Der Traum hatte einen Preis: Was der Profifußball dich wirklich kostet - Mario Eggimann (#38)
Shownotes
⚠️ Hinweis: In dieser Folge sprechen wir auch offen über das Thema Suizid. Wenn dich das belastet oder triggert, findest du am Ende dieser Shownotes die Kontakte zu professionellen Hilfsangeboten. Die entsprechende Passage ist in den Kapitelmarken gekennzeichnet und kann übersprungen werden.
Mit 5 Jahren auf einem Bolzplatz über einer alten Mülldeponie, mit 17 im Profidebüt gegen Basel – mit gebrochenem Mittelfuß und Schmerzmitteln. Mit 26 als Kapitän die Meisterschale in die Höhe gereckt und den KSC in die Bundesliga geführt. Von außen die Bilderbuchkarriere. Von innen: ein Junge, der schon mit sechs auf dem Platz keine Luft mehr bekam und ein Leben lang mit dem Druck rang. Im Gespräch mit Alex nimmt uns Mario Eggimann mit auf seine ganze Reise: vom behüteten Aufwachsen in einem 2.000-Seelen-Dorf bei Aarau über den Verzicht, den der Profitraum fordert, bis zum Zusammenbruch am Kopierer während seiner Ausbildung. Er erzählt vom schweren Wechsel weg vom geliebten KSC, von der Hüftverletzung, die anderthalb Jahre niemand fand, und von der legendären „Apfelsaft-Kur" in Davos, die ihn körperlich wie mental resettete. Und er spricht offen über die wohl schwerste Zeit seiner Karriere: den Verlust seines Hannover-Mannschaftskollegen Robert Enke – und was dieser Schicksalsschlag mit ihm und der Mannschaft machte. Eine Folge über den Preis des Profisports, über mentale Gesundheit, Selbstreflexion und Traumatherapie – über den Mut, am Peak zu gehen – und über Marios Botschaft, die heute mehr denn je zählt: „Seid nett miteinander." Plus: WM 2010, fünf Minuten gegen Spanien, ein getauschtes Trikot mit Carles Puyol – und warum der KSC für ihn bis heute Heimat ist. Über den Gast: Mario Eggimann (*24. Januar 1981 in Brugg) ist Schweizer Fußballfunktionär und ehemaliger Nationalspieler. Der Innenverteidiger begann beim FC Küttigen – wo sein Vater Trainer war – und wechselte über den FC Aarau 2002 zum Karlsruher SC. In sechs Jahren absolvierte er 176 Ligaspiele für den KSC und führte den Verein 2007 als Kapitän in die Bundesliga. Es folgten Stationen bei Hannover 96 (u.a. unter Dieter Hecking und Mirko Slomka) und dem 1. FC Union Berlin. Für die Schweizer Nationalmannschaft bestritt er zehn Länderspiele und stand bei der WM 2010 in Südafrika beim historischen 1:0 gegen den späteren Weltmeister Spanien auf dem Platz. 2015 beendete Mario seine aktive Karriere. Danach ließ er sich zum Spielerberater ausbilden, absolvierte ein Sportmanagement-Studium an der Universität St. Gallen und gründete mit Sports Transfer International und spielermacher.com eigene Unternehmen, mit denen er über 100 junge Spieler begleitet hat. Seit April 2025 ist er Geschäftsführer Sport beim Karlsruher SC. Mario lebt mit Frau und zwei Kindern bei Sindelfingen. Folge Mario auf: Instagram\ LinkedIn\ spielermacher.com\ In dieser Folge sprechen Alex & Mario über:
Den Bolzplatz über der Mülldeponie – und wie alles begann Verzicht als Preis des Profifußballs Den Zusammenbruch am Kopierer & den Stress von klein auf Die Frage an seinen Sohn: „Liebst du es wirklich, oder glaubst du nur, es zu lieben?" Den schweren Abschied vom KSC – Dortmund (Klopp) oder Hannover? Die Hüftverletzung und das EM-2008-Aus Die legendäre Apfelsaft-Kur in Davos Den Verlust von Robert Enke WM 2010, fünf Minuten gegen Spanien & Puyols Trikot Ottmar Hitzfeld und was Weltklasse-Trainer ausmacht Den Weg zurück zum KSC als Geschäftsführer Sport Seine Botschaft: „Seid nett miteinander"
🆘 Hilfsangebote bei seelischen Krisen, Depression und Suizidgedanken:
Telefonseelsorge Deutschland: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) Krisenchat: krisenchat.de\ (kostenloser Chat-Support, vor allem für Menschen unter 25) Nummer gegen Kummer (für Kinder & Jugendliche): 116 111 Info-Telefon Depression (Deutsche Depressionshilfe): 0800 33 44 5 33
Wenn du oder jemand in deinem Umfeld in einer akuten Krise ist, wende dich bitte umgehend an den Notruf 112 oder die nächstgelegene psychiatrische Klinik.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu meinem Podcast Lemon Dreams.
00:00:04: Dein Podcast für Inspiration und Mut!
00:00:06: Mein Name ist Alex Schwabe und ich interview in meinen Podcast herausragende Persönlichkeiten mit bewegenden Lebensgeschichten Und ich wünsche euch ganz viel Freude.
00:00:16: Spaß beim hören und genießt einfach die Sendung.
00:00:19: Euer Alex
00:00:23: Du wirst schon richtig gesagt verzicht das eigentlich der Stichworter Ab einem gewissen Level wenn du merkst Du hast vielleicht die Chance, das zu schaffen irgendwann oder du bist noch mit dem Rennen.
00:00:39: Dann spürst du sehr schnell – du musst spielen!
00:00:44: Ich habe Tage überlegt was ich machen soll, mit meinem Umfeld mich besprochen und musste dann irgendwann diese Entscheidung treffen und habe gesagt, ich glaube es ist gut für mich jetzt zu gehen.
00:00:57: Ich glaube du bist am Peak angekommen was du mit dem Verein reichen kannst und dann ist der Moment auch da, um zu gehen.
00:01:06: Und dann habe ich erstmal drei vier Flaschen Apfelsaft hingestellt oder gesagt trinken.
00:01:13: Ich sage, was wäre das jetzt?
00:01:15: Hätte gesagt trinken!
00:01:16: Da habe ich da drei Flaschen abversaft, so diese eineinhalb Liter Flasche habe ich leer getrunken.
00:01:21: Dann gesagt sie die Sportklamotten an, Laufschuhe wir gehen los.
00:01:26: und dann bin ich mit dem vier fünf Stunden lang den Berg hochgejockt und gelaufen gejockte also ich war wegs und fertig danach.
00:01:37: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Lemon Dream Stein Podcast für Inspiration und Mut.
00:01:43: Heute habe ich eine ganz besondere Folge mit einem ganz besonderen Gast.
00:01:47: heute ist Mario Eggiman bei mir auf der Couch KSC Geschäftsführer Sport und ehemaliger KSC Aufstiegsheld damals als Kapitän von der zweiten die erste Liga geführt Unter anderem auch Schweizer Nationalspieler.
00:02:01: Und mit Mario spreche ich über seine aktive Profi-Karriere und über seine Zeit danach, und er verrät mir auch noch seinen ganz besonderen Moment in der Schweizer Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Jahr.
00:02:14: zwei Tausendzehn beim Spiel gegen Spanien.
00:02:17: Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß beim Hören!
00:02:20: Ganz viel Freude und bleibt gesund!
00:02:23: In der heutigen Folge sprechen wir auch unter anderem über das ernste Thema Suizid.
00:02:29: Und falls euch das Thema belastet oder trickert, haben wir in den Show Notes entsprechende Notfallhilfe-Nummern hinterlegt an die ihr euch gerne wenden könnt und wir haben auch die entsprechenden Passagen gekennzeichnet so dass ihr diese entsprechend skippen könnt.
00:02:48: Dann sage ich herzlich willkommen zu einer neuen Folge Lemon Dreams, dein Podcast für Inspiration und Mut.
00:02:53: Ich habe heute einen ganz besonderen Gast bei mir auf der Couch.
00:02:55: Ich freue mich riesig!
00:02:56: Lieber Mario, schön dass du da bist.
00:02:58: Vielen Dank, Alex.
00:02:59: Freu mich auch sehr hier bei dir zu sein.
00:03:01: Ja, sensationell!
00:03:02: Also ich hab heute Mario Eggemann bei mir, Schweizer Nationalspieler, ex KSC-Profi, Aufstiegskapitän bei Hannover-Sexen-Ninzig und Jürgen Berlin ja... Heute Geschäftsführersport beim Karlsruher Sportclub.
00:03:14: Mario, ich freue mich auf die Zeit mit dir.
00:03:16: Wird bestimmt grandios!
00:03:18: Freu wie auch sehr!
00:03:19: Ja
00:03:19: super!
00:03:19: Wer hat's erfunden?
00:03:21: Die Schweizer!
00:03:23: Wer
00:03:23: sonst?!
00:03:25: Ja, du kommst ja aus der schönen Schweiz.
00:03:27: Erzähl mal wie bist du dort aufgewachsen in der Schweiz?
00:03:33: Ganz bodenständig und wenn du Kind bist ... Du kennst das eigentlich anders!
00:03:39: Ich bin sehr behütet aufgewachsen.
00:03:43: Meine Eltern haben mich sehr unterstützt, haben auch mein Bruder sehr unterstützend früher ganz normale Arbeiterfamilie.
00:03:57: Kleines Dorf, zwei Tausend Einwohner in der Nähe von Aarau.
00:04:01: Das nennt man schon eine Stadt in der Schweiz mit fünfundzwanzigtausend einwohnern also sehr beschaulich aber wohl behütet.
00:04:09: aufgewachsener
00:04:11: ist sehr schön.
00:04:11: und wie waren so?
00:04:13: dein Weg zum Fußball?
00:04:17: Ja bei uns im Dorf werden kleinen Dorfverein.
00:04:20: FC Küttingen heißt der.
00:04:25: Mein Vater war Trainer, da war Jugendtrainer dort.
00:04:27: Mein Bruder war Torwart, er ist vier Jahre älter wie ich und weil die ständig auf dem Fußballplatz waren bin ich natürlich automatisch mit dabei gewesen habe dann auch angefangen bei den ganz kleinen und irgendwie war ich dann außergewöhnlich talentiert hatte Ich glaube, in einer Saison mal hundert Tore geschossen.
00:04:47: Erinnern Sie sich heute noch daran – das ist ganz interessant!
00:04:51: Vor einigen Wochen hatte ich einen Treffen mit meinem damaligen Trainer bei den Ganz-Ganz-Kleinen, die feiern nächstes Jahr fünfzig Jahre FC Küttingen.
00:05:01: und dann durfte ich da auch ein Videodreh mitmachen.
00:05:06: Den habe ich seit.
00:05:07: Ich habe den jungen Trainer nicht gesehen, aber ich habe ihn wieder getroffen.
00:05:12: Das war ein ganz besonderer Moment, sehr emotional muss ich sagen.
00:05:16: Genau so bin ich zum Fußball gekommen mit Kinderschuhen damit aufgewachsen.
00:05:23: Ich habe auch ein Artikel gesehen, du hast noch so eine Connections zu deinem Heimatverein.
00:05:29: Hast du auch da den Sportplatz mit eingeweiht?
00:05:31: Der Ritzer werkt
00:05:32: nicht
00:05:33: der Ritzer!
00:05:35: Fun fact das war ne alte Mülldeponie und da wurde dann Fußballplatz drüber gebaut.
00:05:41: und im Winter früher hatten wir noch mehr Schnee gerade in der Schweiz wenn man richtig schnee Dann hast Du gesehen dass überall Flächen waren wo kein Schnee lag weil die Gase aufgestiegen sind.
00:05:55: Und ja, mittlerweile haben sie das glaube ich entsorgt alles wieder oder nochmal aufgeräubt aber das war immer ganz witzig.
00:06:02: Wie geil!
00:06:02: Das heißt man kann sagen du hast Fußball in der Mülldeponie und viele klärte geil.
00:06:07: Ganz an
00:06:08: der Basis?
00:06:09: Ja so muss sein.
00:06:10: Ich habe auch mal im Klärwerk gearbeitet also ich weiß von was du sprichst ja Also von da Basics sind wichtig.
00:06:15: Die Gerüche haben wir beide mit gekriegt.
00:06:17: Das hat aus dem gemacht, was wir heute sehen.
00:06:22: Genau aber Mario ja und wie ging es dann weiter?
