„Zu alt, zu teuer? Von wegen." - Jürgen Schmitt (#34)
Shownotes
Mit 17 unterschreibt er seinen ersten Vertrag bei der Deutschen Bank, mit 22 steht er als jüngster Börsenhändler auf dem Frankfurter Parkett, mit 24 wechselt er ins Büro, mit 44 wird er „emotionslos gefeuert" – und mit fast 50 ist er das Gesicht der wohl bekanntesten Finanzcommunity Deutschlands: Der Bankbart. Im Gespräch mit Alex nimmt uns Jürgen Schmitt mit auf seine außergewöhnliche Reise: von einem ganz normalen Arbeiterhaushalt mit der Ansage „Du musst auf eigenen Beinen stehen" über das wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium und die Ausbildung an der CBOE in Chicago bis hin zum 11. Juni 2018 – dem Tag, an dem seine Abteilung aufgelöst wurde und er auf dem Fahrrad nach Hause fuhr, um erstmal Rasen zu mähen. Jürgen erzählt offen vom Adrenalin auf dem Parkett zur Zeit des Telekom-Börsengangs (mit Ron Sommer und Theo Waigel in Reichweite), vom besten Jahr seiner Händlerkarriere mitten in der Russlandkrise 1998 („Ich hatte halt den Regenschirm, der gerade gesucht war"), von einem teuren Anfänger-Fehler in Höhe eines Einfamilienhauses – und vom Chef, der nur sagte: „Sieh das als Ausbildungskosten. Das machst du nie wieder." Er spricht über die Joggingrunde im Urlaub, auf der die Idee zur ExpeditionFinance entstand, über seinen viralen Post zu „zu alt, zu teuer" (über 13.000 Likes), über sein Kinderbuch-Projekt „Was ist was – Geld" und über den alten Porsche, der zur rollenden Spendenbox für Finanzbildung wurde. Eine Folge über Mut, Vertrauen, Neuerfindung – und die Erkenntnis, dass Karrieren nicht in der Geraden verlaufen, sondern in genau den Kurven, in denen man eigentlich aussteigen würde.
Über den Gast: Jürgen Schmitt, besser bekannt als „Der Bankbart", ist Corporate Content Creator der Deutschen Bank und einer der bekanntesten Finfluencer Deutschlands. Nach seiner Banklehre 1993 wechselte er ins Frankfurter Börsengeschäft und war 22 Jahre lang als Aktienderivate-Spezialist im Eigenhandel der Deutschen Bank tätig – ausgebildet u.a. an der CBOE in Chicago. Joachim Llambi war einer seiner damaligen Weggefährten auf dem Parkett. 2018 wurde seine Abteilung aufgelöst – und genau dieser Tiefpunkt wurde zum Startpunkt seiner zweiten Karriere: Mit dem Format #ExpeditionFinance baute er für die Deutsche Bank eines der erfolgreichsten Corporate-Content-Projekte der Bankenbranche auf und produzierte bislang rund 250 Filme zu Trends, Technologien und Themen der Finanzwelt. Auf LinkedIn folgen ihm über 30.000 Menschen, er postet seit Jahren 365 Tage im Jahr – immer im Hoodie, immer mit Bart, immer „werbungs- und wertungsfrei". 2024 wurde er als Finfluencer of the Year (AnlagePunk/BusinessPunk) ausgezeichnet. Im Herbst 2026 erscheint sein Kinderbuch „Was ist was – Geld" im Tessloff Verlag – die Tantiemen fließen komplett in Finanzbildungsprojekte zurück.
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In dieser Folge sprechen Alex & Jürgen über:
- Wie das Wirtschaftsgymnasium und ein nerdiger Schüler-Börsenclub den Grundstein für eine Bankerkarriere legten
- Den Sprung mit 22 als jüngster Händler aufs Frankfurter Parkett – mitten in den Telekom-Börsengang -Wie sich die Russlandkrise 1998 anfühlte, wenn man auf der richtigen Seite des Marktes steht -Den Fehler in Höhe eines Einfamilienhauses – und den Chef, der ihn zur Ausbildungsinvestition machte
- Den 11. Juni 2018: Wie es ist, wenn deine Abteilung in zwei Minuten aufgelöst wird
- Die Joggingrunde, auf der die Idee zur ExpeditionFinance entstand
- Warum „Mut & Vertrauen" für ihn die beiden wichtigsten Karrierewährungen sind
- Bart, Hoodie & Co.: Wie aus einem Urlaubsbart eine Personenmarke wurde
- Den viralen „Zu alt, zu teuer"-Post – und warum diese Sätze aus den Köpfen verschwinden müssen
- Sein Kinderbuch „Was ist was – Geld" und die Mission Finanzbildung
- Den alten Porsche mit Spendenaufklebern – und was er noch vorhat
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Transkript anzeigen
00:00:00: Alex Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu meinem Podcast Lemon Dreams. Dein Podcast für Inspiration und Mut. Mein Name ist Alex Schwabe und ich Interview in meinem Podcast Herausragende Persönlichkeiten mit bewegenden Lebensgeschichten. Und ich wünsche euch ganz viel Freude, Spaß beim Hören und genießt einfach die Sendung. Euer Alex.
00:00:22: Jürgen Dann ist das wie in so einem amerikanischen Film bekommst du ein Zimmer rein. Innerhalb von zwei Minuten wird dir die die Reise nicht weiter. Und tschüss. Wir brauchen dich nicht mehr. Und das trifft dich als man ist nicht so gut gelaufen. Die Position. Ich habe das gemacht, das gemacht und dann habe ich das. Und dann guckt er mich an, sagt, er sieht das mal als Ausbildungskosten.
00:00:41: Jürgen Das machst du nie wieder. Und das Geld, das du jetzt verloren hast, das holst du über die nächsten Wochen wieder rein. Ich möchte nie von mir hören, dass ich zu alt für was bin oder dass ich zu teuer für was bin. Das ist eine komplette Fehleinschätzung gegenüber Menschen, egal wie alt sie sind oder was sie schon bisher geleistet haben.
00:00:58: Jürgen Toll ist immer, wenn die Leute auf dem Weg begleiten. Wenn du also Mut und Vertrauen von anderen Leuten bekommst, aber auch selbst besitzt. Und nur so kannst du Neues kreieren. Immer dieses Das haben wir schon immer so gemacht, das gibt es bei mir nicht. Das geht gar nicht. Dann musst du schnell wegrennen.
00:01:14: Alex Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Lemon Dreams. Dein Podcast für Inspiration und Mut. Ich habe heute einen ganz besonderen Gast bei mir. Bei mir sitzt der Bankbart Jürgen Schmidt auf der Couch. Und der liebe Jürgen hat eine ganz besondere Geschichte mitgebracht. Er hat nämlich. Nach 22 Jahren hat er seinen Job als Investmentbanker und Derivate Händler verloren und musste sich innerhalb von zwei Minuten neu erfinden, neu orientieren.
00:01:41: Alex Und wie er das geschafft hat, Richtung Corporate Content Creator und FindFluencer sich zu entwickeln. Diese Geschichte erzählt er mir heute ganz exklusiv bei Lemon Dreams. Und dann sprechen wir natürlich über sein neuestes Werk. Er ist nämlich auch Buchautor von dem Kinderbuch Was ist was zum Thema Geld und Medien Preisträger in seiner Kategorie. Und ich freue mich jetzt auf die Zeit mit Jürgen und wünsche euch ganz viel Spaß bei dieser Folge.
00:02:09: Alex Ich herzlich willkommen zu einer neuen Folge Lemon Dreams Dein Podcast für Inspirationen Mut. Heute habe ich eine ganz besondere Gast bei mir. Heute sitzt Virgen Schmidt bei mir auf der Couch bzw auf dem Sessel. Lieber Jürgen, schön, dass da bist. Ich freue mich jetzt auf die gemeinsame Zeit mit dir. Und ja, wenn jemand weiß, wie man aus Zitronenlimonade macht, dann denke ich Du.
