, ist mir egal, was du schreibst über mich.
01:11:24: Ich ziehe mein Ding weiter durch, ich bleib stark, ich mach mein Weg, ich weiß, das ist eine gute Sache.
01:11:30: Wie schaffst du das mal losgelöst von externer Hilfe?
01:11:35: Also einmal dieses Ritual Sachen aufschreiben und ich druck auch mal gern Sachen aus und kleb die mir so in meinen Tagebuch, weil ich dann feststelle, okay, ich habe schon viel erreicht und viel gemacht.
01:11:47: Auf der anderen Seite eben immer, weißt du, wer sagt denn, dass du all das, was dir da in den Kopf geworfen wird, dass du das ernst?
01:11:55: für bare Münze nehmen muss.
01:11:56: Also ich denke dann immer, das ist so armselig.
01:11:59: Da sitzt jetzt irgendjemand, hat offensichtlich ein sehr frustriertes Leben und haut mir irgendwas an den Kopf.
01:12:04: Wenn es der Person damit besser geht, okay, go for it, aber das hat ja nichts mit mir zu tun.
01:12:08: Also das ist, ich bin da nur Mittel zum Zweck.
01:12:11: Und das ist total wichtig und entscheidend.
01:12:14: Ja, schöne Botschaft.
01:12:16: Und was ich noch gesehen habe die Tage, du warst auch Schirmfrau für Special Olympics.
01:12:21: Das finde ich immer faszinierend.
01:12:23: Menschen mit Behinderung, die die Sport machen und über ihre Grenzen gehen.
01:12:27: Was hat dir das bedeutet?
01:12:28: Super
01:12:28: viel.
01:12:29: Also das war auch ganz emotional.
01:12:31: Ich war erst hier in Karlsruhe und habe bei der Feier, die hatten so ein Jubiläum, da war ich sozusagen mit am Start und dann bei den Olympics selber.
01:12:41: Und das ist schon Wahnsinn, wenn du siehst, wie die Kinder und Jugendlichen dann strahlen bei dem Sport und ihre Augen aufgehen und sie sich freuen und es schön ist.
01:12:51: Special Olympics ist das Tolle, dass es eben kein regulärer Wettbewerb in dem Sinn ist.
01:12:55: Das ist dann Platz eins, zwei und drei, sondern irgendwie sind alle die Gewinner und Gewinnerinnen.
01:13:00: Und da sieht man eben auch, wie wichtig Gesundheit ist und wie wichtig es ist, auf sich zu achten, weil es kann immer im Leben irgendwas passieren.
01:13:07: Aber selbst wenn, dann gibt es eben Orte, an die du durchwenden kannst.
01:13:11: Und da machen die, finde ich, ein super Job.
01:13:14: Wie bist du dazu gekommen?
01:13:15: Ich wurde auch angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, die Schimmfrau schafft, wie auch immer das heißt, zu übernehmen.
01:13:23: Und da ich immer sehr selektiv bin, bzw.
01:13:25: auch mit meiner Energiehaushalten will und muss, habe ich dann erstmal so freundlich abgelehnt und dann sind sie aber dran geblieben.
01:13:32: Und genau, dann habe ich gesagt, das ist eigentlich eine super Idee.
01:13:35: Ich gebe euch eine Chance.
01:13:36: Wie schön.
01:13:37: Und hast net bereut, oder?
01:13:38: Nein, also wie gesagt, es gibt mir auch wahnsinnig viel und es macht Spaß.
01:13:43: Wenn du dann so kinderaugen, jugendliche Augen siehst, die so Feuer und Flamme sind bei den Sportarten, das ist schon, das ist mehr wert als alles alles andere.
01:13:52: Das glaube ich.
01:13:54: Du hast gerade seinen Kinderaugen blicken.
01:13:56: Was würdest du in der siebenjährigen T-Shirt sagen, wenn du dir noch mal was dir als Kind begegnen könntest?
01:14:03: Was würdest du dir mit auf den Weg geben?
