Zweimal dem Tod entkommen – und nie aufgehört zu leben - Tatort-Schauspieler Bernd Gnann (#39)

Shownotes

Mit sieben Geschwistern auf einem oberschwäbischen Bauernhof aufgewachsen, mit 19 in Thailand knapp dem Tod entkommen, mit Mitte 40 einen Gehirntumor überlebt – und dazwischen zu einem der markantesten Tatort-Gesichter Deutschlands geworden. Bernd Gnann hat mehr erlebt als die meisten in drei Leben. Und er erzählt es mit einer Leichtigkeit, die ansteckt.

Im Gespräch mit Alex nimmt uns Bernd mit auf seine ganze Reise: von der Kindheit im 400-Seelen-Dorf Reichenbach, wo acht Kinder sich gegenseitig erzogen, über den Deutschlehrer, der sein Schauspiel-Talent entdeckte, bis auf die großen Bühnen in Stuttgart, Essen und München. Er erzählt vom Tag, an dem ein Schwerverbrecher ihn in einem Bangkoker Hotel mit einer Machete überfiel – und wie er 17 Sekunden lang klinisch tot war. Und von dem irren Zufall, dem er sein Leben verdankt: einer Kaffeeallergie, die einen versteckten Gehirntumor ans Licht brachte.

Eine Folge über den Tod und die Lust am Leben, über Bodenständigkeit als Markenzeichen, über Mut, Neid und Unternehmertum – und über Bernds Motto, das nach all dem nur eines sein kann: „Lebe wild und gefährlich. Geh raus aus dem Haus – nimm alles mit, was geht." Plus: sein Kammertheater als Ort der Heilung, die Grimme-prämierte Serie „Tschappel", der eigene Tragschrauber und die legendäre Geschichte von „Radar Walter".

Über den Gast:

Bernd Gnann (*1973 in Aulendorf) ist Schauspieler, Kabarettist und Theaterintendant. Aufgewachsen mit sieben Geschwistern in einer Landwirtsfamilie in Reichenbach bei Bad Schussenried, entdeckte er sein Talent im Schultheater des Gymnasiums St. Johann Blönried. 1992 begann er sein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Stuttgart und wurde mit 22 festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Stuttgart, dem er über ein Jahrzehnt angehörte.

Seit 1997 ist Bernd regelmäßig in TV-Produktionen zu sehen – von Polizeiruf 110 über Der Alte bis zu über 25 Tatort-Folgen, in denen er vor allem an der Seite der Stuttgarter Kommissare (u.a. Richy Müller) brillierte. Seit September 2009 leitet er als Intendant das Karlsruher Kammertheater, seit 2014 ist er zudem Geschäftsführer des Regionalsenders Baden-TV. Bekannt ist er auch für seinen Heinz-Erhardt-Soloabend „Die Made" und zuletzt für seine Rolle in der oberschwäbischen ZDFneo-Kultserie „Tschappel", die 2026 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Bernd lebt mit seiner Familie und fünf Kindern in der Region Karlsruhe.

Folge Bernd auf: berndgnann.de\ Kammertheater Karlsruhe

In dieser Folge sprechen Alex & Bernd über:

  • Die Kindheit auf dem Bauernhof mit sieben Geschwistern
  • Den Tod des Vaters und seinen offenen Umgang mit dem Sterben
  • Thailand 1992: den Überfall, der ihn 17 Sekunden das Leben kostete
  • Den Gehirntumor – und die Kaffeemaschine, die sein Leben rettete
  • Wie ein Deutschlehrer sein Schauspiel-Talent entdeckte
  • Den Weg vom Acker über die Schauspielschule auf die großen Bühnen
  • Sein eigenes Kammertheater in Karlsruhe
  • Neid, Bürokratie und warum er Unternehmer für Helden hält
  • Was er mit dem Tatort verbindet & die Grimme-Serie „Tschappel"
  • Seinen Tragschrauber und „Gnann Airlines"
  • Die legendäre Geschichte von „Radar Walter"
  • Seine Botschaft: „Lebe wild und gefährlich"

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu meinem Podcast Lemon Dreams.

00:00:04: Dein Podcast für Inspiration und Mut.

00:00:06: Mein Name ist Alex Schwabe und ich interview in meinen Podcast herausragende Persönlichkeiten mit bewegenden Lebensgeschichten und ich wünsche euch ganz viel Freude, Spaß beim hören und genießt einfach die Sendung euer Alex!

00:00:24: Und das ist das Leben.

00:00:25: halt ja es nimm alles mit was nur geht geh raus aus dem Haus weil sonst erlebst nichts.

00:00:31: Das ist das A und O. Tartort ist natürlich, sag ich mal schon die erste Bundesliga.

00:00:38: Wenn du da dabei bist, kannst dich Schauspieler nennen?

00:00:41: Das ist für mich tatsächlich auch ein damalsem Ritterschlag gewesen, dass sich da gleich mit dem Bienste anfangen konnte.

00:00:49: Ich habe es über zu vormundzwanzig Tartorte gedreht.

00:00:52: Ich hab Glück gehabt mit meinen Geschwistern, meiner Familie ... Auch mit meiner Gesundheit, auch da gab es Rückschläge und so weiter.

00:00:59: Und im Endeffekt war uns keine Rückschläge, es waren Momente die das gebraucht hat um jetzt so zu sein wie ich heute da

00:01:08: sitze.

00:01:09: Hallo ihr Lieben!

00:01:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Lemon Dreams Dein Podcast für Inspirationen Mut.

00:01:15: Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir.

00:01:17: Bei mir ist Bernd Knann.

00:01:19: Bernd ist bekannt aus verschiedenen TV Produktion Vor allem aus dem Tatort oder aus Chappel, für das er gerade vor der Kamera steht.

00:01:27: Und mit Bernd spreche ich über seine herausragende Theater- und Fernsehkarriere.

00:01:32: Und Bernd hat auch zwei wirklich krasse Schicksalsschläge gehabt.

00:01:37: Zum einen ist er in Thailand knapp dem Tod von der Schippe gesprungen und zum anderen hat er ein Gehirntumor überlebt.

00:01:44: und welche Rolle eine Kaffeemaschine dabei gespielt hat, die ihm das Leben kredet hat.

00:01:49: Das erfahrt er heute in der heutigen Folge Lemon Dreams!

00:01:52: Und ich wünsche euch jetzt ganz viel Freude, Spaß beim Hören und bleibt gesund!

00:01:58: Sag' ich herzlich willkommen zu Lemon Dreams, dein Podcast für Inspirationen und Mut.

00:02:02: Heute haben wir einen ganz besonderen Gast bei mir.

00:02:05: Heute sitzt Bernd Knann bei mir auf der Couch.

00:02:07: Lieber Bernd, schön dass du da bist.

00:02:08: Ist mal ne Riesenfreude, ne Riesenerre... ...und ich freue mich jetzt auf die Zeit mit dir.

00:02:13: Man muss wissen, wir kennen uns nicht.

00:02:15: Wir haben uns jetzt heute zum ersten Mal gesehen seit zehn Minuten.

00:02:18: also es ist spannend.

00:02:19: Ja für mich auch absolut!

00:02:22: Wir kennen uns net persönlich erst seit zehn minuten.

00:02:25: Aber so vom Regionale her habe ich schon einiges von dir gesehen.

00:02:29: Du bist ja bei Baden TV warst schon zu sehen, du bist bekannt aus Tatort.

00:02:33: jetzt aktuell stehst für Trouble for the Camera.

00:02:36: man kennt dich auch als Polizeiruf Balkor.

00:02:39: noch ganz alte Folge also war schon bei verschiedenen TV Highlights mit.

00:02:44: am Start Bist aber auch Moderator, Intendant vom Kamertheater.

00:02:49: Sprecher also ein Tausendstasser könnte man sagen, das ist eine eigene Airline habe ich gesehen.

00:02:54: Können wir später vielleicht mal einsteigen?

00:02:56: Lieber Bernd wie würd schon dich selber beschreiben?

00:03:01: Also eigentlich bin ich gelernter Schauspieler.