00:06:27: Ja also wieder so ist wenn man da auffällt in jungen Jahren dann kommt immer der nächste größere Verein weil die dann aus der Region die besten Spiele einsammeln.
00:06:37: das war bei mir dann der FC Aarau.
00:06:39: ich bin dann glaubt mit sie macht Jahn bin ich schon zum FC AARAU dann gewechselt.
00:06:46: Das war sogar noch F-Jugend, also die ganz Kleinen.
00:06:53: Da ging es dann gerade so weiter.
00:06:55: Ich habe schon sehr viele Tore geschossen und war immer noch Stürmer damals.
00:07:01: Und das ist so ganz interessant.
00:07:05: Je älter man wird, dann kommt man irgendwann E-Jugen oder D-Juger.
00:07:10: Dann gleicht sich das irgendwann an.
00:07:12: Die anderen werden auch besser, es kommen neuen Spieler von außen und dann bist du irgendwann nicht mehr der allerbeste.
00:07:20: Und dann gehst du immer in eine Position weiter zurück.
00:07:22: oder war bei mir auch so.
00:07:24: Da war irgendwann im Mittelfeld und am Ende bin ich in der Abwehr gelandert.
00:07:29: Genau!
00:07:30: Ich habe die ganze Breite durchgemacht in der Jugend.
00:07:38: Ich muss sagen, der Fzada war damals sehr außergewöhnlich was die Jugendausbildung betrifft in der Schweiz.
00:07:47: Wir hatten dann in einem Jahrgang – ich glaube das waren die Zehjugend.
00:07:51: Das wäre heute mehr als U-Fünfzehn oder Sechzehn waren wir die beste Mannschaften der Schweiz sind danach Schweizer Meister geworden und da war ich schon nicht mehr immer in der Startelf Bindern.
00:08:05: aber, wir haben so Auswahl.
00:08:07: Also wie jetzt hier in Baden-Württemberg oder die badische Auswahl hatten wir dann die Aargauer Auswahl und da bin ich dann reingekommen war dann auch Kapitän von der Aargauauswahl U-IV und XV Und das ist so der Vorreiter von einer Nationalmannschaft, von der Jugendnationalmannschaft.
00:08:25: also die besten Spieler von diesen regionalen Auswahlen kommen dann.
00:08:29: Die werden dann eingesammelt, hundert Spieler.
00:08:32: Da war irgendwo in Freiburg, das ist in der Nähe von Bern.
00:08:35: Es war ein Tag, wo sich alle zeigen können und es ist die Selektion für die Nationalmannschaft, die U-Fünfzehn-Nationalmannschaft.
00:08:44: Ich bin da einfach eingeladen worden oder hingefahren und eigentlich ohne Aussichten auf Erfolge.
00:08:50: erst mal.
00:08:52: Nach zwei Tagen habe ich plötzlich Bescheid bekommen, dass ich in die U-Fünfzehn Nationalmannschaft eingeladen werde.
00:08:58: Ich habe dann in den zwei Tagen einfach überzeugt und so war eigentlich im Spiel drin.
00:09:05: Das war der Startpunkt für mich.
00:09:08: Im Verein haben sich alle gewundert wie ich da reingekommen bin.
00:09:11: Mein ehemaliger Trainer damals, dessen Sohn war auch dabei.
00:09:15: Da hätte sich natürlich gewünscht das sein Sohn da reinkommt.
00:09:17: von daher war er nicht so gut drauf aber... Das war für mich der Startpunkt, hat mich dann durchgesetzt.
00:09:23: War Stammspieler in der U-Fünfzehn Nationalmannschaft und auch U-sechzehn – U-Sebzehn war bei uns in der B-Jugend, wäre es hier in Deutschland.
00:09:37: Dann gab's bei der ersten Mannschaft einen Trainerwechsel.
00:09:40: Parallel noch meine Ausbildung angefangen im kaufmännischen Bereich.
00:09:43: Gabs seinen Trainerwechsel mit den ersten Mannchaften.
00:09:50: haben den Innenverteidiger gesucht oder Außenverteider und der Trainer, der da neu zu kam war mein damalige Jugendtrainer.
00:09:59: Und er hat mich dann hochgezogen.
00:10:01: und so stand ich plötzlich mit siebzehn Jahren in der ersten Liga in der Schweiz gegen einen FC Basel auswärts vor fünfzehntausend Zuschauer damals an der Startelf.
00:10:13: und das Spannende war dass sich mir in der Woche vor dem Spiel den Mittelfuß gebrochen hatte.
00:10:20: Also ich habe Schmerzen gehabt.
00:10:21: Ich habe es aber noch nicht gewusst, dass ich einen Mittelfußbruch hatte.
00:10:24: So ein Haares im Mittelfuss und dann habe ich Schmerzmittel genommen, das ich dieses Spiel spielen konnte.
00:10:33: Danach habe ich zwei Spiele gemacht und bin erst mal ein paar Wochen wieder ausgefallen.
00:10:38: Aber jetzt war für mich der Startpunkt um dann eben drin zu sein.
00:10:43: Hansin, also nimm uns mal mit.
00:10:45: Das hört sich jetzt alles so locker-flogig an von außen betrachtet.
00:10:49: ja ich bin dann halt mal hingefahren und zwei Tage später ich bin genommen worden und dann war ich dann mit siebzehntern das erste Profispiel gemacht.
00:10:57: Genau!
00:10:58: Und er hat sich von Außen betreffend wie eine Musterkarriere oder lockere Karriere an.
00:11:04: Aber ich denke, das ist ja ein krasser Alltag den du hast.
00:11:08: Krasse Disziplin die man braucht damit man überhaupt an den Punkt kommt wo du dann warst und dass du dann letztendlich auch ausgewählt worden bist.
00:11:15: kannst du uns da ein bisschen mitnehmen wie dein Alltag ausgesehen hat auf was du vielleicht als Junge verzichtet hast um dorthin zu kommen.
00:11:26: Du hast schon richtig gesagt Verzicht ist eigentlich der Stichwort.
00:11:33: Auf einem gewissen Level wenn du merkst Du hast vielleicht die Chance, das zu schaffen irgendwann oder du bist noch mit dem Rennen.
00:11:42: Dann spürst du sehr schnell.
00:11:45: Du musst spielen und zu spielen musst du immer top Leistung bringen selbst im Jugendbereich schon.
00:11:53: Und das heißt halt wenn am unter der Woche oder am Wochenende die Kumpels rausgehen und miteinander grillen gehen Spaß haben dann gehst du trainieren oder schlafen.
00:12:06: Das habe ich schon sehr, sehr früh verstanden.
00:12:09: Dass einfach dieses Fußball erleben.
00:12:11: ein anderes ist wenn ich jetzt vielleicht nur als Hobby-Fußballspiel oder eine andere Sportart mache ohne es richtig zu verstehen aber irgendwie kommt das dann schon früh an Du musst performen.
00:12:25: Also du spürst das ja auch in deinem Umfeld, das schauen schon jungen Jahren alle auf dich.
00:12:31: Du wirst jede Woche neu bewertet.
00:12:33: Du weißt jedem Training, wie du bewertest.
00:12:36: Ich kann mich noch einmal daran erinnern da mein Aarau trainiert.
00:12:40: Da war ich vielleicht dreizehn vierzehn.
00:12:44: Es war dunkelabendstraining und der Trainer hat mich vor der gesamten Mannschaft.
00:12:50: Er hat mich einfach immer fertig gemacht.
00:12:54: Weint nause gefahren, wenn man ein Fahrrad bei jedem Tag eine halbe Stunde mit dem Fahrrad zum Training gefahren.
00:13:01: Und solche Dinge bleiben dann hängen und das macht was mit dir.
00:13:04: Insgesamt macht dieses Fußballgeschäft einfach etwas mit dir ob du es willst oder nicht.
00:13:09: Das spürst du schon sehr früh.
00:13:13: Ich habe auch damals schon gemerkt wie sehr mich das belastet.
00:13:17: Du kannst noch nicht richtig verstehen aber es gab so Anzeichen permanent mich unter Stress gefühlt habe.
00:13:24: Ich hab ja dann auch die Ausbildung angefangen, war ich glaube intern in Aarau, ich war eine O-septze und ich hab ab und zu in der zweiten Mannschaft gespielt und dann bei den Profis trainiert, da waren drei Mannschaften mit der Jugendnationalmannschaft permanent unterwegs und hat parallel die Ausbildung gemacht und bin dann irgendwann morgens vorm Kopierer in meiner Ausbildungsstätte, irgendwann nur mit Schwarz vor Augen.
00:13:47: Da lag ich, so bin ich wieder aufgewacht, standen zehn Leute um mich rum und das war dann für mich ein Moment wo ich gesagt habe okay muss verstehen damals in der Schweiz sowie heute dass man Ausbildung mit Fußball und Schule super kombinieren kann.
00:14:05: Es gab es damals nicht, also da gab's Ausbildung und die musstest du abschließen wenn du keine Ausbildung hast.
00:14:10: das ist in der Schweiz ganz, ganz schwierig.
00:14:13: Und dann gab's auch nichts mehr.
00:14:14: zuerst mal freigestellt für Trainings.
00:14:16: Das musste alles drum herum irgendwie gebaut werden.
00:14:19: ich hatte zum Glück einen Arbeitgeber damals der Fußball Fan war und er für mich Ausnahmen gemacht hat.
00:14:25: aber es war unglaublich viel und ich musste dann eine Entscheidung treffen Willst du Fußballprofi werden oder willst Du Deine Ausbildung beenden?
00:14:34: Weil ich habe dann gemerkt, bei dieser Situation, Beides zusammen wird nicht funktionieren.
00:14:40: Das schaffe ich körperlich nicht mehr und hatte mit meinen Eltern gesprochen und hab gesagt Ich würde so gerne probieren.
00:14:48: Und man muss verstehen das ist ein kulturelles Thema in der Schweiz Wenn dein Kind die Ausbildung abricht Ist es kein Spaß.
00:14:58: also Auch das umfeld, das familiäre Umfeld schaut da drauf und meine Eltern haben das hundertprozentig mitgetragen damals.
00:15:08: Da bin ich ihn heute noch sehr dankbar.
00:15:10: ohne die hätte es nicht geschafft.
00:15:11: Ich habe mich dann entschieden, ich spreche die Ausbildung ab und mache mit siebzehn Fußballprofi meinen ersten Vertrag unterschrieben.
00:15:19: Klingt jetzt vielleicht toll!
00:15:21: Hab mir jetzt monatär nicht so viel gebracht aber ich hab ja noch zu Hause gewohnt.
00:15:26: War damals auf ganz kleinem Level Genau, also diesen Druck habe ich schon sehr früh in der Kindheit gespürt.
00:15:35: Das hat sogar angefangen mit sechs, sieben Jahren, wo ich dann auf dem Platzstand keine Luftbecher bekommen habe.
00:15:40: Man hat dann mal zum Arzt gegangen und geschaut, da hat man irgendwie ein Problem mit der Lunge oder irgendwas und hat nichts gefunden.
00:15:48: Und das war dann schon so einen Anzeichen Stress.
00:15:51: Und es hat mich aber auch die ganze Karriere verfolgt.
00:15:55: Gört euch das ganz interessant?
00:15:57: Wenn das schon mit sechs, sieben in Kindheitsjahren angefangen hat.
00:16:00: Dann hast du ja die Situation auf der Arbeit gehabt wo dir Schwarz vor Augen geworden ist.
00:16:05: Warum hast du trotzdem weitergemacht?
00:16:07: Was hat dir den Antrieb gegeben trotzdem zu sagen hey ich habe da offensichtlich ein Stressthema mit dem Fußball aber trotzdem gehe ich da rein in diese Angst oder in diesen Stress.
00:16:19: ganz bewusst was hatte ich dazu gebracht?
00:16:22: weil ich stelle mal das vor dass er nicht so ohne
00:16:25: sehr spannende Frage.
00:16:29: Ich glaube, es hat damit zu tun, dass du dich sehr stark mit dem identifizierst.
00:16:36: Dass du Fußballer bist.
00:16:38: Das merkst du schon als Kind.
00:16:41: Du spürst das ja in deinem Umfeld.
00:16:43: Das ist ganz toll.
00:16:44: Wenn du gut spielst und wenn du Spiele gewinnst dann du erfolgreich bist.
00:16:48: Es gibt nicht nur dir was sondern auch deinem umfeld.
00:16:52: Irgendwo hast du eine starke Identifikation Fußball und mein Ich, also ich bin der Fußballspieler.
00:17:03: Und das kannst du als Kind noch gar nicht greifen.