01:14:05: Ich würde sagen, du bist nicht allein, weil ich schon oft das Gefühl hatte, ich bin irgendwie allein.
01:14:11: Also nicht, dass meine Eltern mich jetzt allein gelassen hätten, aber ich hatte oft das Gefühl, so.
01:14:15: da ist niemand, mit dem ich mich austauschen kann oder an den ich mich wenden kann.
01:14:19: Und es war auch ein harter Weg dahin, mich da zu öffnen, auch meinem Umfeld.
01:14:24: Aber heute ist es so, dass ich eben ganz tolles Netzwerk um mich herum habe und weiß, wen ich anrufen kann, zu welchem Zeitpunkt.
01:14:32: Und es sind tolle Menschen, tolle Frauen dabei, die mich eben schon länger jetzt auch begleiten.
01:14:37: Und dieses Wissen, du bist nicht alleine ist, finde ich, die aller... Wichtigste Komponente.
01:14:44: Was machst du gegen diese Einsamkeit oder allein?
01:14:48: Man kann ja auch allein sein und sich nicht einsam fühlen.
01:14:53: Gibt es so Momente, wo du dich einsam fühlst?
01:14:56: Einsam nicht.
01:14:58: Ich bin auch gerne allein, weil ich eben so viel unter Menschen bin und so viel unterwegs bin.
01:15:02: Freu ich mich auch, wenn ich einfach für mich bin und tatsächlich Netflix oder was auch immer schaue, weil ich einfach so Dadurch dann wieder Energie tanke, weil wenn ich, muss ich dir vorstellen, vier, fünf Vorträge in der Woche halte und von A nach B rasen und immer unter Leuten bin.
01:15:20: Irgendwann hast du so einen Menschen overload, dass du dich freust, wenn du einfach gar niemanden mehr siehst.
01:15:24: Ja, das ist schon immer ganz schön.
01:15:27: Ja, ich denke, stellen wir es mega anstrengend vor auch, was du da machst, wenn du sagst, von Vortrag zu Vortrag reißen, da eine Keynote, da eine Keynote.
01:15:35: Und du hast ja immer Menschen, die was von dir wollen, in gewisser Weise, weil du stehst am Rampenlicht, jeder kennt dich, du kennst vielleicht nicht jeden, aber jeder kennt halt dich und du bist ein Fokus und jeder will was von dir.
01:15:47: Ja,
01:15:47: und das hat viel mit Erwartungsmanagement und Erwartungsdruck zu tun, aber aus dem Gutes Ventil, um dann auch wieder abschalten zu können und deswegen auch meine Coach-Abende am Wochenende und deswegen ja auch eben im Privatleben keine Experimente und nicht irgendwie Zeit vergeuden mit zu viel Kram, der mir keinen Spaß macht.
01:16:08: ... weil ich eben im Job so hart gefordert bin ... ... und es mir ja auch da Spaß macht, ... ... aber eben so hart gefordert bin, ... ... dass ich dann kaum Kapazitäten habe, ... ... mich auf irgendetwas anderes einzulassen, ... ... was jetzt nicht eine Leichtigkeit hat.
01:16:23: Wenn du dein Leben nun mal neu erfinden ... ... denken könntest, was würdest du heute anders machen?
01:16:31: Ich bin eigentlich schon echt gut zufrieden.
01:16:33: Ich glaube, was ich anders machen würde, ... ... ist definitiv mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen.
01:16:38: Also ich habe ... schon oft den Job über alles gestellt und aus heutiger Perspektive würde ich immer sagen mehr, mehr Zeit mit der Familie, weil das so schön der Job ist.
01:16:50: Das ist auch alles vergänglich, es kann morgen alles weg sein, dann kennt mich niemand mehr und es interessiert sich vor allem auch niemand für mich.
01:16:57: Aber die Familie bleibt ja, das ist das allerwichtigste.
01:17:00: Ja, ich denke, das ist... fast schon ein schöner Schlusssatz für den Podcast.