00:03:03: ja!

00:03:03: Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, wie man mich nennen kann... Ich bin eher derjenige mittlerweile geworden, der selber den Babys die ich so kreiere Namen gibt.

00:03:15: Also ich bin eigentlich Schauspieler und komme vom Bauernhof und das ist glaube ich das Markenzeichen von mir.

00:03:23: Ich bin ein sehr bodenständiger Schauspieler in der heutigen Zeit.

00:03:26: Es ist für mich ein Marken Zeichen weil viele Schauspiele haben gerade große psychische Probleme, muss man einfach ganz ehrlich sagen.

00:03:36: Aber nicht nur Schauspieler, ich glaube insgesamt die Menschheit macht sich viel zu viele Gedanken und weniger um das Arbeiten sondern eher um sie selber.

00:03:46: Und das Bremsgrad finde ich so ganz Deutschland aus.

00:03:49: also Ich bin kein Tausendsaser.

00:03:52: Tausensasser ist für mich jemand der zu viel macht, der das nicht im Überblick beherrschen kann.

00:03:59: Und ich habe sehr viel zu tun.

00:04:01: Ich hab viele Firmen kreiert über dreißig Stück in den letzten sechzehn Jahren und ich habs ja aber im Griff.

00:04:07: und wenn mal was nicht funktioniert loslassen weiter gehts.

00:04:11: Ja Spanien du hast gesagt du bist ein bodeständiger Typ.

00:04:14: Meinen denn jetzt zehn Minuten wo ich dich jetzt kennengelernt habe nämlich dass es auch so war kommst ursprünglich vom Bauernhof magst du so ein bisschen uns mal mitnehmen, so in deine Jugendkindheit.

00:04:23: Wie bist du aufgewachsen?

00:04:25: Was waren die Erlebnisse, Kindheitserlebnisse, die dir hänge geblieben sind?

00:04:29: Schwitzigweilig erzählt es gerade nicht nur dir heute sondern gestern Abend auch meinen eigenen Kindern!

00:04:35: Ich habe fünf Stück, ich hab zwei aus erster Ehe und drei kleine, fünf, sieben und neun Und die lieben als Geschichten von meiner Kindheit zu hören aufgewachsen.

00:04:48: In einem kleinen Dorf namens Reichenbach bei Bad Schussenried hat nur vierhundert Einwohner damals gehabt, mittlerweile sind es nicht viel mehr aber so sechs oder vielleicht Bauernhof.

00:04:57: Dadurch dass ich sieben Geschwister hatte, hat mein Vater an den edlen Bauernmaschinen gespart weil Handwerk war dann wirklich günstiger und wir haben zusammen das Heu in das Gebläserang schmissen.

00:05:11: Wir haben richtig blutige Hände gehabt am Abend Und waren trotzdem, dadurch dass wir alles zusammengemacht haben immer ein Team.

00:05:18: Wir haben viel gestritten, wir haben viel gelacht mit dem Fußball gespielt und wir haben Sachen angestellt die niemand so glaube ich in der Stadt erleben könnte.

00:05:27: Wir sind von fünfzehn Meter Höhe in Heuhaufen reingesprungen, Salto's gemacht.

00:05:32: einer ist mal am Stroh stecken geblieben.

00:05:34: als der Vater gesagt hat er wohl schon eigentlich da Helmut.

00:05:37: Oh!

00:05:38: Ich glaub' der steckt noch im Stroh fest.

00:05:39: und so war es.

00:05:40: und dann sind wir da rein und wollten mit Gabeln den raus graben.

00:05:42: das sagt der Vater stopp Stimmt, das muss man alles mit Hand machen.

00:05:46: Und dann hört man auf einmal so... Durchgegraben.

00:05:51: und dann guckt er von einem gelber Gummistiefer raus und der Vater zieht am Gummestiefel und sagt So jetzt kommst du zum Essen!

00:05:57: Das ist einfach gigantisch.

00:05:59: Mein Vater auch ein sehr bodenständiger Mensch gewesen hat uns erzogen mit einer harten und weichen Hand.

00:06:07: Die Harte war nicht so angenehm aber die Weiche hat uns sehr weiter gebracht in Sachen Liebe aufnehmen und liebe geben.

00:06:15: Und deshalb, ich sage die Anti-Autoritäre Erziehung funktioniert damals nicht.

00:06:25: heute sollte man es machen.

00:06:27: mir gelingt fast immer so und trotzdem finde ich schon braucht man eine klare Linie.

00:06:33: meine frau ist ein bisschen härter da was das angeht?

00:06:36: Ich bin der weichere mensch aber wirst du mal aus der kindheit wirklich bekommen hat ist einfach diese, egal wie es dir geht du kannst immer heim kommen und über das sprechen und dich fallen lassen.

00:06:51: Und das habe ich mit meinen Kindern auch so.

00:06:54: Das ist einfach ein schönes Gefühl und das glaube ich, dass fehlt momentan vielen eine Art Heimat.

00:07:00: Ich hab ne Heimat, ich fahr zum Beispiel jetzt am Wochenende wieder aufs Heimatfest besuch noch meine Schule, besuch.

00:07:05: nur meine Mutter, mein Vater ist gerade gestorben.

00:07:08: und da komme ich an.

00:07:11: Das Erste, was man fragt ist, will schon Bier.

00:07:14: Trinkt viel Alkohol aber es ist einfach super Community da

00:07:18: her.

00:07:19: Das ist toll, klingt super!

00:07:21: Ich komme aus einem kleinen Dorf mit dreieinhalb Tausend Einwohnern und ich weiß wovon du spielst?

00:07:26: Es ist

00:07:26: halt Badisch, ich bin schwäbisch.

00:07:27: Ja genau

00:07:28: das ist ja.

00:07:29: Man hört's hoffentlich auch, weil wir sind

00:07:32: ober Schwabe.

00:07:33: Und ich heiße Schwabe von daher sind wir ein bester Gesellschaft.

00:07:38: Ansonsten, genau, da ich gerade gesagt habe ein Papa ist gestorben.

00:07:43: Mein Beileid!

00:07:44: Was hat es dann mit dir gemacht am Ende des Tages?

00:07:50: Also das war ganz komisch.

00:07:52: Ich war im Theater in Bielefeld.

00:07:54: Ich hab hier in Bulefeld auch noch zwei Häuser, die ich betreue... Da kommt abends ein Anruf und es hieß dann der Vater, er ist grade ins Krankenhaus eingeliefert worden.

00:08:04: Und man muss wissen, er war erst neunundachtzig gewesen.

00:08:09: Also, dachte ich ja.

00:08:12: Der Vater war noch nie im Krankenhaus.

00:08:14: Ich bin mal gespannt was er denn hat.

00:08:16: Er hatte Bauchschmerzen gehabt und der hat einen Anarismal gehabt in der Orta.

00:08:22: Und dann haben die Ärzte wollten ihn anscheinend operieren und er hat dann gesagt ne bitte nicht operieren egal was es ist lasst mich bitte sterben.

00:08:32: also das ist schon krass und er weiß aber auch warum?

00:08:37: Er hat gut gelebt, er hatte ein fantastisches Leben.

00:08:40: Er hatte gesunde Kinder und ... der durfte gehen!

00:08:46: Und ich habe ein fantastischer Gefühl dabei.

00:08:49: Es tut natürlich weh, man vermisst ihn.

00:08:52: Jetzt hab' ich eine demente Mutter daheim, die nimmt es gar nicht so wahr, dass sie weg ist.

00:08:58: Die vergisst das dann auch immer wieder.

00:09:00: Wenn ich reinkomme in die Pflege-WG heißt es dort, da flügt er und sagt sich nur ah, das ist einer von meinen Jungs Das checkt sie schon mal.

00:09:10: und dann flüschte ich unsere Ohren und sagte, ich bin's der Band.

00:09:13: Und dann sag' ja, der Band!

00:09:14: Und alle sind so, guck die ist doch nicht der Mann, die weiß ja alles.

00:09:17: Also eine fantastische Schauspielerin.