00:17:06: Du bist dann einfach da drin und du willst es machen und irgendwie hast du das Gefühl, du musst es machen.
00:17:11: Also diese Frage die ich mir dann dreißig Jahre später gestellt habe, willst du überhaupt noch Fußball spielen oder nicht?
00:17:20: Die konnte ich als sechs- sieben achtjährige für mich damals nur nicht treffen war dann da drin und hatte das Gefühl, es gehört zu mir.
00:17:29: Und ich muss das
00:17:30: machen.".
00:17:31: Der Gedanke kam ja gar nicht.
00:17:34: Auch gerade diese Stressmomente und was es mit mir macht ... Ich hab's nicht anders gekannt.
00:17:38: Das hat dazugehört.
00:17:40: Dann habe ich einfach weitergemacht.
00:17:42: Ich glaube so gehts den meisten Kindern die Fußballspiel.
00:17:46: Ich habe es bei meinem Sohn gemerkt, der natürlich auch Fußball gespielt hat Der Leiter in der Corona-Zeit, gerade in dem Alter war die dann total schwierig war weil sie kein Training hatten und er natürlich schon ein bisschen was verloren hat.
00:18:00: Und dann hat man gemerkt ist es überhaupt noch gut für ihn Fußball zu spielen?
00:18:04: Papa war Profi ständig unter Beobachtung und er ist ehrgeizig.
00:18:10: du merkst aber das tut ihm nicht gut Er würde nie von sich aus auf die Idee kommen vielleicht ist gar nicht mein Ding Fußball zu Spielen.
00:18:19: Und da habe ich dann das aktiv, bin ich das aktiv angegangen mit ihm und hab mit ihm drüber gesprochen.
00:18:25: Hab ihn dann gesagt hey also Fußball das bist nicht du!
00:18:29: Du kannst wählen, du kannst selber entscheiden willst du das oder willst du es nicht?
00:18:34: Und die Reaktion war natürlich ja klar ne ich muss Fußball spielen, dass ist... Ich liebe Fußball!
00:18:39: Ich sagte ja schau doch mal an Wie du aufgewühlt bist, wie es dir damit geht.
00:18:43: Also liebst du das wirklich?
00:18:45: Oder glaubst du nur, es zu
00:18:46: lieben?".
00:18:47: Das hat ein bisschen Zeit gebraucht bei ihm und irgendwann kam er dann und hat gesagt ich glaube ist es besser mal eine Pause zu machen.
00:18:53: Und heute spielt er Tennis und ist total happy und glücklich.
00:18:59: Es gibt ja noch mehr Masse wenn ich sehe dass er einfach glücklich ist mit dem was er da tut und nicht permanent so unter Stress sein.
00:19:07: Ja, schöne Parallele.
00:19:09: Und jetzt nochmal auf dich geblickt Mario, wenn du auf dein sechs- siebenjähriges Ich blickst aus heutiger Sicht, du hast ja auch eine therapeutische Ausbildung gemacht Wenn du heute noch mal mit dir selber sprechen könntest und nicht mit deinem Sohn Was würdest du denn heute sagen?
00:19:24: oder wie wird deine Entscheidung heute aussehen?
00:19:27: Genauso wie damals?
00:19:30: Trotzdem das es schwierig ist Gehst du dann irgendwo deinen Weg im Leben?
00:19:37: Das Leben ist nun mal so, dass es auf und ab gibt.
00:19:40: Und was ich mitnehme, ist einfach das ich aus diesen Momenten so viel gelernt habe in der Zukunft um meine Schlüsse draus gezogen habe, dass ich heute der bin, der ich bin.
00:19:56: Ich bin so ganz zufrieden mit mir und wenn ich damals andere Entscheidungen getroffen hätte heißt nicht, dass das besser geworden wäre Sorgt natürlich dafür, dass du sehr viel in die Selbstreflektion auch reingehst.
00:20:11: Noch nicht als Kind aber später dann.
00:20:12: Ich habe dann auch mit Anfang zwanzig als ich nach Karlsruhe gewechselt bin.
00:20:17: Hätte ich zum ersten Mal Berührung mit Mentaltraining und Mentalcoach.
00:20:21: Holger Fischer damals der mit sehr vielen Sportler arbeitet hatte dann trotzdem immer noch meine Themen.
00:20:30: Ich habe dann später auch eine Traumotherapeutin gearbeitet und so habe ich gelernt, mich sehr gut kennenzulernen.
00:20:41: Das musste einfach so sein und ich würde nichts anderes machen.
00:20:46: Du hast gerade gesagt du bist zum KSC gegangen.
00:20:49: Das war ein besonderer Schritt in deinem Leben.
00:20:53: Kannst da noch mal einen Einblick geben wie der Wechsel war?
00:20:56: vom Schweizer Fußball?
00:20:59: Damals zweite
00:21:00: Bundesliga war es.
00:21:02: Stefan Kunz war Trainer, ein witziger Rektor habe ich aber erst vor Kurzem erfahren.
00:21:09: Mein Geschäftsführerkollege beim KSC hat mich als kleiner Junge damals mit meinem späteren Trainer Edelbecker, seinem Vater Die sind mich beobachten gegangen, als Auftrag vom Verein damals her geht um mal den Schweizer Spieler da anzuschauen.
00:21:25: Da war Michael dann mit dabei als Kind und hat mich da was gesehen.
00:21:29: Das hatte wir erst vor kurzem Mal erzählt gehabt.
00:21:32: Ja ich habe U-Aufwärts-U-Nationalmannschaft gespielt damals.
00:21:37: Der KSC hat mir dann eine Anfrage gestellt, ob ich mir das vorstellen könnte.
00:21:42: Ich bin nach Karlsruhe gefahren, glaube sogar während der U-Ach.
00:21:47: E-M damals die in Basel war.
00:21:49: also Weg war nicht so weit und dann hat man mit Stefan Kunst das alte Wildparkstadion angeschaut und es habe mich sofort gepackt gehabt.
00:21:58: als Deutsch, Schweizer bist du sowieso sehr... dem deutschen Fußball verbunden.
00:22:04: Du schaust als Kind schon Bundesliga, im Wochenende immer Bundesliga geschaut und der KSC war für mich ein Begriff auch gerade mit diesem Sieben-Einsvalenz.
00:22:15: Das haben wir natürlich alles mitgekriegt damals und von Eier war der Ksc für mich einen Begriff.
00:22:21: Ja, hat mich dann entschieden zum KSC zu wechseln War dann schon so als junge Stammspiele in der Schweiz.
00:22:32: Erste Liga, U-I-Nationalmannschaft war dann auch Kapitän.
00:22:36: Hat man sich schon gut gefühlt und wechselt dann in die zweite Bundesliga.
00:22:40: In der Schweiz war das dann so.
00:22:42: ja also Zweite Bundesliga da hätte er auch in der Schweiz bleiben können im ersten Liga.
00:22:48: Die konnten wir damals nicht richtig einschätzen Und habe mich dann auch gut gefühlt, bin angekommen.
00:22:53: Ich hatte Thais Wattering und Thorsten Kracht auf meiner Position als Konkurrenz.
00:22:59: Ich kann mich noch erinnern, ich bin sehr motiviert und mit breiter Brust am ersten Tag auf den Trainingsplatz marschiert.
00:23:07: Neben mir ist Thorsten kracht mehr auf dem Trainingsplatz gelaufen.
00:23:12: Er mal schaut an und zeigt die Junge wie bist du denn?
00:23:16: Bist Du für die zweite Mannschaft oder was machst Du hier?
00:23:21: gleich mal direkt eingeordnet und habe gewusst, okay hier muss ich arbeiten.
00:23:27: Und ich muss mich beweisen und ich muss den zeigen dass ich das kann.
00:23:31: Das hab' ich dann sehr schnell hingekriegt.
00:23:35: Stark also Kompliment!
00:23:37: Kleine Anekdote von mir... Ich hab dich auch immer gesehen im KSC-Trikot.
00:23:41: du warst ja dann auch KSC Kapitän.
00:23:43: später dann von der Aufstiegsmannschaft, von der zweiten die erste Bundesliga Und war quasi in der BNN, in der Zeitung.
00:23:50: Jedes Mal war Mario Eggemann abgebildet mit der Kapitänensbinde beim Jubel und da lief es ja richtig gut!
00:23:56: Und irgendwann war ich Zeitung auf... ...und hab's ganz und mit verfolgt.
00:24:00: Auf einmal hast du Hannover-Sexu-Ninzig-Trikot an gehabt und das hat sich so falsch angefühlt,... ...weil ich fand immer du warst so ein..., oder wir schauen heute noch einen sympathischer Typ.
00:24:08: aber damals warst du... Er war
00:24:10: nicht mehr sympathisch!
00:24:14: Ja, war schon immer so ein sympathischer Typ.
00:24:16: Hast eine schöne Ausstrahlung gehabt als Kapitän und dann halt auch den Erfolg mitgeprägt und ich fand es halt damals schade.
00:24:23: Ich habe ihm mal gesagt beim KSC ist ja meistens so Wenn die Mannschaft gut ist, Erfolg und dann so Charaktere, so Spielertypen wie dich hervorbringt.
00:24:32: Dann werden sie weggekauft von anderen Vereinen.
00:24:35: Und klar für dich persönlich war es natürlich nur mal ein persönlicher Schritt.
00:24:39: aber für den Verein fand ich's mega schade!
00:24:41: Und gerade für mich als KSC-Sympathisanz sowieso.
00:24:46: Boah das war zwar brutal schwierig damals... Ich habe diesen Verein mit Herz und Zähle gelebt.
00:24:59: Der Verein stand für mich immer über alles, so habe ich als Spieler, als Kapitän auch agiert, dass es nie um mich geht bei der Sache sondern immer um den Verein.
00:25:10: Und ich habe für diesen Verein wirklich alles gegeben damals.
00:25:16: und komme dann an den Punkt ein Jahr erste Bundesliga gespielt.
00:25:24: tollen zwei drei Jahre erlebt.
00:25:26: Mit dem Wissen auch, dass ich davor über sechs Jahre beim KSC drei unglaublich schwierige Jahre erlebt habe, wo fast abgestiegen werden am letzten Spieltag und Leute ihren Job verloren hätten.
00:25:38: Ich selber gar nicht gewusst hätte was ich in Zukunft machen soll.
00:25:41: wer will dich überhaupt diese Erfolge zu haben mit dem Verein?
00:25:47: und irgendwann wird es.
00:25:50: plötzlich kommt plötzlich die Frage, du hast zwei Anfragen.
00:25:56: Borussia Dortmund, Hannover-Sexo-Ninzig.
00:25:58: Du musst mal ehrlich sein, du kannst wirtschaftlich davon profitieren.
00:26:03: Du kannst nochmal einen Schritt nach vorne machen zu verreinen, die so auf dem Aufsteigenden Ast wieder sind.
00:26:08: Dortmund war ja damals auch noch nicht top top.
00:26:10: das war das Jahr wo Jürgen Klopp Trainer wurde.
00:26:13: Die sind auch erst gerade aus der Krise gekommen.
00:26:15: Hannover hat es gut gemacht und irgendwie hast du das Gefühl Hier bei uns ist es eher so am Absteigen.
00:26:25: Ich bin mir nicht sicher, ob wir nächste Saison wirklich überstehen in der Bundesliga und eigentlich würde ich schon gerne in die Bundesliga bleiben.
00:26:35: Und... ...ich habe Tage überlegt was ich machen soll mit meinem Umfeld mich besprochen und musste dann irgendwann diese Entscheidung treffen hat gesagt.
00:26:46: Ich glaube das ist gut für mich jetzt zu gehen!
00:26:49: Ich glaube du bist am Peak angekommen was du mit dem Verein reichen kannst und dann ist der Moment auch da umzugehen.
00:26:58: Und ich kann mich heute noch erinnern, wir hatten im alten Stadion oben, wir haben ja nicht so viel Räumlichkeiten da aber ganz rechts hinten hatten wir einen großen Presseraum und da habe ich Ede Becker damals gebeten ob er sprechen können und hab ihm das mitgeteilt dass sich den Verein verlassen werde Und ich werde den Blick von ihm niemals vergessen.
00:27:24: Ich habe einen super Verhältnis heute mit ihm, wir arbeiten ja auch zusammen heute sehr vertrauensvoll.
00:27:29: Er ist ein ganz toller Mensch.
00:27:31: aber dieser Blick von Ede werde ich nie mehr vergessen diese Enttäuschung in seinen Augen und in dem Moment hab' ich gespürt okay jetzt geht was Neues los und jetzt kommt noch mal eine schwierige Zeit für mich und so wurde es dann auch.