01:17:08: Vielleicht noch hast du noch eine Botschaft, die du unseren Hörern, Hörerinnen mit auf den Weg geben magst.
01:17:15: Auf jeden Fall immer an sich selbst zu glauben, egal wie verzweckt der Weg ist.
01:17:22: Und ich sage immer, wer nicht fragt, hat schon einen Nein kassiert.
01:17:27: Also, wenn du nicht fragst.
01:17:29: keine Ahnung, willst du mein Mentor werden, kann ich den Job haben, die Gehaltserhöhung, ist es ja immer ein Nein.
01:17:36: Aber wenn du fragst, kannst du ein Jahr werden.
01:17:39: Und das ist das Schöne.
01:17:40: und daher keine falsche Scheu oder Zurückhaltung, sondern immer heiter weiter.
01:17:46: Immer heiter weiter, das ist doch schön.
01:17:48: Dann habe ich jetzt noch eine allerletzte Frage, außer willst du mein Mentor werden.
01:17:53: Sehr
01:17:53: gut.
01:17:54: Genau.
01:17:55: War das ein Ja?
01:17:58: Ich hoffe, dass ich immer mal ein Sparing sein kann, weil ich weiß jetzt nicht, ob ich eine gute Mentorin bin.
01:18:04: Aber ich glaube schon, dass wenn man irgendwie im Austausch ist und wenn es dann ein paar Dinge gibt, wo man sagt, hey Mensch, kannst du noch mal drauf schauen, dass ich natürlich da schon ein paar Einblicke in den letzten Jahren bekommen habe, die irgendwie ganz interessant sind.
01:18:16: Vielen Dank.
01:18:17: Ich nehme es mal als Ja.
01:18:18: Und ich, genau jetzt noch eine allerallerletzte Frage.
01:18:21: Ich habe gedacht, du sagst es, ich biete dir hunderttausend für zwanzig Prozent.
01:18:25: Das können wir gerne noch mal ausdiskutieren.
01:18:27: Gerne.
01:18:28: Genau, ich wollte dir noch eine allerletzte Frage stellen, wie es bei Lemon Dreams so üblich ist.
01:18:32: Wen würdest du gerne t-shirten hier bei mir?
01:18:35: in Lemon Dreams gerne auf der Couch sehen.
01:18:37: Also
01:18:37: wer wirklich eine spannende Geschichte hat, ist auch eine gute Freundin für mich, die heißt Miriam Moore.
01:18:42: Das ist die Vorständin von Interhyp, ist auch ein großes Unternehmen aus München und darüber hinaus.
01:18:49: Und die Miriam hat eine ganz spannende persönliche Geschichte, auch Schicksalsschläge hinter sich, aber ist vor allem eine wahnsinnig kluge.
01:19:00: Stichwort Mentorin, eine Businessfrau und kommt aus dieser Vorstandswelt und ist da in einer hohen Machtposition seit Jahren unterwegs.
01:19:09: Und wenn jemand Macht, Einfluss, aber auch eine Leichtigkeit versprüht, dann ist sie das.
01:19:15: Ja, vielen Dank für den Impuls.
01:19:17: Und liebe Miriam, beschert sich einen Gladen, wenn du es hörst.
01:19:20: Ja.
01:19:20: Und ich sage dir, liebe Titian.
01:19:22: Alles, alles Gute für die Zukunft.
01:19:24: Schön, was da war.
01:19:25: Das war mir eine Riesen-Ere, eine Riesenfreude, eine Kreuzruhrin.
01:19:29: Ehe, so soll es sein.
01:19:30: Ja.
01:19:31: Und ich wünsche dir später eine tolle Heimreise und alles, alles Gute für den weiteren Weg.
01:19:36: Vielen Dank.
01:19:36: Danke
01:19:37: für die Einladung.
01:19:38: Ja, sehr gerne.
01:19:38: Und ihr da draußen seid gesund.
01:19:40: Ciao, ciao.
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