00:09:22: Es ist natürlich ein Stück Abschied vom Vater weil man denkt auch dann nicht ganz uneignizant an sich selber.

00:09:28: Der nächste bist du von der Generation her.

00:09:32: Trotzdem nimmt man viel mit dieser Prozess zwischen... Todestag und Beerdigung, wo man dann alles nochmal aufarbeitet.

00:09:40: Und eine fantastische Trauerfeier auch da organisiert hat mit allen Geschwistern zusammen.

00:09:48: Das ist eher ne Freude als ein Trauer muss ich ehrlich sagen.

00:09:53: Ich glaube so wie wir aufgewachsen sind auf dem Dorf – ich war auch Ministrant, habe sehr viel mit Tod und Geburt und Leben einfach zu tun gehabt.

00:10:03: Das gehört dazu!

00:10:05: Jeder wird von uns gehen und deshalb behalte ihnen Erinnerung, so gut es geht.

00:10:12: Und wenn's mal schlechte Phasen gibt, muss man die ihm verzeihen und wenns gute Phasend gibt dann nimmst du sie mit und setz sie um.

00:10:20: Ja, ist schön, wenn man das so sehen kann also so positiv sehen kann dass schreckliche Ereignisse immer so will.

00:10:27: Es war kein schreckliches Eregnis ja?

00:10:29: Das in der Tod... Für viele, vielleicht was Schreckliches.

00:10:34: Aber ich weiß nicht, wie viele tote Menschen hast du schon gesehen in deinem Leben?

00:10:39: Drei!

00:10:40: Mein Opa ist in meinen Armen gestorben und ich habe bestimmt zu hundert toten Menschen gesehen in meinem Leben.

00:10:46: Allein durch die Ministrantenaktivität aber auch meine ganzen Verwandten, die einfach verstorben sind.

00:10:52: Und ich finde es ist wichtig dass man sie sieht weil ist etwas aufgefallen.

00:10:58: Man erkennt die fast nicht mehr.

00:11:00: Die sehen ganz anders aus, als sie eigentlich zur Lebzeit noch waren.

00:11:04: Weil alle Muskeln alles lässt los und erkennt sich fast nicht mehr.

00:11:09: Und ich habe auch zweimal hingucken müssen, als ich dann im Frühmorgens direkt ins Krankenhaus gefahren bin um den Leichnamen zu sehen... ...und dachte ich Mensch, ich erkennen fast nichts mehr!

00:11:20: Ja?

00:11:20: Und dann hab' ich mich wirklich eine Stunde lang erst mal dran gewöhnen müssen dass es das wirklich ist.

00:11:24: Ich hab die Füße noch angeguckt ja an den Füßen erkannt dich hin.

00:11:27: Ja weil da so ein Hadux hatte.

00:11:29: Ich hab gesagt, das ist schon wirklich ... Mein Bruder war noch dabei.

00:11:32: Er hat gesagt, es ist schon komisch, dass man merkt richtig, die Seele aus dem Körper raus ist und dann bleibt da was übrig, was man teilweise einfach fast nicht mehr erkennt.

00:11:47: Also krass!

00:11:50: Und deshalb würde ich mich nicht beerdigen lassen, sondern ich werde mich verbrennen lassen.

00:11:58: Weil der Körper ist sozusagen leer Und das muss man einfach akzeptieren und ich glaube, dass ist für mich die bessere Beerdigungszeremonie.

00:12:11: Ich will nicht daunter nach zwei Meter Tiefe vor mir hinverwiesen.

00:12:16: Hast du Angst vorm Sterben?

00:12:18: Ja, sagen wir so ... Ich will jetzt noch nicht sterben!

00:12:23: Ich habe noch so viel Freude am Leben.

00:12:26: Und Angst vorem Tod hab' ich ... Tatsächlich nicht, weil ich habe schon zweimal solche Nahtoderlebnisse gehabt.

00:12:34: Einmal war ich mit neunzehn in Thailand und bin überfallen worden.

00:12:37: Ich habe einen Deutschen kennengelernt damit der Machete im Hotel über mich hergefallen ist und wollte mir den Kopf abhacken mit einer Machete und er hat aber dann den Arm getroffen.

00:12:48: Als ich aufgewacht bin, bin ich hoch Und hat zehn Minuten auf mich eingeschlagen und dann hatte ich im Krankenhaus tatsächlich Herzstillstand und war insgesamt siebzehn Sekunden lang tot.

00:13:03: Ich kann nicht sagen, ob ich da das große helle Licht gesehen habe aber die Ärzte haben es bestätigt dass ich tot war.

00:13:09: und dann jetzt vor sieben Jahren hatte ich ein Gehirntumor.

00:13:14: Da war es bei mir auch so weit, wo ich dachte okay jetzt ist es soweit weil mein Onkel ist tatsächlich zwei Monate vorher an einem Gehirntumor gestorben.

00:13:22: Ich dachte okay das ist jetzt tatsächlich genetisch.

00:13:24: War aber nicht Dr.

00:13:25: Spetzka den Sauber rausgemacht.

00:13:27: Es war ein gutartiger Tumor Aber du bist tatsächlich so einen Tag lang in der Schwebe Weiß nicht okay Gehirn-Tumor Das ist genau das was du nicht willst in deinem Leben Und... Was soll ich da sagen?

00:13:40: Angst schon tot hatte ich In dem Moment schon.

00:13:45: Du stehst unter Schock.

00:13:46: Das, was in Thailand passiert ist, das war ein Kampf.

00:13:50: Es war wie im Krieg und da hab ich es geschafft.

00:13:53: Da habe ich jetzt nicht so an den Tod gedacht.

00:13:56: Ich dachte nur eher, als ich zur Schauspielschule aufgenommen wurde, praktisch am selben Tag ist das passiert, dass ich die Info bekommen habe.

00:14:04: Und dann dachte ich erst mal der Schlag ins Gesicht.

00:14:07: Dachte, jetzt habe ich den Spalt bis hier runter.

00:14:09: So kann ich ja nie mehr Schauspielen werden.

00:14:11: Dann sowas denkt man!

00:14:12: Anstatt irgendwie muss ich überleben.

00:14:15: Aber ich hatte nie Angst, dass ich nicht überlebe.

00:14:19: Und genauso mit dem Grundtum auch, wenn es so sein soll, wenn der Punkt da ist, das so weit ist dann ist es so.

00:14:27: Dann stirbst du und dann bist du halt weg!

00:14:30: Aber ich würde noch gerne ein paar Jahre hier verbringen zumal meine Kinder... Das war aber auch sich wünschen um meine Mitmenschen.

00:14:38: Ja, als Wünsch mal da alle.

00:14:40: Es sind schon zwei krasse Erfahrungen, die du da gemacht hast.

00:14:43: Das mit Thailand stelle ich mir krass vor.

00:14:45: Also ich stimme beides sehr krass für.

00:14:47: wenn man dann selber auch betroffen ist das Thailand kann es dann immer drauf eingehen weil Josh gerade gesagt hat einen Mann auf dich losgegangen mit einer Machete.

00:14:56: wie kam's denn dazu?

00:14:57: Ich war damals neunzehn und war direkt nach dem Abitur Dachte ich ja, also ich hab da noch mit dem Freund zusammen Haus gebaut und mit diesem Geld was ich damals verdient habe, ferienjobmäßig.

00:15:11: Aber es war dann eher so ein Jahresjob.

00:15:14: Mit dem Geld hab' ich gesagt damit möchte ich in den Urlaub fliegen.

00:15:17: Und dann bin nach Thailand.

00:15:18: erst wollte meine damalige Freundin mit und dann hat sie sich aber dann doch anders überlegt.

00:15:23: Danach war's leider auch beendet die Beziehung.

00:15:26: Aber er sagte ich geh dann allein und das war leider nicht so gut eigentlich.

00:15:31: Ich war dann in Thailand und habe mich da schon wohl gefühlt, hab viele Menschen kennengelernt.

00:15:37: Und ich wusste genau dass ich am ersten Juli, zweiundneunzig an der Schauspielschule anrufen soll weil ich habe davor die Aufnahmeprüfung gemacht.