00:02:30: Jürgen Das hoffe ich auch. Ich habe es ja nicht freiwillig gemacht. Hast du schon. Dank, dass ich da sein darf. Ja, Zitronenlimonade zu machen. Da musst du echt auch erst mal Bock drauf haben. Und wenn du sie machen musst? Wirst du sehen. Ist gar nicht so einfach.
00:02:44: Alex Ja, vielleicht erst mal zu deiner Person. Du hast deinen Bart mitgebracht. Das ist auch so! Das ist schon so ein bisschen dein Markenzeichen. Der mit dem Bart. Dich kennt jeder. Auch mit dem Hoodie. Ursprünglich komme ich ja mal aus der Investmentszene. Investmentbanker. Ich denke, da gehen wir später noch mal en Detail drauf ein. Bis Medien Preisträger 2024 und bist aktuell Corporate Content Creator und Corporate Influencer für die Deutsche Bank.
00:03:10: Jürgen Ja. Kannst du es so stehen lassen? Den Corporate Influencer nehme ich ja nicht so gerne hin, weil wir haben ja kein offizielles Programm. Ich bin einfach da und rede über Finanzthemen.
00:03:20: Alex Ja, genau, das ist ein zentrales Thema. Finanzthemen. Da kommt schau her von der Ausbildung her. Aber jetzt, bevor man da einsteigen, das Fachliche oder in die Finanzwelt, was wird schon? Du sage was bist du für ein Typ hinterm Bart?
00:03:33: Jürgen Ach du, ich bin auch ein Typ wie jeder andere, mit dem du ganz normal irgendwo abends weggehen kannst, auch mal ein Bier trinken kannst und ganz normal austauschst. Hab halt ein Faible, so ein, so ein bisschen in die Finanzindustrie auch rein. Das war, glaube ich, schon ganz, ganz früh geprägt. Ich bin. Ich hatte das Glück, auf einem wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium sein zu dürfen.
00:03:52: Jürgen Also das, was ich heute mir so wünsche für viel mehr Leute. Dass dieses Schulfach Lebenskunde, die erklärt, wo es im Leben später hingeht. Ich hatte das Glück, das früh lernen zu dürfen. Und ich glaube, ich war ein bisschen neidig als als Jugendlicher, da hatte ich auch noch keinen Bart gehabt. Das war eher so ein bisschen Außenseiter. Wir waren die Typen, die die Telebörse geguckt haben, die das Handelsblatt gelesen haben, den bösen Anzeiger oder sonst Gottes Willen, was machen die denn da?
00:04:19: Jürgen Und wir haben am Börsenspiel teilgenommen und wir waren einfach begeistert. Alles, was so Wirtschaft sich draußen bewegt hat, das wollten wir wissen. Heute wird es sein, Das ist ein Streber gewesen, das hat ja was gebracht.
00:04:30: Alex Und wünscht sich auch selber so bezeichnen.
00:04:32: Jürgen Nee, nee, nee, nee, nee. Also immer interessiert an gewissen Dingen. Und wenn ich was mache, dann gehe ich sehr gerne auch ins Detail und tiefer rein. Ich möchte dann wirklich wissen, um was geht es? Und boah, nach kann dir als Beispiel auch irgendwann ja mal auf den Computer gespart und die Entwicklung Computern war ja rasant. Und dann habe ich irgendwann das Geld zurecht gehabt für einen C64.
00:04:55: Jürgen Es ist dann ein Amiga geworden und dann habe ich mir Basic selbst beigebracht und ich wollte wissen, wie das funktioniert. Und ich kann dir heute noch Basic programmieren bringt halt nichts mehr in der Welt kann Chatgpt in zehn Sekunden.
00:05:07: Alex Ja ja, heute die KI, die macht's möglich. Woher denkst du kam da Interesse für Finanzen? Bis heute geblieben.
00:05:14: Jürgen Das kommt durch die Schule. Ich habe wirklich gute Lehrerinnen gehabt, die einfach das Interesse geweckt haben. Und dann habe ich mich tiefer mit den Themen befasst. Dann sind wir irgendwann mal an die Börse gefahren. Ich hätte dir damals nicht sagen können, dass es später mal an der Börse arbeiten will. Aber ich fand das Leben dort einfach interessant. Das war so quirlig, da war eine Menge los und ich habe mich mit den Themen tiefer befasst.
00:05:36: Jürgen Und dann kam zu dem. Ich komme aus einem super normalen Haushalt, ich komme aus einem Arbeiterhaushalt, mein Papa ist Schreiner, Da kannst du dir vorstellen, das wird ein sehr überschaubares Einkommen gewesen sein. Wir haben nicht über Geld zu Hause geredet, war auch wahrscheinlich nicht so viel da. Und meine Mama ist Hausfrau und meine Eltern haben mir sehr, sehr früh gesagt Du musst auf eigenen Beinen stehen können.
00:05:57: Jürgen Du musst für dein Leben verantwortlich sein. Wenn du später weggehen willst und gibst Geld aus, musst du auch gucken, wo die Kohle herkommt. Und dann habe ich mich auf die Hinterbeine gestellt und durfte aufs Gymnasium gehen. Das war nicht selbstverständlich. Zu der damaligen Zeit, hat ausreichende Noten und meine Eltern haben gesagt Jürgen, das musst du von alleine schaffen.
00:06:16: Jürgen Der Druck war hoch und dann haben Sprachen Spaß gemacht. Alex Und Sprachen waren besser als Zahlen von einfacher irgendwie. Und dann habe ich mit Englisch und Französisch Nachhilfe echt viel Geld verdient und konnte mir halt schöne Sachen leisten draußen. Also so war dieser Einstieg gewesen und die zahlen weltweit immer faszinierend. Dann kannst du auch investieren.
00:06:36: Alex Überragend. Ich denke da mal was gemeinsam. Ich habe auf Französisch und Französisch LK habt und super und Englisch habe ich dann die zwölfte abgewählt und später im Studium. Ich habe auch Dual studiert, kommen auch aus der Bankbranche. Habe ich dann auf Spanisch noch erweitert. Hat auch sehr viel Spaß gemacht.
00:06:54: Jürgen Das ist schön, weil du konntest auch super Geld damit verdienen. Ich verstehe es nicht. Du hast immer so Schwächen. Entweder bist du so Mathe schwach, dann konntest du Mathe Nachhilfe geben. Fand ich aber nicht so spannend. Bei Sprachen konntest du viel besser mit Rumbasteln und dann diese IFsetzer oder Grammatik generell. Ich musste fürs Abitur null lernen. Französisch Abitur geschrieben.
00:07:16: Jürgen Das war ein langer Fahren von null Stunden. Ich habe gar nichts gemacht und hatte trotzdem die beste Grammatik Arbeit im Gymnasium in dem ich war. Also geht doch.
00:07:25: Alex Wahnsinn und da ab. Insgesamt was kauen.
00:07:27: Jürgen War nicht so gut, aber.
00:07:31: Jürgen Ich würde heute sagen gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Französisch und Wirtschaft hatte ich hier zehn Punkte im Leistungskurs, das weiß ich noch. Bio waren Wahnsinns Lernaufwand hatte ich auch zehn Punkte und viele lachen drüber. Mein viertes Fach, das ist jetzt das habe ich noch nie in einem Podcast erzAhlt. Ist katholische Religionslehrer gewesen, weil ich habe da musst du nicht viel machen, du bist gläubig, das wird schon gut gehen.
00:07:54: Jürgen Und das war eine Katastrophe in der Prüfung. Sieben Punkte gehabt. Ja, also mit viel Goodwill und gut im doppelten Sinn. Das ist hat das Ding geklappt? Ich habe 2006 gehabt.
00:08:08: Alex Ja, ja, es wird so langsam unheimlich wirken, weil mein Pferd das Prüfungsfach war auch Religion und habe auch verkackt. Ja.
00:08:18: Jürgen Das war. Es war kein großer Lernaufwand. Ich hatte einen sehr schönen. Also ich hab einen sehr guten Lehrer gehabt, der war einfach, der hat verstanden, dass wir das Fach bestehen wollen. Und wie willst du das prüfen, ob du gläubig bist oder nicht? Und Jahre später war das so Als ich in der Bank war, hatte ich auf einmal einen Praktikanten neben mir sitzen, und das war der Sohn des Lehrers.