00:27:49: Ja, also ich denke kann man es auch vorstellen.
00:27:51: Weil du warst ja Identifikationsfigur.
00:27:54: Du hast gerade auch gesagt, du hast den Verein gelebt und das nehme ich dir auch ab.
00:27:57: Das hat man ja gespürt von außen.
00:28:00: Dass du alles gibst wirklich alles für den Verein, für das Wohl vom Verein dann kann ich mir auch vorstellen dass das so ein innerlicher Kampf war für dich gehe jetzt bleibig weil man enttäuscht ja auch Menschen wie jetzt ein Edde Becker oder die Fans, die Mannschaftskollegen.
00:28:14: Von daher, also trotzdem Hut ab.
00:28:16: Dass du den Mut gehabt hast damals was zu verändern für dich und so Hannover' s.a.
00:28:22: zu gehen.
00:28:23: Grüße gehen raus!
00:28:26: Was mich jetzt gerade... das wusste ich nicht, dass auch noch ein Angebot da war von Borussia Dortmund mit Jürgen Klopp.
00:28:33: Die Entscheidung Richtung Hannover-Seksen-Ninzig und nicht zu Borussia Dortmund, weil jetzt von außen oder als Fan.
00:28:39: Denkt mal auch Jürgen Klopp geil vielleicht bald Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft und Dortmund Riesenverein mit einem geilen Stadion mit der gelben Wand, schwarzgelben Wand.
00:28:52: Warum Hannover Sechsen-Neunzig?
00:28:54: Ja gut aus heutiger Sicht wenn man jetzt an Borussia-Dortmund denkt und Jürg Klopp dann denkt man sich ja wie kann man sich nicht dafür entscheiden.
00:29:01: Damals war Dortmund finanziell wahnsinnig Probleme, waren sportlich nicht überzeugend.
00:29:09: Jürgen Klopp ist gerade zu Borussia Dortmund gekommen.
00:29:12: ich habe zu dem Zeitpunkt also er war damals noch nicht so der Superstar.
00:29:18: Ich habe nicht genau gewusst will der freien mich?
00:29:22: Will der tränen mich?
00:29:23: das war damals nicht so ganz klar Und Hannover war einfach sehr stabil, war in den Gesprächen sehr gut und hatte einfach das bessere Gefühl dann Richtung Hannover.
00:29:36: Also es ist heute komisch zu verstehen aber die beiden Vereine waren echt auf Augenhöhe damals.
00:29:42: Ich bin da zu Hannover und Dortmund hat dann Mats Hummers geholt von Bayern München.
00:29:52: Das ist auch eine kleine Anekdote ganz interessant wie nachher natürlich Seibekarriere verlaufen ist.
00:30:01: Und ja, ich hatte das Problem für mich wahr.
00:30:08: Das war vielleicht auch nochmal dazu beigetragen dass ich dann weg bin von Karlsruhe.
00:30:13: Ich hatte schon drei vier Monate lang sehr starke Schmerzen in meiner Hüfte und ich habe nicht gewusst was herkommt.
00:30:21: Ich konnte die Leistung auch nicht mehr so bringen.
00:30:24: Und irgendwie hab' ich das unbewusst gespürt gehabt.
00:30:27: Ich glaube, das nächste Jahr wird ganz, ganz schwierig.
00:30:30: Irgendwas funktioniert nicht so richtig und ich konnte dann irgendwo am Peak von Karlsruhe gehen.
00:30:36: Das ist vielleicht noch eine kleine Nebengeschichte was mich in Hannover begleitet hat also mehrere Begleiterscheinungen.
00:30:47: Es war im Jahr two-thausend acht.
00:30:49: da war die Europameisterschaft in der Schweiz Und ich war im EM-Karte dabei in der Vorbereitung.
00:30:57: Es mussten aber noch zwei rausfliegen und eigentlich war ich nicht angedacht, dass ich dann nach Hause fahre sondern dass ich fest im Kater bin vielleicht sogar Spiele.
00:31:06: von Beginn hat er dieses Thema mit der Hüfte und konnte gar nicht mehr so richtig trainieren hatte permanent Schmerzen.
00:31:14: Ich bin dann rausgeflogen, war eine von den zwei.
00:31:18: Ich hatte diesen Wechsel vom Karlsruhe nach Hannover der für mich schwierig war emotional.
00:31:24: In dem Jahr ist meine Tochter geboren und ich bin in Hannover angekommen als neuer Star sozusagen, den man für Geld eingekauft hat.
00:31:34: Das waren damals viel Geld für Hannover, jetzt ist nicht mehr viel.
00:31:41: Bin da aufgelaufen, war ich mentalfällig am Boden.
00:31:44: Hatte körperliche Probleme und dann los geht's her!
00:31:48: Und hab von Anfang an gespürt... Das wird verdammt schwierig hier.
00:31:53: Du bist jetzt Profi?
00:31:55: Warst du Profi damals auch damals?
00:31:56: Wie bist du mit der Situation umgegangen?
00:31:58: Wenn du sagst hey du wechselst, hast ein Neubeginn Aber kommst halt mit dem Gepäck Scheiße mein Hüfte tut weh.
00:32:05: Ich bin aus dem EM Kader, net nominiert worden letztendlich fürs Turnier Und ich habe aber privat ja ein schönes Ereignis mit der Geburt von der Tochter, was aber auch Verantwortung mit sich bringt.
00:32:15: Wie bist du damals mit der Situation dann umgegangen?
00:32:17: Um trotzdem die Leistung auf dem Platz abzuliefern, was von dir erwartet wurde?
00:32:23: Das ist eben nicht gelungen.
00:32:24: Also das, was vor mir erwartet wurden und dass, was ich selber von mir erwartete, konnte ich nicht liefern.
00:32:30: Das war eigentlich der schlimmste Moment, den du als Sportler erleben kannst, wenn du nicht liefern kannst.
00:32:36: Gerade im Fußball ist das gnadenloser.
00:32:39: Wenn Du nicht lieferst dann kommt sehr schnell jemand zu dir und sagt immer zu wer vielleicht besser, wenn Du woanders hingehst?
00:32:48: Ich hatte fünf Jahre unterschrieben in Hannover.
00:32:55: Der Trainer damals Dieter Ecken hat auch sehr schnell gemerkt oder er ist irgendwie nicht so richtig da.
00:33:00: irgendwas stimmt da nicht.
00:33:02: Man muss verstehen, ich bin dann fünf Minuten im Training gespringtet und ich war völlig blatt.
00:33:07: Ich war völlig durch.
00:33:09: Hat mich nicht mehr richtig geholt.
00:33:11: also ich habe schon da einiges mit mir getragen eben noch diese Hüftgeschichte.
00:33:18: man anderthalb Jahre gebraucht bis man rausgefunden hat was es wirklich war.
00:33:22: das war so ein kleines Stück Knochen dass man abgebrochen ist in der Hüfte.
00:33:25: Das hab' ich dann entfernt.
00:33:29: Ich glaube, das war für mich in meiner Karriere, meine fußballerischen Karrieren.
00:33:34: War das sportlich aber auch privat die schwerste Zeit in meinem Leben?
00:33:41: Weil es natürlich auch privat was mit dir macht.
00:33:43: Du hast eine Familie und du hast ein kleines Kind.
00:33:47: Du musst irgendwo zu Hause da sein, merkst aber du kannst nicht so richtig weil du permanent irgendwie versuchst dich selber wiederzufinden.
00:33:55: dann kannst du deine Leistung nicht liefern.
00:33:58: Du weißt, du musst liefern.
00:34:00: Sonst bist du bald weg und dann kommt natürlich der mediale Druck von außen noch
00:34:06: dazu.".
00:34:06: In Hannover hatten wir drei Tageszeitungen, die jeden Tag eine Seite füllen mussten.
00:34:12: Wir haben natürlich ein gefundenes Fressen damals weil sie müssen immer was bringen entweder sehr positiv oder sehr negativ.
00:34:20: also so drei Bild-Zeitungen würde ich mal sagen.
00:34:24: und das hat schon etwas mit mir gemacht Sehr, sehr anstrengend die Zeit.
00:34:30: Und wann hast du angefangen Apfelsaft zu trinken?
00:34:36: Ja... Das ist so das Endprodukt von der Reise, die ich damals gegangen bin.
00:34:43: Das was du gerade ansprichst, ich hatte dann irgendwann Physiotherapeuten kennengelernt, Verrückten, Bulgaren, Rado, Minkow.
00:34:52: Ich habe meine Hüfte operiert gehabt Und war immer noch Ersatzspieler, war in der zweiten Reihe Hüft-OP gehabt und Reha gemacht.
00:35:04: Wieder auf dem Platz gewesen... ...und habe irgendwie gemerkt ich schaffte es, ich komme da körperlich nicht mehr ran.
00:35:10: Irgendwas funktioniert nicht.
00:35:12: Ich glaube ich schaffe es nicht.
00:35:14: Bin dann irgendwann zu meinem Berater gegangen und hab gesagt du, ich habe jetzt hier noch drei Jahre Vertrag oder weiß nicht dreieinhalb damals?
00:35:22: Drei Jahre Vertrage aber ich schaf's nicht mehr!
00:35:25: Ich schaffe es mental nicht mehr, das auszuhalten.
00:35:28: Aber ich glaube, ich komme körperlich nicht mehr
00:35:31: ran.".
00:35:32: Und dann hat er gesagt, du, ich kenne da ein... Mein Berater kam damals auch aus der Braunschweige Ecke und ich war weit weg von Hannover.
00:35:39: Seine Tochter hatte auch körperliche Beschwerden.
00:35:42: Er hat gesagt, meine Tochter war hier bei so einem Physiotherapeuten.
00:35:47: Der ist gut, geht einmal hin!
00:35:49: Das war Rado Der frückte Bulgare, das meine ich total positiv.
00:35:54: Bin dann irgendwann abends unter der Woche... Da war schon spätabend, bin ich bei dem in der Praxis aufgeschlagen.
00:36:02: Wir haben hier angeschaut und gesagt Junge wir müssen eine Woche weg!
00:36:07: Aber wir haben uns nicht gekannt.
00:36:10: Wir müssten eine Woche weg.
00:36:12: und das war damals, ist auch heute noch im Fußball total schwierig dass du irgendwo extern mit jemandem einfach so während der Runde irgendwo hin fährst.
00:36:20: dann bin ich zu Jörg Schmatke da mal wie ein Manager hingegangen habe gesagt du glaube es meine einzige Chance dass ich wieder in die Spur komme ich muss da irgendwas ausprobieren und ich würde das gerne mit dem machen.
00:36:31: und er hat dann gesagt ja schau du mal dass du wieder in den Spuren kommst.
00:36:35: Und bin dann mit Rado nach Davos in die Schweiz, in den Schweizer Berge gefahren eine Woche.
00:36:42: Bin am ersten Tag da angekommen, mir so ein Airbnb gehabt und dann hatte er erstmal drei vier Flaschen Apfelsaft hingestellt oder gesagt trinken.
00:36:54: Was wäre das jetzt?
00:36:55: Ich hätte gesagt trinken!
00:36:57: Da habe ich da drei Flaschen abversaft, so diese eineinhalb Liter Flasche habe ich leer getrunken.
00:37:02: Dann gesagt sie die Sportklamotten an, Laufschuhe wir gehen los.
00:37:07: und dann bin ich mit dem vier fünf Stunden lang den Berg hochgejockt und gelaufen gejockte also ich war fix und fertig.
00:37:17: Ich bin wirklich fast zusammengebrochenen mussten wir auch wieder zurück.
00:37:23: Der hat mich da einmal körperlich so ans Limit gebracht.
00:37:26: Ich weiß nicht, was damals passiert ist aber das war wie ein Reset für meinen Körper.
00:37:31: und dann hat er mich eine Woche lang aufgebaut mit jeden Tag vier fünf sechs Stunden Therapie gemacht.
00:37:40: Wir haben trainiert wir haben Artentechniken gelernt wir haben Ernährung umgestellt komplett Ernährungen umgestellt.
00:37:49: Er hat mir alle Kohlenhydrate entzogen in der Woche Und diese Woche war für mich ein körperlich voll Reset, aber auch mental.
00:37:58: Ich habe das auch gespürt.
00:37:58: ich war danach wieder frei bin zurückgekommen nach Hannover und kann mir noch erinnern Valerian Ismael damals war dann Co-Trainer und ist mit Jörg Schmatke zum Trainingsplatz gekommen.