00:15:47: Und so eine Aufnahmeprüfung sind eigentlich mehrere Phasen.

00:15:51: Da muss immer wieder kommen.

00:15:52: das sind insgesamt fünf Phasend die man dadurch bestehen muss.

00:16:00: Ich bin nach der ersten, hab ich zum Schauspielschulchef gesagt.

00:16:03: Ich habe den Thailand-Flug gebucht und kann da jetzt nicht mehr noch mal kommen.

00:16:07: Ich wusste es nicht!

00:16:08: Und so dann sagt er ja du Bauernbub rufen am ersten Juli an, dann kann ich dir sagen ob du genommen bist oder nicht?

00:16:14: Dann hab' ich da angerufen... Da gab's nur kein Handy, das war im Jahr twohneinzehnundzweihneunzig.

00:16:19: Und dann hab', ich da angerufen und da fertig ist meine Mutter gesagt Ja also du Bauermub schwingt deinen Arsch nach Stuttgart und guckt dass du hier ne Wohnung findest.

00:16:26: Alles gar nicht so einfach hier in der großen Stadt.

00:16:29: Und ich so, oh.

00:16:31: Ich hab aber eigentlich noch ein anderes Problem.

00:16:33: Ich habe den Zivildienst, den ich noch machen muss und er sagt da, komm jetzt mal her!

00:16:38: Ich kümmere mich dann drum.

00:16:40: Dann bin ich auch von Huah hin nach Bankung im Zug gefahren.

00:16:43: Im Zug habe ich in Deutschland kennengelernt.

00:16:47: Michael hat mir geholfen, den Flug umzubuchen, weil ich wäre eigentlich erst eine Woche später geflogen.

00:16:56: Aber ich hatte ja auch ein bisschen Heimweh Und dann habe ich irgendwie versucht, mit Teil R irgendwie den Flug umzubuchen.

00:17:03: Dann hat er mir dabei geholfen und dieser Typ war mit zum Seesack unterwegs und hatte da drin wohl ne Machete gehabt.

00:17:11: Er hat noch gesagt Mensch wenn du Lust hast können wir zusammen ein bisschen was erleben hier in der Stadt und so.

00:17:17: Hey mega!

00:17:18: Der kannte sich richtig gut aus.

00:17:21: Wir haben zusammen Hotel gebucht, er hat den Flug umgebucht aber im Nachhinein auf seinen Namen Und ich wusste es nicht.

00:17:28: Ich saß einfach nur daneben und sagte, ja, er macht das schon und so alles super.

00:17:32: Und ob das okay ist?

00:17:33: Er sagt Ja, alles ok!

00:17:34: Er macht das super.

00:17:35: vielen Dank.

00:17:36: Am nächsten Morgen um sechs Uhr hätte ich eigentlich Richtung Flughafen gemusst und am elf Uhr morgens wäre der Flieger gestartet.

00:17:44: Der war in Deutschland ein Schwerverbrecher hat es geflüchtet nach Thailand und hat dort unten schon fünf Leute zerstückelt.

00:17:51: Wusste ich alles nicht.

00:17:52: Er hatte die Pässe von den Opfern bei sich im Rucksack gehabt kam alles erst später raus als ich in der Stand.

00:17:59: dann nach zum fünf stand er praktisch über mir mit der machete und sagt nur auf englisch burned i will kill you now.

00:18:09: Und hat in dem moment zugeschlagen, Ich bin aufgewacht und der schlag ging nicht in den hals sondern hier rein in den arm haben wir abgetrennt und habe ich zehn minuten lang mit einem Arm gekämpft und hab gebrüllt um mein leben bis danach zehn Minuten die polizei.

00:18:24: Also das ganze Hotel wurde wach.

00:18:26: Das war ein Riesending und dann haben die Polizisten die Tür aufgetreten, ich war aber lange am Boden eigentlich schon fast wie tot.

00:18:36: Genau den Details muss man jetzt nicht noch, weil da war es so schlecht, da brauchst du nix mehr.

00:18:43: Und die haben ihn dann festgenommen und haben mich da liegen gelassen, weil die Dachnicht war tot.

00:18:48: Dann bin ich nach rund zwei Minuten gedacht, okay wenn das hier weiter so... Das blut raus, weil dann bin ich wirklich schneller weg als ich denke und kann.

00:18:57: nahe so aufgestanden, Arm in die Hand um von Zimmer fourhundert Elf viertelstock eine große Wendeltreppe runde gelaufen.

00:19:05: Und dann sehe ich wie die da unten alle hochgucken mich sehen und schreien.

00:19:09: das ganze Hotel hat geäpprüllt.

00:19:11: Ich bin einfach runtering es halt ein Niederhospital.

00:19:14: Ein Nieder-Hospital!

00:19:15: Die Polizisten haben mich aufs Pickup geschmissen kein Krankenwahl geholt.

00:19:19: Das war das Beste was sie mal tun konnten.

00:19:21: Aufs Pick up geschmessen ins Krankenhaus auf eine Bare und das weiß ich noch.

00:19:25: danach war ich weg.

00:19:26: Im Aufzug haben die Mechanischen schon reanimiert, um mich dann operieren zu können.

00:19:32: Also den Typen haben sie festgenommen, den haben sie in Thailand ein halbes Jahr später auch hingerichtet, also richtig krass mit der Iftspritze aber nicht so dass es offiziell war sondern dann haben die praktisch irgendwie.

00:19:46: An Nichtverträglichkeit der Medikamente ist Laus-Uwe Kopen am zehnten Dezember zweiundneinzig gestorben.

00:19:51: sowieso nie Dokumentationen, was ich dann lesen könnte.

00:19:55: Ja, wilde Geschichte.

00:19:58: Und

00:19:58: durchatmen!

00:19:59: Ich muss erst mal hier durch atmen und das ist ja schon krass.

00:20:04: Das ist ein bisschen so... Ich erzähle, dass es relativ kühl war.

00:20:10: Warum?

00:20:11: Weil das sind wie die alten Kriegsbeteranen, die erzählen vom Krieg als ob's ein Abenteuer gewesen wäre.

00:20:18: Die schocken natürlich mit ihren Geschichten, aber für mich war nichts anderes wie in Krieg.

00:20:23: Und dadurch, dass man das so oft erzählt, lasse ich es nicht mehr so tief an mich ran.

00:20:28: Muss auch nicht sein!

00:20:29: Das ist abgehakt und ich sehe sie jeden Morgen auf meinen Narben... Es ist passiert und es ist alles gut gegangen.

00:20:38: Das war kein Fehler, dass es passiert ist.

00:20:41: Ich hatte danach sieben Jahre Glück.

00:20:44: Insgesamt habe ich so viel Glück deshalb.

00:20:47: Alles Gute.

00:20:48: Ja und zu deiner Krankheit mit Gehirntumor?

00:20:52: Ja, das ist auch eine ganz komische.

00:20:56: Es war ein Zufallsbefund.

00:20:57: Wie es Leben halt so spielt, dass man nicht stirbt und Glück hat.

00:21:03: Als wir hier reingelaufen sind, habe ich der Techniker noch gefragt Marlon will schon Kaffee sein?

00:21:09: Nein, ich will kein Kaffe!

00:21:10: Ich bin allergisch gegen Kaffees.

00:21:13: Das haben mir das Leben gerettet.

00:21:16: Ich habe Herzschwierigkeiten gehabt.

00:21:18: Ich war hier in der Weststadt in Karlsruhe und bin zur Prämierik fahren, ich weiß jetzt wo es das gibt so nicht!

00:21:26: Und die pumpe ich so aus dem Auto raus.

00:21:29: Ich bin ins Theater reine seitdem ich brauch so Worten Notarzt.

00:21:32: Ich hab glaub'n Herzinfarkt.

00:21:34: Notarzen gekommen, verdacht auf Herzinfart.

00:21:37: sofort ins Krankenhaus, stellte sich das Klinikum alles durch untersucht und ich hatte nichts... Ich bin Tag später entlassen worden und ich war nicht schlauer als Feuer.

00:21:48: Und ein Wochen später wieder passiert.