00:08:38: Jürgen Das hat dein Vater mal einen schönen Gruß und er konnte sich an mich erinnern. Ja.
00:08:42: Alex Bitte schön. Tolle Geschichte.
00:08:44: Jürgen Ja, die. Die habe ich auch noch nie erzählt.
00:08:46: Alex Ja, wunderbar. Du hast gerade auch über der Elternhaus so ein bisschen geredet. Es gibt da so einen Satz im Elternhaus, den man immer so mitbekommt. Über Geld spricht man das. Hartmann Wie? Wie wird schon du über so einen Satz denke?
00:08:59: Jürgen Ich denke heute anders. Damals war das so Du hast mit dem Geld zurechtkommen müssen, das eben zu Hause war. Und ich würde sagen, es war begrenzt, weil das hast du ja gespürt. Du konntest ja nicht so oft den Urlaub fahren. Du hast ein sehr normales Auto gehabt. Wir haben in einem Haus gewohnt, und mein Papa hat goldene Hände.
00:09:16: Jürgen Der war immer sehr fleißig. Der wusste, Du musst eben großen Einsatz bringen, damit du das Leben bewältigen kannst. Ich habe sehr früh gelernt, dass es nicht immer alles neu gibt. Also es gab auch Weihnachten, da sind die Wünsche nicht erfüllt worden. Was heute vielleicht bei meinen Kindern anders ist, wo ich auch denke, wäre vielleicht auch mal ganz gut, einen Wunsch nicht zu erfüllen, damit du diesen Wert hintendran noch mal kennenlernst.
00:09:41: Jürgen Wir sind auch auf dem Kleiderbasar gegangen. Ich habe auch gebrauchte Kleidung früher getragen, aber das war auf dem Dorf auch nicht so schlimm, weil da. Da muss ich sagen, weil die Recyclingkette, wie wir sie heute haben, wie wir es uns heute wünschen, schon im Gang gewesen, weil einfach Du wächst aus den Klamotten raus und zwei Jahre später musst du eine Jacke nicht wegwerfen.
00:09:59: Jürgen Die kannst du wirklich noch mal weitergeben auf dem Dorf. Jetzt ein bisschen komisch, weil du weißt, wer die Jacke vorher hatte.
00:10:07: Alex Vor allem, wenn man dich dann wieder sieht und sagt Hey, guck mal, da hat man Jacke an!
00:10:11: Jürgen Ja, wie gesagt, auf dem Dorf ist das nicht so schlimm gewesen. Das war kein Zeichen für Armut nach außen, sondern das war schon akzeptiert in der Gesellschaft, was ich mir heute viel mehr wünsche. Also du hattest ja damals keine Verkaufsplattform, dass du jetzt online irgendwas einstellst und dann schicken dir die Leute die Jacke zu. In der Größe früher bisschen Kleider, Wasser, einfach reingegangen und wir haben die kauft und verkauft.
00:10:32: Jürgen Und ich glaube, ich habe sogar meinen Kommunionanzug damals gebraucht auf dem Markt bekommen und der ist ein Jahr später auch wieder weiterverkauft worden. Also keine Ahnung. Die sehen ja eh alle gleich aus. Insofern war das schon so gelebt, das Recycling.
00:10:48: Alex Ja. Und wie sieht es heute aus?
00:10:52: Jürgen Heute kaufe ich meine Sachen neu. Das ist komisch. Wenn du so aufgewachsen bist, dass du gebrauchte Sachen hast, kriegst du eine Aversion. Also ich merke das bei mir. Das ist total falsch. Ich gehe in gewisse Kleidungsmärkte heute nicht mehr rein, weil ich damals rein musste. Und ja, ich gönne mir auch mal gerne eine Marke. Ich weiß, denn wer hinten dran.
00:11:12: Jürgen Manchmal bin ich aber auch zu geizig. Das da muss so sein, dass es mir nicht schwer. Und das ist vielleicht genau die gesunde Einstellung. Ich muss nicht jeden Modetrend mitmachen, aber ich gönne mir gerne mal was. Und kannst mir heute Gott sei Dank auch leisten und gönne es auch meinen Kindern.
00:11:26: Alex Ja, Thema Mode Wir als Banker sind sehr gewohnt gewesen, Anzüge zu tragen. Wie stehe ich heute zum Thema Anzug?
00:11:33: Jürgen Na ja, die Leute, die mich draußen sehen, wissen Der hat nicht nur langen Bart, der kommt auch immer im Hoodie an und der Hoodie ist so ein. Das ist manchmal auch ein Problem, weil ich bin natürlich mit Erkennungszeichen blauen Hoodie, Rosa Hoodie unterwegs. Und wenn wir in den Laub fahren, macht meine Familie eine Kofferkontrolle, dass ich nicht zu viele Merchant da ist, Artikel dabei auf Deutsche Bank draufsteht.
00:11:54: Jürgen Und ab und zu möchte ich natürlich auch Bilder machen im Urlaub. Dann hast du diesen rosa Hoodie an, da wird schon streng darauf geachtet, dass ich die Sachen bitte nicht so oft anziehe. Problem ist, mittlerweile hatte ich auch draußen meistens irgendwo erkannt. Es ist schon auch LinkedIn. Es Wahnsinn, wie viele Leute dich irgendwo im Urlaub noch erkennen. Brauchst du heute gar nicht.
00:12:14: Jürgen Der Bart reicht.
00:12:16: Alex Ja, Du hast ja weit über 30.000 Follower auf LinkedIn. Das ist ja schon ein Brett. Ja und wie geht es deiner Familie? Gerade schon gesagt, die sind manchmal nicht so begeistert. Ist ja auch was Privates. Dann wie fühlt sich da die Familie damit, dass du überall erkannt wirst?
00:12:33: Jürgen Das ist schon eine gute Frage, weil das ist nicht einfach für die Außenstehenden. Also ich wollte ja nicht in die Öffentlichkeit gehen. Ich bin ja im vorherigen Leben Börsenhändler gewesen und war sehr, sehr lange im Büro, habe sechs Bildschirme gehabt, habe hinter den Dingern geklebt, habe gehandelt, habe Geld verdient. Das war eine tolle Zeit. Das hat ja auch Spaß gemacht.
00:12:53: Jürgen Und dann kommst du mit dem Wandel, der ja unfreiwillig war, in eine neue Rolle rein. Und das war klar Du wirst medial präsenter warten. Du wirst einen Link, den Account eröffnen und ich habe das aber positiv gesehen, weil ich wusste, ich kann damit was bewegen. Allerdings hast du natürlich auch Privatleben und dieses Privatleben musst du raushalten. Es gibt Dinge, die poste ich einfach nicht.
00:13:15: Jürgen Meine Kinder, meine Frau, die kommen darin nicht vor, weil sie es auch nicht wollen. Ist aber ein Problem, wenn du irgendwo in der Öffentlichkeit unterwegs bist, gerade im Urlaub und dann kommt mal jemand an, die meinen das ja nicht böse, die Leute bist doch der Typ von LinkedIn und schwupps sind wir im Gespräch. Ich bin ja jetzt auch nicht eine Berühmtheit da draußen, sondern ich bin einfach jemand, der Everyday postet.
00:13:35: Jürgen Und dann unterhalten sich die Leute ganz normal und gerne mit dir. Ich glaube, das Wort LinkedIn kann meine Familie manchmal nicht mehr hören. Das geht auf den Geist.
00:13:43: Alex Das glaube ich. Schöne Grüße gehen raus an der Stelle. Ansonsten vielleicht fangen wir mal an mit auf die Karriere zu schauen. Kann dich noch an der 31 893 erinnern?
00:13:55: Jürgen An den kann ich mich sehr gut erinnern, weil das war mein letzter Tag, bevor ich in die Banklehre bin Und der 1. 09. 93 war auch nicht viel anders, weil dadurch Urlaub. Und die ersten zehn Tage musste ich den Urlaub nehmen, der mir noch in diesem Jahr zugestanden hat, um dann direkt den ersten Tag in die Berufsschule einzusteigen und dann nonstop bis Jahresende bis zum 31. zwölfte also da war schon Bank Feiertag, aber der 30. zwölfte müsste der letzte Arbeitstag des Jahres gewesen sein.