00:38:12: Und da hat er den Trainer gefragt, ob wir einen neuen Spieler haben?
00:38:16: Weil es nur so von weitem gesehen hat wie ich mich bewegt habe.
00:38:20: Und hat dann wirklich im ersten Moment gedacht Wir haben einen neuen Testspieler da weil ich so komplett anders gewirkt habe.
00:38:26: insgesamt Ja das war unglaublich spannende Erfahrung die danach die nächsten Jahre für mich auch geprägt hat.
00:38:36: Mega, also schöne Geschichte.
00:38:37: wird es heute auch einem von deinen Spieler empfehlen.
00:38:41: Wenn du was erkennst, dann geh mal in die Davosa Berge,
00:38:44: trink
00:38:44: Apfelsaft und mach jeden Tag Sport oder?
00:38:47: Ich glaube da muss jeder für sich den Weg finden!
00:38:52: Ich würde jedem empfehle probier alles aus, was du kannst.
00:38:57: nur so weißt du ob's dir hilft, ob das dir gut tut, ob es dich weiterbringt oder nicht.
00:39:01: Probier's aus!
00:39:02: Also wenn du dir die Frage stellst ist das gut Probier's aus, danach weißt du es.
00:39:08: Und den Mut zu haben alles ausprobieren und für sich egal was du beruflich machst um für dich weiterzukommen das kann ich nur jedem empfehlen und auch mal eben etwas mutiges auszuprobieren
00:39:20: Ja sensationell.
00:39:23: Also ich denke, das passt ja auch rein in die Sendung Inspiration und Mut.
00:39:27: Ich glaube du hast schon ein paar mutige Schritte gegangen.
00:39:30: also sei es als Jugendspieler weiterzumachen, sei es den Wechsel von der Schweiz nach Deutschland zu gehen, sei ist damals der KSC trotz Aufstieg dann halt auch im Bundesliga und eben Identifikation zu verlassen Richtung Hannover, sich da neu zu beweisen.
00:39:46: Das ist ja schon so eine krasse mutige Schritte Ausbildung abbrechen.
00:39:50: Und da kann es auch dankbar sein dass du mit deinen Eltern zwei Personen gehabt hast die dir Rückhalt gegeben habe.
00:39:58: Absolut!
00:39:59: Gab's denn in deiner Karriere sonst noch Weggefährten?
00:40:02: Die dich besonders geprägt haben, die dich unterstützt haben?
00:40:07: Ja es gab immer mal wieder Menschen in meinem Leben, die mich eine Zeit lang begleitet haben auf dem Weg.
00:40:16: Von denen ich was mitgenommen habe und viel gelernt habe.
00:40:21: Einer davon war dann später mein Spielerberater Lars Wilhelm Baumgarten, der spannenderweise gar nicht aus dem Fußball kommt.
00:40:33: Wenig am Hut hatte damals.
00:40:36: Er aus dem Pferdesport kamen So ein Schnelldenker im Brain, der aber gerade diese menschliche Komponente eben auch sehr mitbeachtet hat und der mich gerade in der Hannover-Zeit damals sehr unterstützt hat.
00:40:51: Weil Martin Kind dann irgendwann kam und gesagt, sag mal dafür dass er wegkommt!
00:40:57: Und er dann da stand und hinter mir stand und gesagt er bleibt hier und schafft das... Das war eine unheimliche Stütze, Holger Fischer mit dem ich meine ersten Erfahrungen in diesem mentalen Bereich gemacht habe.
00:41:10: Auch das war eine wichtige Stütz.
00:41:13: Meine Frau Iris, die ich hier in Karlsruhe kennengelernt habe, die dann eben auch diese schweren Zeiten mit mir durchgegangen ist und die unsere Kinder damals fast alleine erzogen hat, gearbeitet hat, Kindererziehung... viel alleine war, weil ich permanent unterwegs war.
00:41:33: In Hannover hatten wir eine Zeit wo wir zwei Jahre Euro League noch gespielt haben.
00:41:37: also ich war vielleicht von sieben Tagen war ich zwei oder drei Tage zu Hause mal zwei Wochen hier, zwei Wochen da.
00:41:45: ohne Sie hätte ich das so nicht machen können.
00:41:48: auch nach der Karriere wo ich selbstständig war.
00:41:50: dann diese Unterstützung ja das sind so prägende, prägende Figuren dann
00:41:58: sehr schön.
00:41:59: ich denke das ist auch wichtig.
00:42:00: Du hast vor einem Trainer-Name angesprochen, Dieter Hacking.
00:42:03: Das ist für mich als Fußballfan so prägende Figur.
00:42:07: Man kennt ihn aus Wolfsburg, Nürnberg und Hannover.
00:42:09: natürlich auch.
00:42:11: der Hack King bedohnt und legt auf King.
00:42:14: Hat er auch mal eine Mütze aufgekauft?
00:42:17: Wie war denn Dietter Hacking?
00:42:19: Wie würdest du ihn als Mensch und als Trainer beschreiben?
00:42:25: Ich kann gar nicht so richtig greifen.
00:42:27: Ich finde ihn nett, ich finde ihn sympathisch ist er aber in seinen Entscheidungen auch sehr konsequent und also so toll ich dann erst mal als Spieler war, als sein Wunschspieler.
00:42:40: So schnell war ich da noch weg und hatte wenig Beachtung, aber es ist vielleicht ein Stück weit das
00:42:46: Geschäft.".
00:42:48: Ich kann jetzt gar nicht so viel über ihn als Mensch sagen, ich kann auch nichts Negatives über ihn sagen.
00:42:53: Der Kontakt mit ihm war immer nett und aber so gut kenne ich ihn jetzt gar nie.
00:42:58: Wir haben auch nur ein Jahr miteinander gearbeitet.
00:43:02: Deine Hannover-Sechsenundneinzigzeit war nicht nur sportlich speziell sondern ihr hattet ja auch als Mannschaft einen Schicksalsschlag zu verarbeiten.
00:43:12: du warst ja Mannschaftskollege vom Robert Enke dass ich's Leben genommen hatte.
00:43:17: Wie hast du damals die Zeit erlebt mit ihm und welche Beziehungen hast du mit Robert gehabt?
00:43:28: Das Verhältnis war immer sehr professionell, und Robert war damals schon sehr zurückgezogen.
00:43:37: Er war ein Einzelgänger.
00:43:40: Hanubalić hatte damals viel Kontakt mit ihm als der einzige Spieler in der Mannschaft eine engere Beziehung zu ihm hatte.
00:43:49: Und zu allen anderen Spielern war das einfach gut professionell, ein tolles Vorbild.
00:43:57: War der beste Torhüter mit dem ich zusammengearbeitet habe.
00:44:01: Du hast im Training, wenn du den Torschuss-Training gemacht hast dann hast du drei Tore gehabt.
00:44:05: die drei Torhütte standen im Tor und bei Robert hast du immer nicht gewusst wie du schießen sollst dass er reingeht also es wirklich unfassbar war.
00:44:16: nicht reingekriegt bei ihm.
00:44:17: Der war einfach außergewöhnlich, er hat uns in der ersten Saison auch die ganz schwierig war kurz vor seinem Selbstmord und hatte uns eigentlich davor bewahrt abzusteigen.
00:44:31: Er war Nationaltorwart, hatte tolle Familie, hatte das Schicksal mit seiner Tochter, die erkrankt war Damals gar nicht so mitgekriegt.
00:44:43: Wir haben eigentlich gedacht, der tolles Leben, der verdient viel Geld.
00:44:47: Der hat es super angesehen und super respektiert überall.
00:44:51: Er war ein Baum von einem Mann und kann mich noch erinnern... ... war dann mit der Nationalmannschaft ein Spiel.
00:45:00: Ich weiß gar nicht mehr.
00:45:01: Azerbaijan war das glaube ich.
00:45:03: Haben sie in Hannover gespielt sogar?
00:45:06: Und der hatte am Wochenende noch gespielt zur Nationalmannenschaft gegangen ins Camp und sollten dann unter der Woche in Hannover spielen.
00:45:14: Und ein Tag oder zwei Tage vor dem Spiel hieß es plötzlich, Robert wird nicht spielen, er hat irgendwas Schlechtes
00:45:21: gegessen.".
00:45:23: Das war damals schon komisch, wo wir uns einen behalten haben gesagt, das passt nicht zu ihm weil der will ja immer spielen, gerade hier Zuhause im Hannover-Länderspiel.
00:45:33: Irgendwas ist komisch aber du machst ja natürlich keine weiteren Gedanken.
00:45:40: Es ist halt das Allerschlimmste, was passieren kann passiert und es war eine schwierige Zeit.
00:45:49: Wenn du dann so nah dabei bist – das war jetzt nicht nur lokal in der Geschichte, sondern bundesweit.
00:45:55: Das hat insgesamt im deutschen Fußball etwas ausgelöst und wir waren mittendrin.
00:46:01: Es war eine unfassbar Schwierige Zeit mit dem umzugehen.
00:46:07: Du kommst natürlich auch mal dahinter zu hinterfragen und es war dann vielleicht das erste Mal so dich bewusst zu hinter fragen.
00:46:15: Wie geht's dir eigentlich?
00:46:16: Wie gehts dir eigentlich mit diesem Geschäft, was macht es mit dir
00:46:18: eigentlich?".
00:46:19: Und das kam da nochmal dazu.
00:46:22: Parallel waren wir hinten irgendwie auf Platz sechzehn.
00:46:27: Die Saison ging noch ein halbes Jahr und wir wollten natürlich nicht absteigen.
00:46:31: also kamen mehrere Dinge zusammen.
00:46:36: sehr komplex gemacht hat die ganze Geschichte.
00:46:42: Du hast Gott gesagt, man bewertet vielleicht für sich was Neue und schaut nochmal drauf passt alles ist die Situation noch so gut?
00:46:51: Ist das alles wert?
00:46:53: Was hast du für dich dann aus der schlimmen Situation rausgezogen?
00:46:58: persönlich?
00:47:02: Gut auf mich selbst zu achten habe dann auch Kontakt zu Holger Fischer aufgenommen, mit dem ich dann jahrelang nicht gearbeitet habe und hab gesagt, du gib mir nicht so gut.
00:47:20: Also mit dem Ganzen hat er dann gesagt, ich kenne da jemanden Arbeit, dann trifft dich mal mit der Person.
00:47:26: Und das war dann eben eine Traumotherapeutin.
00:47:29: Traumotherapie ist wundervoll für Sportler, Profi-Sportler weil es sehr viel mit einem Nervensystem zu tun hat und du als Sportler frei sein musst.
00:47:43: Ja... Es war einfach der Anfang für mich, mich selber besser kennenzulernen.
00:47:51: Was macht dieses Geschäft mit dir?
00:47:53: Und was willst du aber auch für dich haben?
00:47:56: und was willst Du eben nicht haben – wo sagst Du auch mal nein?
00:48:01: Ja das hat nochmal dafür gesorgt dass ich mich nochmals ganz von einer neuen Seite kennengelernt
00:48:07: habe.".
00:48:12: Die Selbsttötung von eurem Teamkollegen war ein Riesenschock, du hast auch gerade gesagt bundesweit natürlich in der Presse.
00:48:18: Ich glaube wahrscheinlich auch in Europa dadurch dass Robert Enke auch Nationalspieler war was natürlich einen Riesenschock und er hat dann auch Familie zurückgelassen.
00:48:28: War ja auch sehr tragisch alles und ihr habt als Team dann ja auch Spiel für Spiel verloren und wart mit dem Rücken zur Wand mit Abstieg und es musste trotzdem irgendwie weitergehen.
00:48:41: Wie habt ihr euch als Mannschaft verhalten?
00:48:43: Habt ihr Unterstützung bekommen vom Verein oder war da jeder für sich und hat es ausgemacht mit sich, oder wie kann man sich das vorstellen?
00:48:52: Wir hatten eine Unterstützung von einem Verein in dem wir zwei Sportpsychologen dann da hatten.
00:48:58: Einzelgespräche geführt aber auch mit der Mannschaft gearbeitet.
00:49:02: Jetzt hat das natürlich nicht so einen schnellen Effekt, musste ich finden... Nach der Beerdigung, die live im Fernsehe übertragen war wir noch auf dem Platz.
00:49:14: Live mit dem Sack ausm Stadion gelaufen.
00:49:21: Vier-fünf Tage später.
00:49:23: Weiß jetzt nicht mehr genau aber einige Tage später haben wir auswärts auf Schalke gespielt.