00:21:51: Jetzt war ich Pilot, ich habe einen eigenen Traggschrauber das ist wie so eine kleine Hubschraube, bin immer geflogen und dann war es einmal im Flugzeug drin.

00:21:58: Immer wenn ich gesessen bin nach dem was ist denn da los?

00:22:01: Es gibt's ja nichts!

00:22:01: Und während des Fliegens, oh mein Gott jetzt muss ich aufpassen, also Passagiere nehme ich erst mal keine mehr mit.

00:22:08: Dann bin ich wieder ins Krankenhaus und sage, was ist das?

00:22:10: Was ist

00:22:11: das?!

00:22:11: Fünf Jahre lang ist das gegangen Und das krasse ist, meine Frau hat so eine neue große Espresso-Maschine und die habe ich zur Reparatur gebracht.

00:22:22: Weil die war voller Kalk und da kam der Rechnung über siebenhundert Euro... ...und dann habe ich gesagt, hey Luigi was ist das?

00:22:27: Wieso kostet das Ding sieben hundert Euro Reparaturen?

00:22:30: Die ganze Maschine kostet viertausend aber kann schon sieben Hundert!

00:22:33: Das ist ja total schade!

00:22:34: Dann sagen wir, du musst wissen, du hast fünf Jahre lang nichts gemacht mit einer Scheißkappemaschine!

00:22:40: Ey, Luigi, danke!

00:22:43: Fünf Jahre, das hat der Arzt grad gesagt.

00:22:45: Was haben Sie die letzten fünf Jahre denn verändert?

00:22:49: Und ich so ... Ja, aber ich hab dann noch einen CT gemacht vom Körper von der Lunge, von Herz.

00:22:56: alles war okay.

00:22:58: und dann habe ich noch ein Herzkatheter bekommen und alles untersuchen lassen.

00:23:04: Alles war top!

00:23:05: Dann habe ich einen CT vom Gehirn gemacht ob ich da irgendwas.

00:23:09: und dann hat mir der Spätzger angerufen oder Arzt Am nächsten Morgen, weil er wollte mich abends dann nicht mehr stören und sagt Bernd ein Zufallsbefund durch einen Gehirntumor.

00:23:19: Also hätte ich die Allergie nicht gehabt diese Kaffeeallergie, weil der Arzt hat gesagt Mensch was hast du in den letzten fünf Jahren denn verändern?

00:23:26: Ich sagte nichts.

00:23:27: aber durch den Luigi, durch die Rechnung habe ich gesagt hey fünf Jahre haben wir die Kaffeemaschine.

00:23:31: vor fünf Jahren hab' ich angefangen Kaffees zu trinken.

00:23:34: da fahre ich nie Kaffeedrohnen.

00:23:36: Und das war's!

00:23:36: Ich hab' keinen, ich trinke keinen Kaffe mehr.

00:23:38: mir geht´s budelwohl.

00:23:39: Und der Grund, wo wir es auch gefunden wurden.

00:23:41: Ich hätte das nicht ... ich wäre niemals in den CT und hätte mein Gehirn untersucht.

00:23:45: Das Ding wär gewachsen.

00:23:47: Hätte mir irgendwie das Sprachzentrum oder vielleicht sogar das Zentrum für die Atmung lahmgelegt aus dem Haus.

00:23:53: Niemand hat gewusst, warum er stirbt.

00:23:55: Lacktodernbett.

00:23:56: Der ist echt glückerband.

00:23:58: durch so ein Zufall, sagen wir

00:24:00: mal?

00:24:00: Ja!

00:24:00: Und das ist das Leben halt ja.

00:24:01: Es nimmt alles mit was nur geht.

00:24:04: Geh raus aus dem Hause weil sonst erlebst du nix.

00:24:07: Das ist das auch und so

00:24:09: Ist das auch das, was du mitgenommen hast aus deiner zwei Ereignisse?

00:24:15: Ja also sagen wir so von Haus aus bin ich ein lebendiger Mensch wie meine Geschwister auch.

00:24:23: Wir sind alle sehr dadurch dass wir halt sieben Geschwisters und acht Kinder sind die keine richtigen fürsorglichen Eltern haben konnten weil die können sich nicht um alle acht kümmern.

00:24:35: Wir haben uns gegenseitig erzogen und uns die Rübe eingeschlagen, aber auch zusammen Fußball gespielt.

00:24:40: Und uns geliebt und gehasst.

00:24:42: Je mehr das passiert ist, desto mehr mögen wir uns jetzt gerade.

00:24:46: Aber... Wir sind alle sehr aktiv!

00:24:48: Wir gehen alle raus.

00:24:50: Die Welt passiert nicht im Wohnzimmer, sie passiert draußen.

00:24:53: Das will ich wirklich eigentlich nur jedem raten.

00:24:56: Also erleben tut man nichts daheim.

00:24:58: Da guckt man blöd in die Glotze.

00:25:01: Man kann schön mal mit Freunden irgendwas machen, irgendwie essen

00:25:03: usw.,

00:25:03: aber draußen findet es Leben statt.

00:25:06: Wenn man das verpennt und verpasst, dann wird man für mich psychisch krank.

00:25:10: Man kann nichts bewegen!

00:25:16: Mit meiner Schauspielerei kann ich eine sämtliche Rolle schlüpfen... ...und kann viel erleben.

00:25:22: Lass immer alles zu und bin offen für alles.

00:25:26: Und wenn du dich eingräbsch daheim nicht machst Und womöglich nicht das Glück hatte schon wie Schauspieler zu werden, aber das Leben ist insgesamt ein Schauspiel.

00:25:37: Dann verpasst was ja.

00:25:38: und also ich sage immer auch meine kleinste, nicht die kleinsten Mittelwerte, die mittlere, die Mila, die ist mit zwei Jahren ausgebüxt und man hat sie bei der Metzgerei zwei Kilometer weiter unten in Hohen Wetterbach bei der Maria gefunden und die konnte nur sprechen, sie will ne Wurst!

00:25:56: Sie heißt Milag dann mehr konnte nie sprengt Aber sie war wild und raus und gefährlich.

00:26:02: Und so ist sie heute noch, das ist ja gigantisch.

00:26:04: Die hat das Gehen in sich und es tut gut.

00:26:08: Das zu bauen?

00:26:09: Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?

00:26:11: Du hast schon ein paar Mal gesagt, du bist ein Bauernboob!

00:26:14: Wie kamst denn dazu?

00:26:15: Weil eigentlich hätte man dich vielleicht auf den Trecker erwartet... wie kam's dann?

00:26:20: Ja ich fahre immer noch Traktor.

00:26:23: Ich habe sogar einen eigenen Traktor gerade gekauft mit einem Freund zusammen.

00:26:28: Ich bin auf eine gute Schule gekommen.

00:26:30: Mein Vater war an der Klosterschule in St.

00:26:32: Johann Blünried und da war ein Lehrer Thomas Beck, das war mein Deutschlehrer, der hat Theater AG gehabt und da habe ich erst ne kleine Rolle bekommen und es war nur ein einziges Mal.

00:26:47: und dann hat er gleich gesagt, nächstes Jahr spielst du die Hauptrolle?

00:26:51: Weil ich das anscheinend so gut gemacht hab!

00:26:53: Man muss wissen, ich bin ein kleiner Spitzwupp gewesen.

00:26:57: Schau mal an der Spitzbob.

00:26:59: Ich weiß nicht, ob er das... Könnt man das ein badisches Spitzbrüder?

00:27:01: Ja selbstverständlich ja!

00:27:03: Und ich hab viele Leute vor Haarstunden halt witzig gemacht und so weiter.

00:27:09: Wenn mir das kann und mag dann gefällt einem Schauspiel auch wenn dann das direkte Echo von Publikum also die Applaus oder Applaus und die Leute lachen.

00:27:19: Wenn wir das mag dann wird es sozusagen wie ein guter Fußballspiel ein Match Und da kommt man gut zusammen.

00:27:26: Da bin ich angesteckt worden und Thomas Beck hat das erkannt, und hat mich gefordert.