00:14:24: Jürgen Wir haben direkt durch geblockt in der Lehre sauber.
00:14:28: Alex Und dann? Wie ging es nach der Lehre weiter? Du bist ja Investmentbanker, war schon die Börse, hast Derivate gehandelt und Aktien hauptsächlich, oder kann ich da mal ein paar Einblicke geben?
00:14:38: Jürgen Na ja, also in der Schule fing es an, dieses Interesse für Wirtschaft und dann war naheliegend. Meine Eltern sagten immer Mach mal was Solides, mach mal eine Lehre, dann hast du was in der Hand. Und dann habe ich mich entschieden Bewirbst dich mal bei allen möglichen Banken und mein Arbeitgeber, die Deutsche Bank, weil die ersten, die zum Gespräch eingeladen haben und die hatten so gesehen auch die pralle Auswahl damals noch.
00:15:01: Jürgen Wir sind dorthin gekommen und dann fingen erst alle anderen Gespräche an Sparkasse HypoVereinsbank. Ich war ja bei mehreren. Habe ich mich beworben, gebe ich ja auch offen zu. Die Deutsche Bank war aber die ersten, die eingeladen hatten, und die waren auch die ersten, die mir die Zusage gegeben haben. Und ich gehe ja nicht irgendwohin, um zu sagen, das mache ich dann auch nicht.
00:15:18: Jürgen Ich wollte da natürlich hin, das war die Premiumadresse für mich. Und als der dann zwei Tage später anrief und sagte Sie waren ja bei uns, würden Sie den Job nehmen. Das ist natürlich neben den Job, Deswegen war ich doch da Freunde. Und ich musste mit meinen Eltern damals noch hinfahren, weil ich noch 17 war und habe unterschrieben, ein Jahr später bis Abitur gemacht, bin dann in die Lehre rein und ich fand die Lehre nicht so prickelnd.
00:15:40: Jürgen Also die war gut, dass man tolle Leute Nur die Filiale war nicht meine Welt, in der ich mich dauerhaft gesehen habe. Und dann musst du dich verändern. Und ich habe allen Mut genommen, bin mit dem Zug nach Frankfurt gefahren, hat dort ein Ausbildungszentrum und habe die Zeit so abgekürzt, dass ich noch ein Bewerbungsgespräch geführt habe. Und das war nicht nur eins, das hat mir niemand gesagt, Das waren vier Bewerbungsgespräche.
00:16:04: Jürgen Und dann bin ich an diesem Abend aus diesen Gesprächen raus. Und dann sagte die Frau Schmidt, die hieß genau so wie ich. Ein toller Opener damals. Sie können jetzt aussuchen, welche Stelle Sie haben wollen. Und dann habe ich gemeint Das glaube ich jetzt nicht. Das hat die doch. Sie haben allen Ihren Gefallen. Sagen Sie, wo Sie anfangen wollen.
00:16:22: Jürgen Sie sind ja eh schon im Haus. Und dann habe ich vor Abschluss meiner Lehre in Frankfurt angefangen. Kurze Rede. Ein Jahr später hat mich jemand von der Börse entdeckt und sagte Du kannst bei uns im Börsenhandel anfangen. Auch wieder Deutsche Bank mit 22 der jüngste Börsenhändler auf dem Parkett in Frankfurt habe das bis 24 gemacht. Dann bin ich ins Büro gewechselt, bis ich 44 war.
00:16:44: Jürgen Also ich habe 22 Jahre an der Börse gearbeitet, bin als Aktienderivate Spezialist ausgebildet worden, also eine ganz normale Händlerprüfung. IG denn die Prüfung an der uhr Ex, also der Termin Börse und bin in Chicago noch ausgebildet worden als der Spezialist war eine geile Zeit damals.
00:17:02: Alex Ja, das glaube ich mich aber selber dual studiert, Aufwachrichtung Bank und auf dem Parkett zu stehen ist mir leider verwehrt geblieben. Jürgen, erzähl doch mal, wie fühlt sich das an, wenn da unten steht? Und ich, ich kenne es ja nur aus dem Fernsehen wieder alle kaufen, verkaufen, alle sind ein bisschen hektisch und beschreibe einfach mal das Gefühl und durchaus einige Haye und Lowlights mitbekomme Jahr 2000 Lehman Brothers.
00:17:27: Alex Verschiedene Krisen kann da vielleicht ein paar Einblicke geben.
00:17:31: Jürgen Also ich war ja an der Börse selbst nur von 96 bis 98, da war ja damals noch der richtige Trubel unten auf dem Parkett. Also wenn du früher so die alten Fernsehbilder siehst, dieses Gewusel dort unten, alle schreien, das ist natürlich 98 auch gewichen für den automatisierten Handel. Da kann dann circa ein neues Handelssystem und dann sind die Leute auch mehr im Büro geblieben.
00:17:52: Jürgen 96 erinnern sich vielleicht daran Ist die Deutsche Telekom an die Börse gegangen? Das war die große Emission. Die Volksaktie kommt jetzt und das war mein erster Monat an der Börse. Das Parkett war proppenvoll. Ich kann mich heute noch erinnern Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ron Sommer, der stand ein paar Meter weiter, und Theo Waigel war Finanzminister. Das sind Sachen, die vergisst du nicht.
00:18:15: Jürgen Also bei der einen Million Frage auch habe ich vielleicht Glück und die kommt dran, wenn ich da sitzt. Ja, aber weil ich weiß das 96 der Waigel Finanzminister war und das war ja für mich, ich war 22, war das ein Erlebnis, auf der Börse, auf dem Parkett zu stehen und dann siehst du diese Leute in Reichweite, die du sonst nur im Fernsehen, in der Presse gesehen hast.
00:18:36: Jürgen Ich habe relativ schnell ein eigenes Buch bekommen, weil die Leute gemerkt haben, der ist ganz pfiffig dort unten im Umgang mit Optionsscheine. Ich habe also klassische alte Optionsscheine gekauft, Aktien verkauft und habe eine Abitrage gemacht, also alles, was zu günstig war, angekauft war. Und wenn es wieder auf Geld gegeben hat, habe ich es wieder verkauft und diese Positionen gedreht.
00:18:57: Jürgen Das war interessant, weil das so ein Crash Protection Buch war, habe ich entdeckt, wenn die Märkte runtergehen, was da abgesichert, hat es immer schöne Gelder gegeben. Wer jetzt? Da könnte man einen eigenen Podcast drüber aufnehmen. Jedenfalls gab es 97 und 98 diverse Crashs, wo es immer mal runter gegangen ist. Das hat sich super gerechnet. 98 war mein bestes Jahr an der Börse, weil da ging der Plan halt auf.
00:19:21: Jürgen Ist so viel passiert, da war Long Term Capital Management, da war eine Russlandkrise mit drin. Das waren, das hat die Märkte enorm beeinflusst. Dann ist es so schnell nach unten gegangen wie so ein Gewitter. Dann ist halt mal wochenlang war halt mal Regenwetter angesagt und ich hatte halt den Regenschirm, der halt gesucht war zu der Zeit beim Verkauf.
00:19:41: Jürgen Die Regenschirme ist auch geil, weil du kriegst dann richtig Geld dafür. Und dann habe ich das im Büro mit ganz anderen Sachen noch ausgebaut, mit einer Index Arbitrage, mit Delta eins Produkten, mit Dividenden, Derivaten, alles was so im Derivaten Bereich gelegen hat und das über so viele Jahre zu machen. Du nimmst Krisen mit und du wirst resistenter. Also dieses Handeln überlegt handeln.
00:20:08: Jürgen Du denkst dreimal drüber nach, Was könnte es bedeuten, aber du kannst ihm Ernstfall sehr schnell eine Entscheidung aus dem Bauch treffen und da muss der Kopf nicht immer richtig sein, der du sagst das ist jetzt irrational, was ich mache, aber es fühlt sich gut an und es gibt nicht immer auf. Und das ist eine Erfahrung im Leben, die wir brauchen.