00:49:27: Stehst in einem Stadio und drinnen du weißt eigentlich gar nie was los ist.
00:49:30: Sechzig tausend Zuschauer kann man gar nicht beschreiben.
00:49:37: das geht einfach weiter Und du musst jetzt wieder liefern und haben es dann am Ende geschafft.
00:49:44: Es hat aber mit vielen Spielen schon etwas gemacht, glaube ich, ein Torwart damals.
00:49:53: Florian Fromlowitz, der dann nachher im Tor stand, die auch was mit ihm gemacht, unfassbare Druck, der auf ihn gelastet ist.
00:50:00: Er hat danach auch – obwohl er sehr talentiert war – die Karriere nicht mehr so gemacht, wenn man sie erwartet hätte.
00:50:07: Ich glaube das hat schon sehr viel über ihm gemacht.
00:50:11: Ja, merkst du das fällt mir schwer darüber zu sprechen?
00:50:18: Ich will auch immer schwer zu tief reinzugehen.
00:50:23: Weil es schon sehr aufführend war.
00:50:25: die Zeit
00:50:28: ja.
00:50:28: Dann verlassen wir vielleicht das Thema weil ich jetzt auch merke dass dir schwer fällt und spreche vielleicht über was Positives durch Orxa Euro League Habtack spielt in späteren Zeiten.
00:50:40: wie waren so Spielen auf europäischer Ebene?
00:50:46: Es war wunderbar, weil auch die ganze Stadt mit dabei war damals.
00:50:52: Tausende von Menschen, die dann irgendwo Kopenhagen waren oder wo wir auch gespielt haben – Valencia immer gespielt.
00:50:59: Wir haben Atlético Madrid Viertelfinale Europa League gespielt, damals gegen Falkau und ich spiele noch, weiß ich nicht.
00:51:12: Mirko Slomka damals vom Spiel zu mir gesagt.
00:51:15: Du deckst Valkau bei Eckball, weil er so Kopfball-Stark war.
00:51:18: Der hat keine Chance heute gegen dich.
00:51:20: Ja Trainer!
00:51:22: Zehn Minuten gedauert.
00:51:23: Eckball.
00:51:24: Valkao eins.
00:51:28: Aber er funktioniert
00:51:29: ja.
00:51:30: Aber tolles Spiel, tolle Atmosphäre.
00:51:32: Wir haben wirklich hervorhin schöne Reisen gehabt damals.
00:51:37: War echt eine Reise und unvergessen geblieben.
00:51:41: Valkauer ist ja schon ein Brett.
00:51:43: Erinnerst dich noch an andere internationale Topstars, mit denen du Berührungspunkte hattest oder vielleicht auch den einen oder anderen Star in der Bundesliga?
00:51:52: Der zu deiner Zeit aktuell war?
00:51:54: Ja das war eine tolle Zeit damals auch mit Ribery Robben und die Bayern-Zeit Toni Kroos.
00:52:00: Ich habe gegen Luca Toni auch noch gespielt bei dem KSC, gar nicht wie erinnert.
00:52:08: Ganz ganz viele tolle, tolle Spieler.
00:52:10: Schweinsteiger, Thomas Müller international gegen David Beckheim.
00:52:17: Beckheim durfte ich mal spielen also nicht direkt er war auf einer anderen Position.
00:52:21: trotzdem auf dem Feld stehen meinen WM, im Jahr zwei Tausend Zehn gegen Spadier.
00:52:30: Die nach fünf Minuten reingekommen am Ende und ich hatte jetzt unvergessen noch die Bälle rausgeköpft zum Sieg.
00:52:40: Ich hatte nie so ein richtiges Vorbild auch als Kind.
00:52:44: Fand aber einspieler immer total spannend und den fand ich richtig toll.
00:52:49: das war Carlos Pujol seinen Locken.
00:52:55: Und Carlos Poyol stand auf der Gegenseite und dann auf dem Feld.
00:52:59: In einem Spiel bin ich hingegangen, habe gesagt hier Trico... ...und hab mit ihm das Trico wechselt können.
00:53:05: Das habe ich immer noch zu Hause böse Zungen sagen.
00:53:08: Mein Trico lag danach in der Kabine bei den Spaniern.
00:53:13: Aber das habe ich auch immer noch Zuhause.
00:53:15: Halte es in Ehren um Backend-Trikot aber das Poyoltrikot ist mir heilig.
00:53:22: Schön!
00:53:24: Aber Legende, FC Barcelona war er ja.
00:53:28: Nationalspieler in Spanien – ich glaube die Tage haben es dann auch gezeigt im Fernsehen also beim spanischen Spiel auf der Tribüne gesessen.
00:53:35: Ja geil und du warst schon mit dem Platz gestanden und hast das Träger getauscht!
00:53:39: Mario mehr geht fast nicht, gell?
00:53:42: Es war eine tolle Zeit, wir haben jetzt viel auch über Beschwerdethemen gesprochen.
00:53:48: trotzdem sage ich insgesamt würde ich alles nochmal gleich machen und will kein Erlebnis missen auch wenn es mal schwierig war, weil das einfach prägend ist und man sehr viel daraus lernen kann für die Zukunft.
00:54:01: Ja, wir haben jetzt viel über Vereinig gesprochen.
00:54:03: Jetzt hast du gerade eben selber das Thema Nationalmannschaft angesprochen.
00:54:07: Kannst dich noch an deine Nominierung erinnern?
00:54:12: Für die WM
00:54:15: oder generell?
00:54:16: Generell?
00:54:16: ich war Spieler von Karlsruhe damals und so als nicht selbstverständlich dass ich nominiert werde.
00:54:25: Von daher war das schon ein ganz außergewöhnlicher Moment für mich, auch auf dieser Nationalstolz natürlich Heimat.
00:54:33: Ich war lange in der zweiten Liga und war nicht so beachtet in der Schweiz.
00:54:39: Da hatte ich nicht so viel Aufmerksamkeit genossen und das war für mich das erste Mal wo ich auch meiner Heimat dann richtig ins Rampenlicht gekommen bin – da war ich schon sehr stolz.
00:54:50: Ein besonderer Moment!
00:54:51: Ja, schön.
00:54:52: Und wie war die Nominierung?
00:54:53: Wird ich da angerufen oder wie läuft das dann?
00:54:57: Das war damals ... Kirby Kuhn hieß er auch Schweizer Legende und der hat dann angerufen und gesagt, du würdest dich gerne einladen.
00:55:06: Super!
00:55:08: Willkommen!
00:55:10: Selbstverständlich.
00:55:12: Das waren ganz besondere Momente.
00:55:15: Ich war auch in der ganzen Jugendnationalmannschaft nur fünfzehn bis zu einundzwanzig immer dabei und dann lange Jahre nicht.
00:55:21: Und es hat mir gefehlt gehabt, denn da war das super schön!
00:55:24: Und ich habe dir dann zwar nur zehn Länderspiele insgesamt – trotzdem hast du mich ja angekündigt als Nationalspieler.
00:55:31: Also irgendwo der Anstrich bleibt halt immer hängen ist es schön und das macht mich auch stolz.
00:55:36: Ja, unvergesser dein WM-Spiel im Jahr zweitausendzehn gegen die spätere Weltmeister Spanien?
00:55:42: Ja, da werden sich das angefühlt weil du bist ja dann noch reinkommen und musst halt das Spiel retten.
00:55:48: Also legendär!
00:55:51: Er war voll unter Druck.
00:55:53: ich stand da draußen und hab mir gedacht... Eigentlich kannst du es nur verkacken, wenn du jetzt reingehst.
00:55:59: Viel zu gewinnen hast du nicht!
00:56:01: Jetzt bloß kein Fehler machen und bin dann aber rein und sofort im Tunnel und hatte wirklich noch zwei drei Aktionen dann wo ich normal im sechzehne dann gesaved habe und Dinge rausgeköpft habe.
00:56:12: also dadurch konnte ich mich auch wirklich dann als Teil davon fühlen weil einfach wusste ich hab noch einen Beitrag zugeleistet.
00:56:21: Das war schon toll, in Südafrika das Ganze mitzuerleben auch im Vorfeld.
00:56:28: Es geht ja nicht erst los wenn du dann das erste Wärmspiel hast als Mannschaft sondern schon drei vier Wochen vorher.
00:56:35: Du kommst zusammen.
00:56:36: wir waren in der Schweiz.
00:56:38: es waren unglaublich viele Menschen die uns jeden Tag beim Training zugeschaut haben das ganze mit zu erleben von Anfang bis zum Ende.
00:56:46: das war schon etwas ganz besonderes weil In so einer Bubble, wie du da lebst in der Zeit hast du sonst nirgendwo.
00:56:57: Das mitzunehmen war sehr, sehr besonders und ich freue mich sehr, dass ich das erleben durfte.
00:57:03: Schön!
00:57:04: Und dann auch noch mit einem deutschen Trainer?
00:57:06: Den Deutsch-Schweizer-Trainer.
00:57:09: Der Deutsch-schweizer?
00:57:10: Ja und mein zweiter Trainer ist ein perfekter Schweizer-Deutsch.
00:57:13: Die sind in Leurach glaube ich aufgewachsen an der Schweizer Grenze oder spricht fließend Schweizerdeutsch.
00:57:20: Ganz tolle Mensch!
00:57:21: Ja, und mein zweites ist auch Legende bei Borussia Dortmund beim FC Bayern Nationaltrainer von der Schweiz.
00:57:29: Wie würdest du ihn so beschreiben als Mensch und als Trainer?
00:57:32: Was hat er dir mit auf den Weg gegeben?
00:57:35: Jetzt persönlich also konkret auf dem Weg gegeben kann ich mich jetzt nichts erinnern.
00:57:41: aber wenn er mit dir gesprochen hat... Hast du dich total super gefühlt danach?
00:57:46: Du standest ganz anders da, wenn er mit dir geredet hat oder wenn er vor dir als Mannschaft stand und die als Mannchaft gesprochen hat.
00:57:56: Du hast super viel Selbstvertrauen mitgenommen und jetzt war man damals auch gut erfolgreich und haben es dann zu wem auch geschafft.
00:58:05: Er war nicht die beste Truppe insgesamt.
00:58:09: Er stand halt für Erfolg!
00:58:11: Und das hat sich übertragen auf uns was er einfach hervorragend gemacht hat und das zeichnet ihm alle Weltklasse-Trainer aus.
00:58:19: Er hat nicht alles gewusst, er war menschlich hervorragend, er hat das Team hervorrangend begleitet aber er hatte auf jeder Position um sich rum.
00:58:28: Ob es Athletik war, ob es Co-Traine war, Taktisch, Trainingsgestaltung, hat er nur Top Leute um sich!
00:58:36: Und das zeichnet die Weltklasse Trainer aus, dass sie es verstehen.
00:58:40: Dass sie nicht alles wissen, sondern dass sie Top-Trainer um sich herum brauchen und ein Top-Team um sich rum.
00:58:46: Das hatten wir dann nur Experten in allen Bereichen.
00:58:50: Das sieht man ja auch bei einem Jürgen Klopp oder bei diesen Trainern, dass einfach die besten Leute um sich herum
00:58:57: waren.
00:58:58: Hast du dir auch mal überlegt, Trainer zu werden?
00:59:02: Ich habe einen Trainerschein gemacht – B plus Lizenz.
00:59:04: also die B litte Lizenz war auch sehr erfolgreich drin, habe dann aber sehr schnell gemerkt dass ich das nicht möchte.
00:59:13: Das mir das viel zu unkontrolliert ist irgendwie schwer zu erklären.
00:59:19: Aber ich hab schnell gemerkt dass es nicht meins ist und dass ich es nicht langfristig machen möchte.
00:59:24: Ich habe dann mal ein Code-Trainer bei uns im Dorf zum Spaß mitgearbeitet.
00:59:29: Es hat mir sehr viel gegeben nach meiner Fußballkarriere, aber jetzt so eine Chefdrehenrolle hätte ich mir nie vorstellen können.
00:59:37: Meist du noch, wie?
00:59:39: das war so dein Karriereende?
00:59:42: Wie hatten Sie sich das angefühlt für dich?
00:59:44: Wie kam es dazu?
00:59:45: Welche Gedankengaschstüte dabei machten?
00:59:47: Wie waren sie der Wechsel?
00:59:49: Mein letztes Jahr bei Union Berlin habe dann schon gemerkt, dass ich es einfach körperlich war.
00:59:56: Ich bin dann nochmal zurück in die zweite Liga, irgendwo körperlig mental.