00:27:32: Er hat mich zu seiner Kabarettgruppe mit reingenommen, dann habe ich erst mal Kabarett gespielt.

00:27:36: Mit vierzehn Jahren habe ich angefangen, vierzehnt, fünfzehn.

00:27:40: Dann war ich dort bis ich fünfundzwanzig war.

00:27:43: Als ich neunzehn war, Abitur ruft der Thomas an und sagt, ich hab dich an der Schauspielschule angemeldet in Stuttgart für die Aufnahmeerprüfung Und er ist mit mir nach Stuttgart gefahren.

00:27:53: Auf der Hinfahrt habe ich Text gelandet und hab das Ding durchimprovisiert.

00:27:57: Sophocles, schwieriger Text!

00:28:00: Du bist der Herrscher.

00:28:01: doch auf gleichem Rang steht meine Rede eines Fürsten Wortes, der nur Apollon-Dienst bei ist nicht dir?

00:28:06: Du höhnst den blinden Mann und stehst im Licht und siehst dass dunkellich dich umfängt und anderen gesellt.

00:28:11: Ein super schwieriger text, der immer noch im Kopf nimmt.

00:28:14: Ja total gaga.

00:28:16: Und dann habe ich das Ding vorgesprochen.

00:28:18: und das Krasse ist dann, normalerweise spricht man da in verschiedenen Schauspielschulen halt vor.

00:28:25: Man schafft es nie aufs erste Mal ja!

00:28:27: Ich hab's aber trotzdem geschafft und bin nicht stolz drauf weil der Thomas hat mich entdeckt und so bin ich sein Schauspult geworden.

00:28:34: Da war ich an einer staatlichen Schauspieltschule.

00:28:37: Das ist sozusagen dritter Schlag.

00:28:40: Jeder staatliche Schauspieler, der auf einer staatlichen Schule war, jeder Schüler kriegt definitiv wenn er will den Job.

00:28:48: Und so bin ich nach Essen und Stuttgart, nach München in die größten Häuser gekommen habe dort Theater gespielt, war insgesamt dann zum Schluss siebzehn Jahre im Stadsteater in Stuttgarter als Schauspieler.

00:29:00: Parallelitätorte gedreht!

00:29:02: Ich hab wirklich mein erstes Filmangebot auf dem Rübenaker bekommen.

00:29:05: Es hört sich blöd an.

00:29:06: Aber es war im Mai, da waren irgendwelche Ferien, gerade Semesterferien ... Ich bin heim auf dem Rübenacker, ich muss da helfen und dann ruft mein Bruder ... Da kommt mein Brudder!

00:29:16: Da gab's grad so Handy, das war ... Das waren das ... Ninety-Firneinzig sowas.

00:29:23: Und dann ja Erwin Michelberger hat angerufen, fahr mal heim Der will irgendwie ein Film drehen Und ich so oh okay Die Rübemacke die Hacke fallen lassen Direkt am Ort, weil ich da weiß.

00:29:34: Ich muss die Reihe noch fertig hacken, aber dafür die Hacke ist.

00:29:37: bis dahin hab' ich kackt.

00:29:38: So, ich komm gleich wieder und auf den Michel-Berger eine Stunde später anrufen.

00:29:43: Da war ein Barzahlgauer jetzt an Oberschwabig gewesen, der sagte, Bernd, könntest du dir vorstellen?

00:29:48: Ich habe einen Tipp gekriegt, dass du ein schwäbischer Bauernsohn bist!

00:29:52: Und das geht um Film im Bauernsohn, der abhaut in die Großstadt Berlin und dort schlimme Sachen erlebt.

00:30:00: Dann habe ich ihm von der Geschichte von Thailand erzählt.

00:30:02: Das war praktisch ein Jahr später und er sagte, das müssen wir mit einem bauen in die ganze Geschichte.

00:30:07: Und so habe ich meine eigene Geschichte in diesen Traumsträuner, hieß dieser Kinofilm, mit reinbringen können.

00:30:14: Und das war der Start für Kino- und Film.

00:30:18: Direkt danach habe ich nahtlosen Tatort bekommen.

00:30:21: Noch mal einen Bienzle und noch einmal den Bienzeltatort.

00:30:23: Das waren da Stuttgarter Tatort damals... ...und dann ging es da voll ab und dann war ich praktisch schon in einer Schauspielschule eigentlich im Filmbusiness drin.

00:30:31: Und danach, nach der Schauspielschule bin ich dann wie gesagt ins Essener-Krilo-Theater parallel am Staatsstaaten Stuttgart gespielt in München am Residenztheater und so bin ich Schausspieler geworden.

00:30:45: Nach siebzehn Jahren Staatstheater bin ich durch ein Soloprogramm die MADE, Heinz Erhard Abend habe ich mich finanziell so gut absichern können das sagt man wenn man richtig gut Geld verdient dass ich dann mich selbstständig machen wollte.

00:31:03: Und dann kam Kartsruhe, das Kammertheater und da bin ich in die Fußstapfen von der Vogel Reinsch geschlüpft und hab richtig viel Geld genommen.

00:31:13: Ich musste mehrere hunderttausend Euro bezahlen für das Theater.

00:31:17: Und dachte ja, das kann man schon machen weil es wird bestimmt hoffentlich immer schön voll sein.

00:31:22: Dann habe ich mir ein Motto gesetzt, ich möchte gerne Theater machen, das Spaß macht.

00:31:26: bei dem Staatsteater in Stuttgart War das nicht immer so, was aber auch völlig normal ist in einem Staatstheater.

00:31:31: Da muss man auch mal andere Rollen spielen die jetzt nicht unbedingt so schön klappen und nicht so funktionieren.

00:31:37: Wir haben sich das wünscht... ...und dann habe ich das Motto gemacht.

00:31:40: Und seitdem will ich nur noch das machen, was mir wirklich Spaß macht.

00:31:42: Das mache ich seit siebzehn Jahren jetzt!

00:31:45: Und es kann man theaterläuft.

00:31:46: Es funktioniert.

00:31:47: Es macht allen Spaß.

00:31:49: Mir meinen Angestellten.. ..und vor allem dem Publikum.

00:31:53: Theater dann dir?

00:31:54: Ist es dein Theater oder bist du da Intendant und Geschäftsführer, wie kann man sich das vorstellen?

00:32:01: Das Theater ist eine GmbH.

00:32:03: Ich musste die Gmbh kaufen.

00:32:06: Es wird ein bisschen unterstützt von der Stadt und vom Land aber das Theater gehört mir alleine und ich bin komplett allein dafür verantwortlich.

00:32:15: Ich habe da richtig die Geschäftsanteile, also die twenty-fünfzehntausend Euro bei einer GmbH Gründung.

00:32:20: Die hab ich sozusagen der Frau Vogelrein schon wieder ausbezahlt und ich bin das allein den Geschäftsführer dieser Firma.

00:32:26: Und ich habe nach zwei Jahren einen Intendanten eingesetzt Künstlerischer Leiter weil ich gemerkt habe dass ich gar nicht so gut bin eigentlich im Theater leiten sondern ich bin eher ein Schauspieler.

00:32:38: und dann habe ich jemanden geholt der das besser macht und er hat es viel besser gemacht als ich.

00:32:42: Das Theater hatte noch vorne gebracht, aber gehören tut es mir.

00:32:46: Das Gebäude selber auch mittlerweile – ich habe die Gelegenheit gehabt mit da einzukaufen – auch das Leben ist ja alles voller Zufälle!

00:32:57: Hans Preetz, Gründer von Vollack, kennst du bestimmt Vollak?

00:33:00: Eine Riesenfirma und dem Manfred Baer hat das Theater gehört.

00:33:06: Die haben sich auseinanderdividiert im Alter, die Firmen getrennt

00:33:10: usw.,

00:33:11: dann hat er Hans Prez das Theater bekommen und habe mich gefragt, Bernd, willst du nicht einsteigen?

00:33:16: Ich geb dir zehn Prozent.

00:33:17: Kannst du hier

00:33:18: einstehen?".

00:33:18: Und da hab ich das gekauft!