00:20:26: Jürgen Also wenn ich von vornherein jede Handlung, die ich machen würde, wüsste, dass es eventuell zu nichts führt oder zu einem Problem führt, dann dürfte ich sie ja nicht machen. Aber ich muss es trotzdem ausprobieren, um zu erkennen, wo ist denn genau meine Grenze, Ab wo wird es tricky? Also wo kann ich noch dazu geladen? Und das habe ich mir immer so adaptiert von der Börse, bis es halt privat mal irgendwo.
00:20:49: Jürgen Ja.
00:20:50: Alex Du warst ja auch ziemlich jung und hast ja vielleicht die Erfahrung noch nicht gehabt hast das Feeling von Anfang an lag dir das im Blut. Wie wird denn das beschreiben?
00:20:59: Jürgen Ja, das ist ja. Viele denken immer an der Börse. Das wäre so ein Zocken, ein großes Risiko. Das ist es gar nicht, wenn du ein richtig gutes Programm betreibst. Ich habe ja Absicherung sprojekte betrieben und dann hast du kurzfristig natürlich ein bisschen Risiko auf dem Buch. Klar, du hast kurz Bewegungen, aber ich habe immer Absicherungs Geschäfte gemacht und diese Strategien, die mussten berechnet werden.
00:21:19: Jürgen Da war ich ja wieder in meinem Element. Ich will immer wissen, wie es funktioniert. Da habe ich mir die Mechanismen angeschaut. Dann habe ich mir Bücher ausgeliehen, die mir Optionstheorien erklärt haben. Und dann muss man auch sagen, habe ich ganz tolle Ausbilderinnen gehabt. Also mein Chef, mit dem ich 22 Jahre gearbeitet habe, der hat sich halt auch immer mit mir hingesetzt und er sagt, wenn es nicht verstanden hat, dann rechnen wir das jetzt noch mal zusammen durch.
00:21:43: Jürgen Wir waren am Ende so weit, dass wir uns gegenseitig geschaltet haben. Er war halt einfach more experience. Der war einfach. Das war ein Brain, der Typ. Ja, und dann konnte ich mich hinsetzen und konnte sagen ich habe den Schritt jetzt nicht verstanden, lass uns das noch mal durchgehen. Und ab und zu war es aber auch so, dass diese Schritte, die ich nicht verstanden habe, eine andere Logik dann drin waren.
00:22:04: Jürgen Er sagte Hast ja recht, da müssen wir noch mal tiefer drüber nachdenken. Also da haben wir uns dann schon gegenseitig auch antreiben können. Ich war froh, dass ich so geniale Menschen in der Ausbildung hatte, weil die haben nie gesagt Ich erkläre es dir nicht schon mal, das musst du jetzt wissen. Die waren immer am Wohl des Handelsbuch, an der Bank, auch an unserem Wohl interessiert.
00:22:22: Jürgen Das sind das echte Chefs gewesen.
00:22:24: Alex Es war ja letztendlich auch das Handelsbuch von der Bank. Richtig? Für die Bank letztendlich gehandelt. Gab es dann auch mal Fälle, wo du gesagt hast, jetzt muss ich aussteigen oder ich habe einen riesen Verlust gemacht oder ein Riesen Quinn Da freut man sich ja genauso, wenn man verliert, wenn man. Quint Wir sind ja bei Lemon Dreams, also da geht es sehr hoch und runter.
00:22:45: Alex Wir wissen mit dem Druck umgegangen.
00:22:47: Jürgen Du bekommst Aufgaben und dann denkst du, das schaffe ich Ja. Und dann warst du vielleicht nicht ganz so gut informiert und hast irgendwas aufgebaut, eine Position. Und das ist mir am Anfang natürlich auch so passiert. Und ich habe sehr, sehr schnell gelernt, was passiert, wenn es schiefgeht. Und dann Ich war in Trouble. Sagen wir mal so, es gibt so eine alte Börsen Weisheit in Trouble Double und dann habe ich die Position erstmal verdoppelt, weil das wird ja schon irgendwie laufen und dann ist eben doppelt so groß war, ist das Ding weiter gegen mich gelaufen und ich wusste, das gibt am nächsten Tag Ärger und dann gehst du beichten und das geht nicht anders.
00:23:22: Jürgen Und dann hatte ich ja, die reißen jetzt den Kopf runter und dann ist genau das passiert im Leben, was ich gar nicht erwartet habe. Ich bin zu meinem Chef hingegangen und habe gesagt Ja, Peter ist nicht so gut gelaufen. Die Position ich habe das gemacht, das gemacht und dann habe ich das. Und dann guckt er mich an, sagt, er sieht das mal als Ausbildungskosten.
00:23:41: Jürgen Ja, das machst du nie wieder. Und das Geld, das du jetzt verloren hast, das holst du über die nächsten Wochen wieder rein. Und da gab es nie wieder ein Wort zu dieser Situation. Der hat verstanden, dass ich verstanden habe, dass ich den Fehler, der sagt Du hast unheimlich Treue gelernt, aber du hast jetzt verstanden, wie die Sache funktioniert da draußen.
00:24:00: Jürgen Und das hat mir. Da war ich 23, glaube ich, als ich diese Fehlposition hatte. Und um das mal zu verstehen, das hat damals, das war eine Höhe von einem Einfamilienhaus, also in dem Zeiten, aber auch 30 Jahre her, da waren die immer noch nicht so teuer wie heute. Aber trotzdem, da war ein Haus weg, das einfach so weg.
00:24:21: Jürgen Und ich hatte ja diesen Ansporn, das holst du wieder rein. Und glaub mir, zwei Wochen später war das Geld wieder da. Also ich habe dann in den Optionsscheinen noch mal extra Gas gegeben und wusste, jetzt musst du abliefern und habe alles mitgenommen, was ging. Ja.
00:24:35: Alex Was war so dein geil?
00:24:36: Jürgen Stadtrat Ach, da gab es einige super Trades. Wurde auch gedacht hast Wahnsinn, dass du programmierst teilweise durch denkst Dinge über Monate. Was könnte es sein, wenn. Und wir hatten einmal eine richtig gute Analyse gehabt und ich darf die Zahl nicht nennen, aber sie war sehr hoch gewesen, weil wir es einfach richtig analysiert hatten, das Szenario exakt vorausgesehen haben, was passieren könnte.
00:24:59: Jürgen Es ist ja immer eine Unwahrscheinlichkeit mit drin. Wir waren einfach super vorbereitet. Also Börse hat nicht nur mit Instinkt zu tun, sondern auch das richtige Timing zu besitzen. Und dann haben Leute uns auch danach gefragt Wie habt ihr das gemacht? Und dann sage ich Das kannst du nicht copy paste machen. Das war eine Analyse, wo wir gesehen haben, der Markt könnte so und so reagieren, wenn das passiert.
00:25:21: Jürgen Und genau zu dem Moment waren wir drin gewesen und das hat halt genau gepasst. Du konntest das im Nachgang super begründen, dass das Risiko überhaupt nicht hoch war, aber diese Situation kam halt auch nie wieder. Das war ein einmaliger Effekt.
00:25:35: Alex Würde ich gern noch mal zurück aufs Parkett.
00:25:37: Jürgen Wenn du mich so hörst, bestimmt schon. Also ich müsste ja wieder jede Prüfung ablegen, weil Base ist jetzt bei mir auch schon ein paar Jahre wieder her. Sicherlich. Also wenn es zu einer Reaktivierung käme und die sagen wir doch, machen jetzt wieder den Handel auf. Wir brauchen Leute, die sich mit auskennen. Also Gruß an die Deutsche Börse, Ihr wisst, wo ihr mich findet.
00:25:59: Alex Er hat das schon mal Ein schöner Gruß. Was vermissen am meisten am Börsenhandel?
00:26:05: Jürgen Das war jeder Tag anders. Es ist heute ja immer noch so, aber der Handelsal ist so eine, ist eine spezielle Mixtur. Das sind spezielle Leute da drin, Das ist fast unbeschreiblich. Du kommst jeden Tag rein und du hast fachlich total tolle Gespräche drin. Dann hast du aber auch mal einen Leerlauf. Den musste auch zu handhaben wissen. Du gehst mit einem mit einem Druck enorm anders um, weil du musst ja Geld verdienen am Ende, wenn nach einem Jahr kein Geld drin ist.