01:00:01: Ich war nicht mehr bei hundert Prozent und Ich bin heute noch froh, dass ich für mich die Entscheidung treffen konnte.
01:00:09: Und jetzt ist es gut und ich bin total happy mit meiner Karriere.
01:00:12: aber jetzt möchte ich was anderes.
01:00:15: Möchte auch mal aus dieser Struktur rauskommen das permanent über dich entschieden wird.
01:00:20: Ich will jetzt selber eine Entscheidung treffen.
01:00:22: Was mache ich morgen zum Beispiel?
01:00:27: Der Netscheid getroffen für mich und hatte dann aber noch mal eine Anfrage von Bayern München.
01:00:33: Für die zweite Mannschaft war es schon sehr spannend, weil man ja nie weiß wenn oben was passiert ist.
01:00:41: Damals Regionallieger der zweiten Mannschaft, das hätte ich noch locker spielen können.
01:00:46: Vielleicht noch zwei Jahre hätte ich dranhängen können.
01:00:48: Aber mein Kopf hat gesagt, dass es Schluss ist.
01:00:51: Und dann habe ich Schluss gemacht.
01:00:55: Ich bin heute noch froh, dass ich diese Entscheidung damals getroffen habe.
01:00:58: Auch körperlich total gesund und alles heile im richtigen Moment aufgehört ist.
01:01:02: So muss sein!
01:01:05: Wie kann man sich das vorstellen?
01:01:06: Jetzt herrscht auf mit deiner Fußball-Karriere – mit Vierunddreißig.
01:01:10: Du hast jetzt morgens keinen Training mehr, du hast am Wochenende kein Spiel mehr.
01:01:14: Dein Kopf und Körper fahren ja erst mal runter.
01:01:20: Wie waren das für dich so die erste Zeit nach deinem Profi-Fußball?
01:01:24: Weil da verarbeitest du ja auch erst vieles nacheinander weg, vom Verein Aufstiege, Abstieg der Nationalmannschaft.
01:01:34: Was hat es dann mit dir gemacht?
01:01:35: Wie waren so die ersten Zeit nach Deinem Exit?
01:01:39: Kein Problem!
01:01:39: Ich hatte einen sehr guten Übergang und habe mich vorher schon Monate darauf einstellen können dass ich diese Entscheidung getroffen habe und bewusst getroffen haben.
01:01:49: Ich habe ja damals mit dieser Traumotherapeutin Sandra Fischer zusammengearbeitet.
01:01:54: Erst mal für mich selber, dann hab ich irgendwann gesagt hey, ich find's total interessant!
01:01:59: Ich will verstehen um was es da wirklich geht und hab von ihr eine ganz tolle Ausbildung auch in dem Bereich mitbekommen So die Basics und ich habe mich immer schon für diese Themen eben interessiert.
01:02:12: Was macht dieses Geschäft mit einem?
01:02:15: Wo sind vielleicht die Hebel, für Profisport um nochmal mehr Leistungen zu erzeugen im mentalen Bereich?
01:02:23: Und hab mich dann mit ihr zusammen getan haben auch ein Unternehmen gegründet.
01:02:26: damals haben wir Sportlern zusammengearbeitet und darum war mein Übergang fließend So dass ich irgendwo eine Tagestruktur hatte.
01:02:35: Ich habe parallel ein sehr guter Freund von mir, macht Triathlon und hat immer schon Triathlon gemacht.
01:02:41: Da war viel bei meinen Spielen dabei.
01:02:43: Dann hab' ich gesagt so, ich hab jetzt mal die Gelegenhaut auch mal bei dir dabei zu sein beim Wettkampfer dann auf Mallorca, bei so einem halben Album dabei.
01:02:52: Hab ihn unterstützt!
01:02:53: Und das hat mich dann so gepackt dieses Feeling dort als ich selber angefangen habe... ...und hab dann vier fünf Jahre lang Wirklich auf Amateur-Niveau Iron Man gemacht, also bin ich auch fit geblieben parallel und hat den sehr guten Übergang eine sehr gute Struktur für mich.
01:03:12: Glücklicherweise war immer die Sorge früher was passiert wenn du irgendwann aufhörst hatte ich glücklicherweise einen sehr guten Übergang ins normale Leben.
01:03:21: Ja das klingt sehr schmeidig!
01:03:24: Und wie war so dein übergang vom Von dem normalen Leben dann wieder zum Sportfunktionär.
01:03:29: Heute bist du ja Geschäftsführersport beim Karlsruhe SC bei deiner alte Liebe, wenn man das so sagen kann?
01:03:36: Wie kam der Schritt zurück zum Profifußball?
01:03:40: Am Ende war das schon Zufall.
01:03:44: mit dem Vizepräsidentenabend damals verbunden wo ich mich beworben habe und nicht gewusst habe was passiert war ich schon überrascht, dass ich so klar dann reingewählt wurde.
01:03:56: Echt überraschte hätte ich nicht gedacht, weil ich doch auch namhafte Konkurrenz hatte mit Rainer Schütterle damals der das Amt auch schon mal innen hatte, ihr sehr verbunden ist und... Ich war ja schon auch einige Jahre weg und nicht mehr so im Fokus beim KSC Ja!
01:04:12: Und dann kam irgendwann die Frage oder es kam auf mich zu hey kannst du dir das vorstellen als Geschäftsführer zu arbeiten?
01:04:19: Das war für mich der Moment.
01:04:23: Die schwierigste Entscheidung war, willst du noch mal wirklich in dieses Rampenlicht zurück?
01:04:30: Also als Vizepräsident bist du im Hintergrund.
01:04:32: Da bist du kaum in Erscheinung.
01:04:35: Als Geschäftsführer bist du plötzlich verantwortlich für den Verein, den du liebst und hast eine extrem große Verantwortung und du bist permanent unter Beobachtung wieder.
01:04:45: Und dieses Permanente Unterbeobachtungen sein muss man sich schon gut überlegen weil dieses Geschäft macht was mit dir, ob du es willst oder nicht.
01:04:54: Du kannst noch so gut vorbereitet sein das zieht dich voll rein.
01:04:58: Du kannst nur versuchen so gut wie möglich damit umzugehen dass du eben gesund bleibst.
01:05:04: und das war für mich die schwierigste Frage.
01:05:06: und auch wie geht meine Familie damit um?
01:05:09: Weil ich natürlich wieder sehr viel weg bin und hatte dann jahrelang wieder die Gelegenheit viel Zeit in meiner Familie zu verbringen hatte dann die Rückendeckung, hab für mich entschieden... ich will das machen.
01:05:22: Ich habe da Lust drauf und ich nehme da alles auch in Kauf dafür was eben die Nebeneffekte sind und ...dann ging's los.
01:05:32: Hat jetzt nicht viel Zeit darüber nachzudenken und hab dann gesagt okay, ich mach' es!
01:05:38: Wie?
01:05:39: Was motiviert dich da im Rampellicht zu stehen beziehungsweise wie gehst du mit dem mentalen medialen Druck um?
01:05:46: Du triffst ja auch Entscheidungen Spieler, Spielerentlassungen, Trainer, Trainer-Entlassung.
01:05:52: Da bist du ja immer im Fokus.
01:05:53: Alles was du entscheidest wird irgendwo in der sozialen Medien mittlerweile oder in der Presse diskutiert und bewertet auch.
01:06:01: Manche finden es gut, manche vielleicht nicht so gut.
01:06:03: Wie gehst denn du mit dem ganze mediale Druck um für dich als Mensch?
01:06:08: Natürlich eben durch meine Erfahrung als Spieler schon gelernt, was es bedeutet in der Öffentlichkeit zu stehen und der Druck zu stehen.
01:06:16: Wie verarbeitest du für dich selber solche Situationen?
01:06:20: Wo ist dein Fokus vor allen Dingen?
01:06:25: Ich habe immer versucht Dinge langfristig anzugehen, was im Fußball nicht so einfach ist weil du jeden Tag jede Woche bewertet wirst.
01:06:33: und trotzdem hab ich's für mich geschafft einen langfristigen Plan zu haben und den sehr konsequent umzusetzen.
01:06:45: Mit allen Nebeneffekten, die es vielleicht eben auch an Bewertung von außen gibt.
01:06:50: ich bin immer gut damit gefahren das zu tun wofür ich wirklich stehe und wo ich wirklich dran glaube was richtig und gut ist nicht für mich sondern für das ganze Versuche das kurzfristige auszublenden und mich auf das langfristige zu konzentrieren.
01:07:12: Damit bin ich immer sehr, sehr gut gefahren und das Bewusstsein zu haben dass dieses negative oder diese negative Sicht von außen wenn du verlierst Wenn Du Entscheidungen treffst Dass das kommen kann und kommen wird Dieses Bewußt sein Das Ich weiß dass es passiert.
01:07:34: Ich kann noch so gut sein und alles richtig machen.
01:07:38: Und ich freue mich über die guten Kommentare, du wirst irgendwann ein Spiel verlieren.
01:07:43: Du wirst eine schlechte Entscheidung treffen oder einen Fehler machen.
01:07:47: Das wird passieren!
01:07:50: Mit dieser Gewissheit dass es passieren wird und das es eben auch mal gibt, kann ich sehr so gut leben weil ich bin nicht überrascht Das gehört dazu.
01:08:01: Wenn ich mich entscheide, in diesem Geschäft zu sein und in der Öffentlichkeit zu sein, gehört das dazu.
01:08:07: Und so habe ich für mich einen Weg gefunden gut mit umzugehen, um eben auch nachts gut zu schlafen.
01:08:15: Das ist schön!
01:08:16: Du hast jetzt wieder den Weg zum KSC zurückgefunden?
01:08:20: Du warst damals als Aufstiegsheld, als Kapitän dabei mitteltrin, jetzt als Funktionär.
01:08:26: Was macht für dich denn für einen so besonders?
01:08:30: Die Menschen, die Menschen da drin.
01:08:36: Es hat mir als junger Kerl Anfang zwanzig unglaublich viel gegeben in dieser Welt, in dieser KSC-Welt aufgenommen zu werden respektiert zu sein nicht nur als Fußballer sondern auch als Mensch viele Leute kennengelernt und das ist man sagt immer so plakativ ja KSC Familie es ist aber wirklich eine Familie und es war eine Familie.
01:09:02: Ja, das ist einfach ein Teil meiner Geschichte und ein Teil der Geschichte wo ich sehr stolz bin.
01:09:07: Wo ich sehr viel für mich mitnehmen konnte fürs Leben die ganzen Erfahrungen die ich gesammelt habe.
01:09:12: Meine Familie ist ein Teil dieser Geschichte auch von Karlsruhe weil meine Frau hier kennengelernt habe, meine Tochter ist hier geboren.
01:09:21: Es ist total spannend dass ich jetzt wieder zurückgekommen bin wie viele Menschen noch im KSC um Feld sind.
01:09:28: Einfach fünfzehn Jahre älter Die aber immer noch da sind und die genauso sind wie damals.
01:09:37: Es ist wirklich Heimat für mich, es ist meine zweite Heimat.
01:09:41: ich bin total stolz Schweizer zu sein.
01:09:42: Ich liebe meine Heimat die Schweiz.
01:09:45: Ich sehe aber Karlsruhe auch als meine Heimat, meine zweiten Heimat an so besonders jetzt wieder zurück zu sein, auch in der Funktion.
01:09:55: Und ich habe ein sehr großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber diesem Verein.
01:10:01: Das ist schön!
01:10:02: KSC meine Heimat sage ich da nur.
01:10:04: Genau, Slogan noch Werbung gemacht.
01:10:07: Ja
01:10:07: du hast ja auch gesagt die Menschen, das war deine erste spontane Antwort was den Verein so besonders macht?
01:10:16: Die Menschen welche Spieler oder Trainer verbindest du mit der schönen Zeit, mit dem schönen Gefühl?
01:10:25: Ich glaube es würde nicht gerecht werden wenn ich jetzt da einzelne rauspicke.
01:10:31: Es ist irgendwo das Gesamtbild und die Reise, die wir genommen haben insgesamt, wie gesagt ich hatte am Anfang drei sehr schwere Jahre mit dem Verein Handlungen, als ich zum ersten Mal in der Kabine war kam Rolf Domrhein damals und hat gesagt ja Jungs wenn das hier weitergehen soll müsst ihr mal auf zwanzig Prozent Gehalt verzichten.
01:10:54: Wir haben damals noch nicht so viel verdient.
01:10:55: also jetzt kein Mitleid.