00:33:20: Diese Anteile... Mittlerweile habe ich noch ein paar Anteiele dazu bekommen und konnte dann noch mehr meine Anteide festigen.

00:33:28: Und so bin ich so eng verbunden mit dem Haus, mit der Schale aber auch mit dem Inhalt.

00:33:33: Und ist ein tolles Gefühl.

00:33:35: Ja klingt wirklich toll, Bernt.

00:33:36: was du da auf die Beine gestellt hast.

00:33:38: Du hast jetzt gerade gesagt vom Rüberagger quasi ins Kino, also so mal grob gesagt, gibt es eine Rolle wo du sagst, die liegt dir besonders im Herzen?

00:33:46: Wo sagst du war er?

00:33:47: Die würde ich gerne nochmal spielen.

00:33:48: das war so richtig besonderes.

00:33:51: Ja viele!

00:33:52: Also die schönste Rolle war.

00:33:55: tatsächlich muss ich ehrlich sagen Im Film war dieser Traumstreuner weil da habe ich von Anfang bis zum Schluss den Film geführt und das war ein ganz toller Moment.

00:34:07: Aber jetzt Schappe zum Beispiel.

00:34:08: Ich spiele den Vater von dem Hauptdarsteller, ich spiele ein Wirt vom Dorf... ...ich kenne das halt alles.

00:34:18: ja, ich weiß wie die Wurte da sind, diesen Wortcharakter sind streng und doch aber auch lieber bisschen wie mein Vater oder vielleicht auch bisschen wie ich selber bin.

00:34:28: Das liegt mir total!

00:34:30: Ich gucke mir den Text kurz an und spiele das Ding im Theater selber.

00:34:34: Da habe ich Peter Pan gespielt.

00:34:37: Und Peter Pan ist, wie du es wahrscheinlich auch kennst ... Der ist jung, dynamisch frech und möchte niemals älter werden.

00:34:44: Er möchte immer Kind bleiben.

00:34:49: Mir kommt so vor als ob ich das immer noch bin.

00:34:51: Ich bin ein kleiner Peter Pan!

00:34:52: Ich kann fliegen, bin auch nur mit den Gedanken aber ich kann alles irgendwie möglich machen Und ich habe kein Angst vor irgendeinem Business, und so hat es eines zum anderen gekommen.

00:35:04: Ich bin mittlerweile mehr Geschäftsweiner als Schauspieler.

00:35:07: Und ich hab von erwähntlich über dreißig Firmen gegründet... ...und Baden die Faureste zugekommen.

00:35:14: Wie der Zufall so spielt?

00:35:15: Die Leute kommen auf mich zu!

00:35:18: Ich bin nicht derjenige, der die Ideen hat sondern die Ideien fliegen mir zu, ich setze sie

00:35:24: um.".

00:35:25: Und das ist eigentlich so meine große Kunst.

00:35:27: Deshalb denken viele, ich werde tausend Sassar oder kreative.

00:35:30: Das bin ich gar nicht.

00:35:31: Ich setze einfach nur um und machs Beste draus!

00:35:35: Wenn es mal das Beste ist, dass es nicht so klappt, dann muss man's halt auch akzeptieren.

00:35:42: Ich habe jetzt zwei Firmen sozusagen nicht in Sand gesetzt aber da waren die äußeren Umstände so blöd weil es viele Nieder gibt... ...dass ich gesagt hab hey, so machen wir nicht weiter.

00:35:52: Das ist zwar schade aber Das lassen wir jetzt mal.

00:35:55: Und trotzdem das Projekt lebt noch, aber ich bin nicht mehr aktiv dabei.

00:35:59: Du hast gerade angesprochen es gibt viele Neider.

00:36:01: Deutschland ist ja auch so ein bisschen bekannt als Neidgesellschaft.

00:36:04: Wie gehst denn du damit um?

00:36:05: Ich kann mir das vorstellen aus dem kleinen Dorf mit vierhundert Einwohner.

00:36:08: dann der Bub geht jetzt auf einmal auf die Schauspielschule.

00:36:11: Ich kann mal vorstellen dass da viel kredet wird hinterherum.

00:36:14: oder jetzt auch stehst du am Rampel dicht bist bekannter Streisigfirma vor allem was gesagt finanziell abgesichert.

00:36:21: Da redet die Leute über dich zwangsläufig.

00:36:24: Welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie gehst du da mit um?

00:36:29: Ich hab viele Freunde, die deutlich älter sind als ich.

00:36:33: Einige sind schon gestorben.

00:36:35: Die haben immer die besten Tipps gehabt.

00:36:39: Naid musste dir kämpfen!

00:36:41: Das ist ein Superspruch her.

00:36:43: Also ... Ich stehe über allem drüber, das juckt mich nicht mehr.

00:36:48: Das ist mir für dich wascht.

00:36:49: Nur es wird dann blöd, wenn die Neider dir den Weg versperren.

00:36:54: zu deinem Erfolg... Dann werde ich auch blöd muss ich ehrlich sagen.

00:36:59: und die Bürokratie in Deutschland macht leider sehr viel kaputt.

00:37:03: Das ist total schade!

00:37:06: Weil Deutschland würde viel besser gehen, wenn der Gesetzeslage einfach ein bisschen lockerer wäre.

00:37:16: Umwelt, ja.

00:37:16: Also ich glaube niemand will die Umwelt wirklich kaputt machen.

00:37:18: in Deutschland ist es aber so streng dass man vieles nicht umsetzen kann weil es dann viel zu teuer wird und also auch die Autoindustrie.

00:37:30: was wo geht mir denn hin?

00:37:31: Elektroverbrenner, Solarzellen hat viel zu viel Strom mittlerweile tagsüber.

00:37:37: und trotzdem gibt's ein Gesetz wenn man über dreißig Parkplätze baut muss man sechzig Prozent der Parkflächen mit Solarzahlen überdachten.

00:37:45: Was machen wir da mit dem Strom?

00:37:46: Das ist die ganze Scheiße explodiert irgendwann mal.

00:37:50: So, anstatt man sagt ja dann gibt es wieder Ausnahmen, die da wieder reingehen, aber man muss das doch nicht machen und die Behörden vom Landratsamt wissen das nicht dass es wieder die Ausnahmen gibt und dann muss man wieder zum Umweltamt oberstehen Ministerium und wieder die... Ey Leute!

00:38:08: Ja schneller wären wir.

00:38:09: Mit allem hätte man das irgendwie halt ein bisschen lockerer.

00:38:13: Und das sind so Sachen, alles wird reglementiert.

00:38:16: Alles wird zu Tode kontrolliert.

00:38:19: wenn du heute ein Haus abreißen willst.

00:38:22: Das ist gutes Material.

00:38:24: Das kannst du nicht vor Ort schreddern.

00:38:26: Nee!

00:38:26: Das wird abgeholt mit Lastwagen die verbrennen dir tausend Liter Sprit.

00:38:32: Wird wegtransportiert.

00:38:34: es wird eine Analyse gemacht und danach sagt man ja das kann man schreddern und dann kann man das gleiche Material wieder herbringen um einzubauen an den Boden.

00:38:42: also Katastrophe.

00:38:45: Es wird überreglementiert, dann statt man den Brecher da herholt und es wird wieder eingebaut.

00:38:50: Du siehst, das hat nichts mit Schauspiel zu tun aber mit solchen Sachen beschäftige ich mich gerade.

00:38:54: Ich habe gerade einen Baden-Ehrpark, ein großes Grundstück erworben für Parkplätze und da hab' ich das große Bäckerareal abreißen lassen gerade, da sind wir grad dabei und da habe ich mit solchen Dingen dann zu tun.

00:39:06: Und dann sehe ich oh ja!

00:39:08: Das ist total kompliziert Das funktioniert ja so nie.

00:39:11: Also ein normaler Mensch kann das gar nicht so umsetzen, ich bin nicht normal.

00:39:15: Ich bin hartnäckig und ich setze mich dann schon durch aber total für die Katze.

00:39:20: Wir wären eine halbe Jahr schneller fertig gewesen und ich könnte jetzt schon richtig viel Steuern zahlen wenn wir da richtig Geld verdienen.