00:26:33: Jürgen In einem zweiten Jahr wirst du dann schon in Frage gestellt. Ist denn dieses Geschäftsmodell überhaupt noch gängig? Also da auch die Nerven bewahren. Es heißt ja immer wie die Nerven verliert, verliert und das ist auch so, das bringt nichts, wenn ich jetzt aufbrausend bin. Ich kann aber sehr impulsiv sein und auch das gehört ab und zu dazu, dass so hier haben es auch mal angeschrien das ist, das ist aber normal und drei Minuten später haben wir wieder Buddies.
00:26:59: Alex Gehört dazu, denke ich.
00:27:00: Jürgen Haben uns abends mal raus.
00:27:02: Alex Absolut. Jürgen Apropos Parkett Du hast ja auch bekannte Weggefährten gehabt. Der eine ist ein Parkett geblieben. Ich glaube, mir weiß schon, wen ich meine.
00:27:11: Jürgen Es sind einige an der Börse gewesen. Wenn du den Leuten das draußen so erzählst. Also der Karl Flaum war ja vor mir an der Börse, der kannte mich nicht mehr. Ich glaube, ich bin ein oder zwei Jahre nach Kiel gekommen, und der war so ein sehr prominenter Vorgänger. Der ist, glaube ich, dann auch direkt zum Fernsehen gewechselt. Ich müsste jetzt lügen.
00:27:30: Jürgen Ich weiß es nicht genau, ob er nicht sogar Kandidat bei Herzblatt war, was er ja später auch moderiert hat. Also der war relativ schnell in der Filmindustrie und wen ich heute ab und zu noch auf Veranstaltungen treffe, ist der Joachim Llambi. Der war als stellvertretender amtlicher Makler an der Börse unterwegs. Also an der Stelle schön groß. Joachim Ja, und wenn den sehen heute meine Kinder Familie, die gucken natürlich auch Let's Dance.
00:27:54: Jürgen Und dann habe ich mal an der Börse gehandelt. Ja, das ist schon eine tolle Sache und es ist ein super feiner Kerl.
00:28:01: Alex Sensationell. Liebe Grüße gehen raus. Ja, ansonsten Börsenzeit ging ja dann irgendwann mal zu Ende. Zumindest Parkett. Dann ging es mehr so ins Backoffice Eurex das vorhin angesprochen. Aber lass uns mal zu dem Punkt kommen, was Tiefpunkt für dich war. Das war 11:06 2018. Ja.
00:28:22: Jürgen Also ich bin ja immer an der Börse, immer im Front Office gewesen. Das muss man dazu war immer Akzent arrivate Spezialist Front mit einem eigenen Buch auch. Und am 11. Juni 2018 ist diese Situation eingetreten, dass es in der Bank Veränderungen gab. Und dann hast du Transformationsprozesse, die in jedem Unternehmen normal sind. Komisch wird es nur, wenn du das nicht weißt.
00:28:44: Jürgen Du kommst du zu deiner Arbeit hingefahren. Du hast so eine Ahnung, da könnte heute was passieren, weil es sind einige Stühle leer geblieben in den vergangenen Tagen. Und ja, dann wurde meine Abteilung wurde aufgelöst und wir waren ja nur noch zu zweit. Also im Endeffekt bin ich freigesetzt worden und dann ist das wie in so einem amerikanischen Film bekommst du ein Zimmer rein.
00:29:05: Jürgen Innerhalb von zwei Minuten wird der. Klärt die die Reise nicht weiter. Und tschüss. Wir brauchen dich nicht mehr und das trifft dich. Man habe ich mich auf mein Fahrrad gesetzt. Ich bin zu der Zeit viel Fahrrad gefahren, bin heim gefahren, habe erst mal Rasen gemäht, dann ist meine Frau heimgekommen. Irgendwie so gegen elf, 11:30. Dann sagte Was machst du hier?
00:29:23: Jürgen Das ist Rasen. Und das sage ich Ja, das sehe ich auch. Und dann musste ich halt Abbitte leisten sein. Du, die haben mich heute gekickt. Es wird in den Handelsraum wartesch nicht mehr reingehen. Aber deutsche Arbeitsvertrag? Ich bin ja nicht gekündigt, sondern ich bin in einer Umorientierung sphase. Und diese Umorientierung sphase, die musst du mit deinem Arbeitgeber auch besprechen.
00:29:44: Jürgen Es ist natürlich schwierig, wenn du 22 Jahre Börse gehandelt hast. Das willst du danach machen? Ja, und ich habe da erst mal so gar keine Ahnung gehabt, in welche Richtung ich jetzt gehen will. Und dann habe ich erst mal zwei Wochen Pause eingelegt, in der Bank gesagt Herr zu Leute, ich weiß jetzt nicht, was er von mir wollt, ich musste selbst für mich erst mal sortieren.
00:30:07: Jürgen Das trifft mich gerade ein bisschen und ich muss das überlegen. Und dann fahre ich in den Urlaub und im Urlaub ist mir eine Idee gekommen. Und an dieser Idee habe ich dann weitergearbeitet und gab dann auch die große Veränderung. Also die Bank hatte Mut und Vertrauen, mir mal zuzuhören bei meiner neuen Idee und dann haben wir es umgesetzt.
00:30:28: Alex Das hat mich neugierig gemacht. Was war denn so die neue Idee und wie bist du auf die gekommen?
00:30:33: Jürgen Ich bin joggen gewesen. Ich muss den Kopf frei kriegen im Urlaub. Und dann. Ich kann dir heute noch sagen, ich bin so eine Strecke gejoggt und das ist so ein Haus mit mit bunten Blumenladen, Blumenrabatten vor dem Haus. Und da kam mir das erste Mal der Gedanke. Du musst dich jetzt neu orientieren, Wie geht es denn überhaupt weiter und wie geht es überhaupt mit der Bank weiter?
00:30:52: Jürgen Und dann bin ich da weitergelaufen. Mein Hund bin wieder an dem Haus vorbeigekommen, hat es wieder geklingelt und das ist komisch, wenn du über deine Zukunft nachdenkst, Wie ist denn gerade die Gegenwart? Und was ist überhaupt in der Vergangenheit in der Finanzindustrie passiert? Wollen? Wenn ich diese Fragen habe, dann müssen doch ganz viele andere Leute diese Fragen auch haben.
00:31:11: Jürgen Wieso reden wir mal nicht darüber? Und wir reden hier über 2018, einem Jahr, das unheimlich schwierig war, wo die Leute draußen auch diesen Glauben an die Finanzindustrie verloren hatten, Da gab es keine positiven Neuigkeiten. Also egal, wenn du Presse aufgeschlagen hast oder Fernsehen, da gab es immer irgendwas, was nicht gut war, Da gab es keine einzige gute Neuigkeit.
00:31:33: Jürgen Also haben die Leute auch irgendwie so ein bisschen Abstand genommen zu dem, wo sie nichts Gutes hören. Dann sagst du Was will ich denn da? Ja, aber das ist doch so wichtig, dass du verstehst, wie Finance funktioniert. Und das war mein Ansatzpunkt. Lasst uns wieder nach außen erklären, was es den Leuten überhaupt bringt, was wir für die Leute da draußen machen.
00:31:53: Jürgen Und lass uns in die Zukunft schauen, damit wir überhaupt sehen können Wo geht die Reise hin und was benötigen die Leute da draußen?
00:32:01: Alex Das ist heute, das heißt heute. Wir haben vorhin gesagt, Du bist Content Creator, Corporate Influencer und Entdecker. Ja, das heißt, du bist in der Welt unterwegs und berichtest quasi in Form von Kurzvideos oder Beiträgen über Finanzthemen. Mal so grob von außen betrachtet. Hat einen geilen Part dabei. Ja, das heißt auffällig, wie vielleicht noch mal so die Idee mit dem Bad entstanden.