01:10:56: aber das letzte war schon normal.
01:10:58: ein Schlag weil du hast dir eine Wohnung gemietet, du hast den Auto geholt irgendwie guckten dass du nicht unter null kommst und dann fehlen die nach zwanziger Prozent.
01:11:09: Ja das war da immer schon eine herausfordernde Zeit und wir haben das dann überstanden.
01:11:16: Was besonders war, es ist heute genau gleich.
01:11:19: also was für eine Rolle eben auch die Fanszene spielt, die dir schon aufzeigt wenn's nicht so gut läuft sportlich Herr Jungs ihr habt hier eine Verantwortung Und es dich wirklich dahinträgt, dann wieder da rauszukommen oder dich dahin trägt erfolgreich zu sein.
01:11:40: Das hat schon einen Wahnsinns-Effekt oder eben auch die Menschen in der Stadt wenn du merkst wie sehr sie der KSC mitnimmt und wie sehr auch ihr persönliches Wohle gehen und ihr Gefühl was Sie haben jeden Tag vom KSC abhängt.
01:11:58: Diese Verantwortung spürst du als Spieler, das wacht was mit dir.
01:12:04: Wer für mich schon sehr prägend war, war Edde Becker weil er uns unglaublich viel Verantwortung übertragen hat als Spieler und wir als Menschen gewachsen sind damals aber auch als Fußballer wachsen durften.
01:12:19: also ich glaube seine größte Stärke war dass er uns nicht verhindert hatte als Mannschaft als Spieler als Einzelspieler.
01:12:28: Er hat uns nicht verhindert, er hat uns viel Verantwortung übertragen und so konnten wir wachsen.
01:12:35: Und das ist eine wahnsinnige Stärke die viele nicht haben im Fußballgeschäft weil sie immer alles kontrollieren wollen.
01:12:44: Und Menschen wachsen aber nur wenn du sie auch lässt, wenn du in Verantwortung übeträgst oder wenn du sich Fehler machen lässt.
01:12:53: Das war ... Ede war schon ein großer Volksfaktor Aber auch Rolf Dom war sehr prägend mit seiner Art.
01:13:04: Mit Spielern, diese Aufstiegsmannschaft.
01:13:07: damals werden so viele tolle Typen da drin.
01:13:11: Ich möchte jetzt gar nicht jeden einzelnen aufzählen.
01:13:15: Es war einfach mal eine ganz besondere Truppe und wir hatten einen besonderen Moment der dafür gesorgt hat dass er eigentlich den letzten großen, richtig großen Erfolg hatte in Karlsruhe.
01:13:25: dann im Jahr zwei tausend sieben oder zweitausend nach.
01:13:27: Welche Wünsche, Träume hast du noch für den KSC?
01:13:32: Ja das ist kein Geheimnis.
01:13:34: Wir wollen wieder in die erste Liga und ich will noch einmal mit dem KSC eine erste Liger machen.
01:13:40: Das ist mein ganz großer Traum, den ich habe.
01:13:43: Aber dann nicht nur ein Jahr!
01:13:47: Und was gibst Du oder wie bist Du mit der Mannschaft verbunden?
01:13:55: Ich muss natürlich meine Rolle als Geschäftsführer, das ist ein Rollenthema.
01:14:02: Ich habe Timon Pauls als sportlicher Leiter, Direktor Profi-Fußball und erst näher an der Mannschaft wie ich per Rolle.
01:14:12: Da ich aber ehemaliger Fußballer war zieht es mich natürlich immer Richtung Kabine, versuche aber immer eine gewisse Distanz zu bewahren.
01:14:21: weil mein Rolesstrategisch als Geschäftsführer, also meine Rolle strategisch langfristig muss langfristig planen und muss auch immer wieder schauen, dass es mich nicht zu sehr ins Tagesgeschäft reinzieht.
01:14:33: Ich mich darin verliere.
01:14:35: Das ist dann eher die Rolle von Timon im Tagesgeschäften zu sein.
01:14:41: aber die Verlockung ist schon sehr groß natürlich dann nah an der Mannschaft zu sein, nah an den Spielen zu sein zu spüren was passiert?
01:14:51: Muss aber trotzdem auch immerwiederschauen das ich eben die Verantwortung den Menschen lasse, die dann verantwortlich sind für die Mannschafttrainerteam oder eben auch der sportliche Leiter Timon.
01:15:04: Das ist immer wieder beim Rollenbild damals Ede Becker.
01:15:08: Die Verantwortung abgeben, auch laufen lassen und Entwicklung nicht verhindern.
01:15:14: Da versuche ich immer eine gute Balance hinzukriegen von Nähe und Distanz zur Mannschaft.
01:15:20: Aber ich liebe die Jungs und es zieht mich einfach immer
01:15:22: dahinter.".
01:15:23: Das ist schön.
01:15:23: Ich kann es nachvollziehen, ich war ja selber auch Fußballer und Amateur-Fußballer.
01:15:26: Mich zieht's auch immer auf die Rasen wenn ich nur noch im Sportplatz vorbei laufe oder ein Ball fliege.
01:15:32: Wenn ich neben dran trainiere, ich mache Fitness neben dem Sportplatz.
01:15:36: Wenn da ein Ball herfliegt, ich muss dagegen reden.
01:15:39: Ja das ist ja einfach so drin.
01:15:42: Schön Mario!
01:15:43: Ich habe dich gerade gefragt was du dir wünschst für den KSC?
01:15:46: Was wünschen du dir noch persönlich als Mensch für dein Leben?
01:15:53: vor allem den Gesundheit.
01:15:57: Merke ich immer mehr, kommt vielleicht mit dem Alter und macht man sich in jungen Jahren wenig Gedanken drüber.
01:16:03: Man denkt sich dann immer auf Verletzung als Profifußballer aber mittlerweile schon, dass ich gesund bleibe.
01:16:11: Ich habe zwei tolle Kinder auch, mit denen werde ich noch sehr viel Zeit verbringen sehr, sehr viel erleben.
01:16:19: Ich freue mich total auf die Entwicklung meiner Kinder was ihr Weg sein wird in der Zukunft.
01:16:25: und ja das ist so mein persönliches Lebens oder mein persönlicher sozusagen Ausblick im Leben dass ich mich einfach total freue Auf alles was kommt Was mein Weg jetzt beruflich sein wird wo das hingeht dass das Leben meiner Kinder und meine Familie sein wird.
01:16:49: Ich habe gelernt, ich habe eine Ausbildung gemacht als Gestalttherapeut.
01:16:55: Da lernt man im Hier-und-Jetzt zu leben.
01:16:56: Man nimmt hier und jetzt zu sein ist nicht hier und Jetzt Therapie.
01:17:01: Und darum fällt es mir schwer in die Zukunft zu denken oder was es irgendwann versucht so gut es geht um hier zu leben alles aufzusaugen der Moment hier mit dir aufzusagen Was ich ganz, ganz toll finde gerade auch wie du das machst die Art und Weise.
01:17:18: Das gibt mir was, das gibt mir ein gutes Gefühl.
01:17:21: Ich nehme gerne diese Momente nämlich gerne mit und hoffe dass sie noch sehr viel haben werden im Leben.
01:17:26: Vielen lieben Dank also für das schöne Komplement kann ich nur zurückgeben.
01:17:30: Ich genieße den Moment mit dir auch.
01:17:31: Ich habe mich aber schon mega gefreut auf die Sendung schon seit Wochen.
01:17:36: Ja also
01:17:37: ging mir auch so.
01:17:38: Das ist echt schön.
01:17:39: Also schön, dass da bist du nochmal.
01:17:43: Ziemlich, ja am Ende sind
01:17:47: wir nicht.
01:17:49: Aber... Wir haben schon ziemlich viel besprochen.
01:17:56: Hast du noch eine Botschaft an unsere Hörer und Zuschauer was du gerne loswerden würdest?
01:18:03: Seid nett miteinander!
01:18:05: Seid verständnisvoll miteinander gerade in der heutigen Welt mit Social Media Ja, wo jeder irgendwo sich ausdrücken kann.
01:18:15: Aber auch jeder von außen sofort bewertet wird.
01:18:19: Das betrifft ja in der heutigen Zeit nicht nur uns als Menschen die im Sport arbeiten – das war früher noch mehr getrennt heute.
01:18:27: Betrifft es ja irgendwie jeder, der sich einen sozialen Medien oder Melde da irgendwo eine Meinung hat?
01:18:36: akzeptiert auch Meinungen, die euch nicht so gefallen.
01:18:40: Versucht auch den anderen irgendwo zu verstehen, redet miteinander.
01:18:44: hört auf irgendwie andere zu beleidigen.
01:18:47: das tut euch selber nicht gut.
01:18:49: seid nett miteinander.
01:18:50: Das ist die wichtigste Botschaft, die ich gerne weitergeben möchte oder dich gerne aussprechen möchte.
01:18:59: Vielen lieben Dank.
01:19:00: also das klingt sehr schön und es ist eine tolle Botschaft.
01:19:04: Ich denke auch noch mal ne schöne Abhundung von dem heutigen Moment.
01:19:09: Meine allerletzte Frage traditionell, lieber Mario... Gespannt!
01:19:17: Bevor wir das neue KSC-Trikot abholen gehen.
01:19:21: Zwölf Uhr her?
01:19:22: Genau, zwölf Stunden kommt das neue Trikot raus.
01:19:25: Lieber Mario, wen würdest du gerne bei mir in Lemon Dreams auf der Couch als Gastin hören?
01:19:32: Oh, wen würde ich gerne ... Was zu dir passen würde u.s meyer den hattest du schon gell.
01:19:40: der ist mir jetzt gerade so als erstes spontan eingefallen weil ich das ein ganz toller und spannende mensch finde.
01:19:46: es kamer grad als erstens us meyer dann hat er da ja schon okay kürzigen
01:19:51: raus.
01:19:51: lieber
01:19:52: genau.
01:19:52: ich würde empfehlen mal michael bekke einzuladen weil er natürlich auch so ein Bild in der Öffentlichkeit hat.
01:20:02: Als Financer bei uns beim KSC, als der Mann mal auch der der Schwierige ist und der die die unangenehmen Entscheidungen trefft den ich alle verstehen und sehr viel über Strategie beim ksc spricht.
01:20:15: aber ganz ganz spannender Typ der auch wenn man vielleicht mal in so einem Setting ist wie hier auch sehr viel tiefer reinkriegt mit ihm.
01:20:27: Er war natürlich in seiner Rolle als Geschäftsführer im kaufmännischen Bereich, im Finanzbereich dann in der Öffentlichkeit nicht so rüber kommt aber wo ich glaube dass das auch ein sehr spannendes Setting für dich sein kann weil er ja auch nicht die Gelegenheit hat dann mal so zu sprechen so offen und das finde ich sehr spannend ihn bei dir zu sehen.
01:20:51: Ja super vielen Dank für den schönen Impuls.
01:20:53: Lieber Mario, für mich war es eine riesige Freude.
01:20:57: Eine riesige Ehre mit dir hier die Zeit zu verbringen.
01:21:01: Vielen Dank Alex!
01:21:02: Ging mir genauso.
01:21:03: Ich habe mich auch übrigens sehr gefreut weil wir uns im Vorfeld ja schon kennengelernt haben, sehr intensiv miteinander gesprochen haben und ich solche Gespräche immer sehr schätze und gerade im Fußball auch sehr wenig habe dass man mal über andere Themen spricht wird.
01:21:17: was habt ihr am Wochenende gemacht?
01:21:19: Was sagst du zum Transfer?
01:21:21: von daher schätzt das sehr Das Gespräch heute mit dir zuviel.
01:21:25: Ja, ich schätze es außer.
01:21:26: für mich war eine ganz besondere Folge zum einen weil wir die Verbindung zum KSC haben und weil ich eine familiäre Beziehung habe in Schweiz, meine Familie wohnt dort auch.
01:21:36: von daher war es für mich eine spezielle Folge mit dir heute.
01:21:40: und ja vielen lieben Dank nochmal lieber Mario.
01:21:43: Danke dir Alex!
01:21:44: Alles alles Gute für dich deine Familie und auch für dein Club, für deinen Verein.
01:21:50: Wir bleiben in Kontakt und jetzt gehen wir erst mal das Trikot holen.
01:21:53: Vielen Dank, so machen wir das.
01:21:55: Geblei Farben.
01:21:57: Kannst du als aussuchen?
01:21:58: Ja
01:21:58: super!
01:21:58: Und ihr da draußen bleibt gesund und euch auch alles alles Gute.
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