00:32:25: Jürgen Der Part war ja schon da, also den Bart seit 2011 oder zwölf und dann ist er einfach mal länger gewachsen, als man war. Dann hatte ich keine Lust, mich zu rasieren und dann war auf einmal der Bart da. Dann ist er immer länger geworden. Dann haben wir den mal ein bisschen eckiger geschnitten und ich fand die Länge einfach cool, wenn es immer länger wurde.
00:32:42: Jürgen Und meine Mutter fand das gar nicht gut am Anfang. Die hat das dann gesehen und sagte Jürgen arbeitet bei der Bank, das geht gar nicht. Und das sage ich warte mal ab, das geht schon. Heute sehen wir, es geht auch mit dem Bart und es ist ja eine eigene Marke daraus geworden. Aber das ist ja, das hat sich über die Jahre erst entwickelt.
00:32:59: Jürgen Letzten Endes. Die Idee war ja, wir reden über die Finanzthemen und dann bist du natürlich bei einer international tätigen Bank unterwegs, also kannst dir doch auch die Sachen da draußen anschauen. Ich kann doch in die Diskussionen gehen. Und gerade wenn du im Ausland schaust, was entwickelt sich da gerade in asiatischen Regionen, in der amerikanischen Region, Das ist doch super.
00:33:22: Jürgen Das sind eventuell Trends, die zu uns rüber schwappen, die ja vielleicht in Europa, in Deutschland auch was verändern könnten. Und diese Impulse einfach mal einzusammeln und auf Social Media, wenn du einfach wertungs und werbungsfrei agiert, werden die Leute mit dir über diese Themen diskutieren. Kann dir mal ein Beispiel geben, wenn du nach Asien kommst. Und wir waren ja ein paar Mal in Asien gewesen, die sind unheimlich fortschrittlich, was so ein Datenmanagement und und Apps angeht.
00:33:54: Jürgen Aber wie sicher sind die Daten dort überhaupt? Und dann hatten wir auch mit einigen Leuten gesprochen, die sein. Wir sind in der Technologie wahnsinnig voran, aber Datenschutz könnte ein bisschen größer geschrieben werden und da ist immer die Frage möchte ich, dass meine Daten bekannt sind, zum Beispiel bei Behörden. Also wenn ich jetzt eine zentrale App habe, geblendet, Die haben eine zentrale App für alles Mögliche.
00:34:17: Jürgen Die sehen auch in deiner Krankenakte, welche Medikamente du verschrieben bekommst und da würde ich mich teilweise unwohl fühlen, weil ja alles über mich sowieso eine Art gläserner Mensch bekannt ist. Also wenn jetzt ein Krankenhaus schon vorab deine Krankenakte einlesen kann, weiß ich nicht, wer die sonst auch noch mit einlässt. Da hört es dann. Da muss man dann gucken, wo hört Weiterentwicklung auf, wo ist auch eine natürliche Grenze gesetzt.
00:34:45: Jürgen Ich bin froh, dass es den Datenschutz in der jetzigen Form auch gibt, weil der hat ja einen guten Grundgedanken hinten dran, dass nicht alles nach außen wandert.
00:34:53: Alex Was hast du auf deiner Entdeckungsreise entdeckt? In anderen Ländern, wo du gesagt hast war geil, Wenn man das in Deutschland auch hätte, wäre man einen Schritt weiter.
00:35:03: Jürgen Das sind ja ganz viele Ideen, die könntest du sogar implementieren. Also ich habe vor kurzem jetzt mit jemandem darüber gesprochen, die hatten eine super tolle Idee, die haben CO2 reduzieren wollen und die haben das gemacht, indem sie mit Unternehmen drüber reden, die Produkte herstellen. Zum Beispiel stellt jemand Fußbälle her und der Fußball, der hat fünf Kilogramm CO2 verursacht und dann werden bei einem Verkauf des Fußballs fünf Kilogramm CO2 gebunden in ein Zertifikat und die erhöhen das meistens dann zehn Kilo draus, damit es einen Impact hat.
00:35:34: Jürgen Und das waren Australien, Da kannst du dir die Zeit, die Karte kaufen, die werden weggeschlossen und dann sind die weg. Die kann niemand mehr benutzen, egal wo der Preis hin wandert für diese Zeit ikate, die sind weg. Und dann habe ich zu dem ja, zu dem, der das Unternehmen gegründet hat. Da habe ich auch gefragt. Sag mal, was passiert denn, wenn jetzt im Oktober oder November niemand mehr Zertifikate hat und die Fluggesellschaft müsste jetzt noch mal fliegen?
00:36:00: Jürgen Das hat er ja. Dann bleibt das Flugzeug am Boden. Ja, und dann sag ich Was bewirkst du damit? Sagt er, damit wir alle an den Tisch kommen und dieses Thema noch mal diskutieren. Und das hat mich tief beeindruckt, dass solche Ideen entstehen. Also dass du so eine Skalierbarkeit auch hinbekommst, um Gutes zu bewirken. Das ist jetzt nur eines von vielen Dingen, die wir uns angeschaut haben.
00:36:20: Jürgen Wir sind. Wir haben 250 Filme da draußen gedreht und wir wollen immer ein Wir wollen was beleuchten, wo wir sagen das ist doch eine gute Idee, oder Was denkt ihr denn über diese Idee? Wäre das was für euch? Was muss noch passieren? Was können sie sich noch verändern?
00:36:36: Alex Und was ist denn dann dein ganz persönliches Ziel damit?
00:36:39: Jürgen Jürgen Na gut, ich habe ja das große Glück, dass ich das machen darf. Ich sehe es immer als eine gesellschaftliche Verantwortung, dass wir über diese Themen reden. Für mich ist das ja fast so ein Stück Wirtschaftsbildung, das über die Schule hinausgeht. Ich erkläre ja nicht lapidar, was eine Aktie, was die Börse, was eine Dividende ist, sondern wir wollen ja Wirtschafts Zusammenhänge verstehen, dass die Menschen sich mit unseren Clips befassen und sagen Wow, so funktioniert Wirtschaft da draußen.
00:37:07: Jürgen Wir denken schon ein Stück weiter. Am Ende landet es darauf, dass es Finanzwissen und Finanzbildung weitergeben darf und ja, das auch manchmal runter breche. Zum Beispiel ist auch ein Buch darüber schreiben darf.
00:37:20: Alex Schön, was für ein Buch schreibst grad.
00:37:22: Jürgen Ich schreibe ein Kinderbuch. Das hätte ich jetzt auch nicht für möglich gehalten. Aber ich habe ja früher was ist was gerne gelesen vom Tesla Verlag hast du bestimmt auch gelesen als Kind. Das hatten wir alle im Regal. Und hattest du Geld damals?
00:37:36: Alex Ich hatte Naturstein in Mineralien.
00:37:39: Jürgen Ich hatte Dinosaurier, Mond und und so Sachen. Ja, aber Geld hatte ich nicht und das gab es damals schon. Und das musst du ja alle paar Jahre mal neu auflegen, weil da tut sich so viel. Und dann hat der Verlag bei mir sich gemeldet und sagt Hättest du nicht Lust, wollen wir da nicht was machen? Und dann siehst du, dass du diese übergeordneten Wirtschaftsthemen.
00:37:58: Jürgen Wenn du die sehr einfach ins nackable Video erklärst, ist es ja wie so eine Art Sendung mit der Maus, nur dass die Maus einen langen Bart hat und dann haben die gesagt, dann kann er auch Kinderbücher schreiben und ich habe mich dran getraut. Ich habe mich eine Woche eingeschlossen im Fichtelgebirge mit meinem Fahrrad morgens geschrieben, mittags Fahrrad gefahren, früh ins Bett gegangen und morgens wieder geschrieben.
00:38:21: Alex Ist schon raus das Buch oder kommt das erst noch?
00:38:23: Jürgen Das Buch kommt im Herbst 26, also ein und 20. September. Je nachdem. Wann war das jetzt? Ja, ausstrahlen ist es vielleicht schon draußen oder rückwirkend Kann aber schon bestellt werden. Bei allen großen gängigen Plattformen und achte ich immer darauf lokaler Buchhandel den Garne unterstützen. Und ich hoffe, dass dieses Buch auch von Unternehmen gekauft wird, die Finanzbildung in ihrer Belegschaft weitergeben wollen.
00:38:49: Jürgen Wenn wir einen Schritt weiterdenken, wo muss da ansetzen? Mit Finanzbildung bei jungen Menschen? Idealerweise deine eigene Belegschaft, die hat Kinder. Gib doch mal ein Buch an die weiter. Spenden, Buch schenken Buch. Ich verdiene im Übrigen nichts damit. Ich gebe meine Tantiemen wieder weiter in Finanzprodukte. Nicht, dass jemand sagt, ich würde jetzt hier die Hand aufhalten.
00:39:11: Alex Und dein Buch heißt wie.
00:39:12: Jürgen Was ist, was geht?
00:39:14: Alex Aber was ist was.
00:39:14: Jürgen Das ist das ist was?
00:39:15: Alex Geld? Okay.
00:39:17: Jürgen Serie natürlich.
00:39:19: Alex Sensationell. Das war mir nicht bewusst, dass du. Was ist? Was Buch ist. Was ist denn das hier? Sensationell. Überragend.
00:39:27: Jürgen Ja. Ich möchte damit in jedem Kinderzimmer stehen. Nicht, weil mein Name oben drauf steht, sondern wegen dem Thema. Und glaubt mir, dass es das eine Möglichkeit, dass wir Finanzwissen weiter nach außen tragen. Und du siehst, dass ich das mit einer Passion lebe, dass das, was an der Börse 22 Jahre gehandelt wurde, jetzt durch meinen Content Creator und Corporate Influencer Job auf einmal in die Breite getragen werden kann.
00:39:50: Jürgen Ich kann genau diesen Impact mitbringen und genau da wollte ich immerhin sensationell.
00:39:56: Alex Und ich denke dann Impact bringe ich auch mit. Ich habe einen Post von dir gesehen, der hat weit über 13.000 Likes und über 1000 Kommentare. Da ging es um zu alt, zu teuer. Und im Bild von dir? Kannst du das erklären? Also das ist nicht zu alt aus und auch nicht zu teuer. Kannst du das erklären, was die Resonanz da ausgemacht hat?
00:40:18: Jürgen Ja, ich habe das rein gepostet. Ich war ja 44, als ich auf der Neuorientierung waren. Habe schon gemerkt, dass es sehr schwierig, weil du hast ja eine gewisse Karriere aufgebaut und jetzt gehst du in einen komplett anderen Bereich noch mal rüber. Ich meine, ich bin ja vom Person Handel in eine Art Kommunikation Marketing reingerutscht. Also ich sitze im Marketing heute, die haben mir einfach die Chance gegeben und ich möchte nie von mir hören, dass ich zu alt für was bin oder dass ich zu teuer für was bin.
00:40:45: Jürgen Das ist eine komplette Fehleinschätzung gegenüber Menschen, egal wie alt sie sind oder was sie schon bisher geleistet haben. Und ich glaube, das hat ganz viele Leute auch getriggert, so wie ich denke, dass sie das auch sagen. Es wird leider wahrscheinlich oft anders sein in der Realität. Es wird wahrscheinlich nicht drüber gesprochen. Dann heißt es doch zu teuer oder es vielleicht doch zu alt.
00:41:04: Jürgen Das wird dir gegenüber ja nicht erwähnt und ich möchte das aus den Köpfen rausbringen, weil ich habe das gezeigt. Du kannst MissingSkills immer ergänzen, wenn du genug Motivation hast. Diese intrinsische Motivation, die ich mitbringe. Ich will ja weiter lernen im Leben. Ich möchte mich verbessern. Ich will wissen, wie es geht. Da sind wir wieder am Anfang des Podcasts.
00:41:24: Jürgen Wissen wollen, wie das funktioniert. Und dann habe ich mich in die Materie rein gekämpft und gut ist.
00:41:30: Alex Überragend. Und jetzt noch zu deinem Porsche.
00:41:34: Jürgen Der muss irgendwo, der muss ja Thema werden, klar. Ja, ich habe so einen alten Porsche, den habe ich mir mal als Winterauto, als Händler gekauft, der hat keine 3.000 € gekostet. Also bitte kein Neid da draußen und der fährt halt immer noch. Nach zwei Jahren habe ich den zur Seite gestellt und ich wollte den einfach nicht weggeben. Ich fand den einfach cool.
00:41:54: Jürgen So einen alten neuen. 24 Jahre alt und jetzt ist er so ein bisschen in die Jahre gekommen. Der Lack war nicht mehr so gut und dann hatten wir so eine Spendenaktion gemacht mit Finance und Friends und dann haben wir so einen Sockenkalender hergestellt und er hat Leute, ihr könnt Aufkleber auf das Auto machen, wenn ihr pro Quadratzentimeter Geld dafür gebt.
00:42:11: Jürgen Und dann haben ganz viele Leute Geld gespendet, das wir wieder an das Bündnis Ökonomische Bildung gespendet haben und was Gutes erreicht haben. Ich hätte jetzt sagen können, ich mache die Aufkleber nach ein paar Monaten wieder ab. Ich hab den ersten abgezogen, also ein bisschen Lack mit abgegangen. Ich dachte, das ist keine gute Idee und jetzt sind noch mehr Aufkleber drauf gekommen.
00:42:30: Jürgen Also irgendwann wird das Auto komplett lackiert werden müssen, aber das Auto hat noch ein paar Spenden einzusammeln. Das hat mal was vor.
00:42:37: Alex Sehr schön. Und du fährst auch damit noch.
00:42:40: Jürgen Ich bin heute sogar damit hier. Kannst du nachher sehen.
00:42:43: Alex Ja, absolut. Voll gerne. Voll gerne. Das werden wir. Eine riesen Ehre.
00:42:47: Jürgen Machen wir noch ein Post dazu?
00:42:48: Alex Ja, auf jeden Fall. Muss sein. Ja, absolut. Genau. Dann sind wir schon ziemlich am Ende von der Sendung. Ich sage immer gerne. Am Ende schenkt dir das Leben Zitrone. Dann macht der Dank der Bank. Darf ich mich doch noch mal? Ganz gut. Dann macht der Jürgen.
00:43:07: Jürgen Ich bin. Ich bin dankbar. So gesehen, dass die Zitronen da gelegen haben. Das Rezept war nicht einfach. Aber du musst dann, glaube ich, dann einfach dein eigenes Rezept entwickelt und das hat geklappt. Toll ist immer, wenn die Leute auf dem Weg begleiten. Wenn du also Mut und Vertrauen von anderen Leuten bekommst, aber auch selbst besitzt. Und nur so kannst du Neues kreieren.
00:43:28: Jürgen Immer dieses Das haben wir schon immer so gemacht, das gibt es bei mir nicht. Das geht gar nicht. Dann musst du schnell wegrennen. Leute, die mutig sind, einfach mal mitnehmen. Und die haben meistens auch Bock. Und jetzt ist es ja gut gelaufen bei mir, ja. Können wir noch mehr bewegen? Also ich möchte diesen Impact noch weiter ausweiten und vertiefen, weil ich sehe, wir bewegen.
00:43:51: Jürgen Ja, was damit. Und da steht nicht der Name Jürgen Schmidt, sondern das Thema Finanzbildung.
00:43:56: Alex Wunderbar. Ich glaube, das ist eine schön schöne Abrunden Botschaft. Abschlussfrage Lieber Jürgen, wen wird schon du denn gern bei mir im Podcast Lemon Dreams gerne hören? Außer Kai Pflaume und Joachim Llambi.
00:44:10: Jürgen Also ich finde Joachim Llambi kannst du ruhig mal einladen. Ja, ja doch. Laut den Joachim Allen. Das ist eine gute Idee.
00:44:15: Alex Ja, voll gerne, lieber Joachim, wenn das jetzt hörst, eingeladen zu mir in die Sendung zu kommen und zu Lemon Dreams. Lieber Jürgen, es war mir eine riesen Ehre. Eine Riesenfreude. Schön, dass du da warst. Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Wir gehen jetzt raus zum Porsche. Ich wünsche dir weiterhin alles.
00:44:31: Alles Gute. Und ihr da draußen bleibt gesund. Vielen lieben Dank fürs.
00:44:38: Leben, Dreams.
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