00:39:27: Das ist es wirklich so!

00:39:29: Aber jetzt kommt's halt eine halbes Jahr

00:39:30: später.

00:39:31: Ja, Hauptsache es kommt und ich glaube Pikeplätze werden dort in der Gegend dringend benötigt?

00:39:37: Da

00:39:39: stehen sich auch die Behörden wieder im Weg.

00:39:41: Der Badener Park hätte den Parkbeitz kaufen können, das stand vier Jahre lang zum Verkauf hat es aber nicht fertig bekommen weil die sagen ja da brauchen wir Analysen vom Boden.

00:39:50: Dann sag ich eh überleg mal Analys von Boden ist völlig wurscht.

00:39:54: wenn der Boden komplett verseucht wäre war aber nicht selbst dann lohnt sie's immer noch.

00:40:00: überlegt einfach mal und dann kam die danach als ich das gekauft habe Wirklich sehr laut, angebrüllt und gesagt ja das kann doch nicht sein.

00:40:10: Wieso hast du jetzt den Parkplatz gekauft?

00:40:12: Und wieso mir nicht?

00:40:13: Da sage ich Ja weil wenn ihr es halt nicht gemacht habt Ich habe's gemacht und ich wusste nicht dass ihr den kaufen wolltet.

00:40:20: aber ich verstehe es mittlerweile.

00:40:24: So schnell kommt man von der Frage wie gehe ich mit Neid um?

00:40:27: zum Thema Pikeplatz am Baden-Baden.

00:40:30: Ich gehe mit Neid gut um, wir haben ja schon scheißegal.

00:40:32: also ich kann mich nicht um alle kümmern und wenn die sich selber im Weg stehen die Leute dann sollen sie das machen.

00:40:38: Neid ist eine Bremse, eine enorme Bremsen leider in Deutschland Die Volkskrankheit schlechthin.

00:40:45: Neit und Missgunst usw.

00:40:47: Das in Amerika ist es nicht so.

00:40:50: Was gibt's denn unseren Hörern mit?

00:40:53: die vielleicht eine ähnliche Situation sind oder mit Menschen zu tun haben, die ihnen neidisch sind.

00:40:57: Wie hast du es geschafft, Bernd einfach drüberzustehen?

00:41:00: Weil du sagst, du gehst positiv damit um und stehst über den Dingen.

00:41:03: Ich denke vielleicht auch geprägt durch das was du alles schon erlebt hast.

00:41:06: aber hast du irgendeine Patentrezept?

00:41:10: Das gibt's glaube ich nicht, aber... Also ich sage mal, diejenigen, die in den Positionen sitzen, die Entscheidungen treffen müssen, ich sage jetzt mal vor allem die Beamten, die sollen erstmal kapieren Woher sie das Geld bekommen?

00:41:25: Die bekommen nämlich das Geld von den Unternehmern, die die Steuern bezahlen.

00:41:30: Von den Unternehmen, die Arbeit geben den anderen Menschen, die auch durch ihre Verdienste auch wieder Steuermenz bezahlen, die in Auto fahren, die Kfz-Steuer bezahlen

00:41:41: usw.,

00:41:42: die das System am Laufen halten und es kapieren viele in den Rathäusern nicht.

00:41:47: Und die gehen teilweise mit den Unternehmern um... Das ist eine Büche!

00:41:52: Denn sollte man die Füße küssen, diejenigen, die was riskieren.

00:41:56: Die muss man präsentieren und lieb haben – das sind die Götter!

00:42:01: Das sind diejenigen die Deutschland da vorne bringen.

00:42:04: Und nicht diejenigen der das reglementieren.

00:42:06: Und das finde ich eine Katastrophe.

00:42:08: Dass man den Mittelstand wirklich alles dafür tun, die verzichten auf Familienstunden.

00:42:16: Die sind oft nicht daheim bei ihren Kindern.

00:42:18: Sie sich da reinversetzen Und arbeiten und Erfolg haben wollen.

00:42:24: Das wird ausgebremst, also das heißt die sollten gucken lasst die Leute schaffen verhindert.

00:42:32: die Verhinderungspolitik muss aufhören.

00:42:34: und diejenigen die mutig sind die sollen wirklich mutig rangehen und immer nach vorne gucken.

00:42:40: Kopf hoch ab und zu geht es schief macht nichts.

00:42:43: aufstehen einmal durchschütteln weiter geht's.

00:42:47: Tolle Botschaft Bernd, ich habe noch eine Frage zur Schauspielerei.

00:42:50: Weil mich das so vorhin gepackt hat, du hast deinen Text von deinem ersten Auftritt zur Bewerbung zur Schauspielschule jetzt gerade wiedergegeben.

00:42:59: Wie schaffst du das?

00:42:59: Dass du dir die Texte mehr gekannst?

00:43:02: Katastrophal!

00:43:03: Ich bin ganz schlechter Lärmer.

00:43:05: Ich hab grad auf der Herfahrt mit einer Schauspülerin telefoniert, die lernt grade einen Text für Männerbeschaffungsmaßnahmen Und sie tut sich so schwer, weil sie Eissängerin und es ist keine Schauspielerin.

00:43:18: Und sie, ja gesagt, bleibt cool!

00:43:21: Kate, ja Kate Hollis ist.

00:43:23: Und da ich sage bleibt cool, landen den Text erstmal stupide rein und immer wiederholen, immer wieder holen.

00:43:28: Sprechen auf, sie stähnen die Nuschel teilweise ein bisschen im Text... ...und dann muss man das halt immer immer immer wiederholt.

00:43:34: Das ist richtig harte Arbeit.

00:43:37: Aber wenn er einmal im Kopf drin ist, dann ist er drin.

00:43:40: Und dann ist wie eine Melodie, wie ein Liebeslied.

00:43:44: Ich kann auch russische Lieder singen und verstehe nicht, was ich da sage.

00:43:47: Aber ich habe das phonetisch gelernt und es war ein richtig harter Job.

00:43:52: aber ich wollte immer wieder singen!

00:43:55: Mein russischer Akkordion-Spiel mit dem ich die Madis spiele.

00:43:57: wir sitzen mir oft zusammen im Auto und dann fange ich einfach an Wiederholen, wiederholen und dann mit Bewegung füllen.

00:44:16: Also wenn du der Text mit Bewegungen machst, dann hängt das eine vom anderen ab... ...und dann gibt es noch Schuhe.

00:44:23: Wenn du verschiedene Schuhen hast in den verschiedenen Rollen,... ...dann zieh ich die Schuher an und dann bist du unter Rolle drin.

00:44:31: Oft hab' ich Schiss gehabt!

00:44:32: Ich geh auf die Bühne ein Stück, habe ich zwei, drei Monate lang nicht mehr gespielt.... ....und ich habe mich zu schlecht vorbereitet.

00:44:38: aber es wird so irgendwie gehen und es ging immer gut Und der Text kam dann irgendwie doch.

00:44:43: Ich hatte nie einen richtigen Hänger, und das ist schon ein richtig gutes Gefühl.

00:44:48: Also Vertrauen und Just Do It!

00:44:51: Mach's raus und es geht.

00:44:53: Perfekt.

00:44:54: Zum Thema russische Lieder grüße ich in Raus an Igor aus Kasachstan an dieser Stelle wegen genauer Textelerne.

00:45:03: Ist mir da wirklich Wort für Wort?

00:45:05: dran gebunden als Schauspieler oder kannst du dann auch die Gesetze in deiner Manier, in deine Art und Weise auch sprechen?

00:45:13: Oder bist da wirklich total geskriptet.

00:45:16: Zum Lernen ist es besser wenn du ganz genau den Text lernst.

00:45:20: also ich sage jetzt mal das was sie vorhin gesprochen hat dieser Sophocles-Text Das ist ja ein Jamben geschrieben, dass sich ein Gedicht... Gedichte lerne ich viel besser auswendig, weil das dann wirklich wie ein Lied im Gehirn ist.

00:45:35: Ich kann über tausend Heinz Ehrhardt-Gedichte.

00:45:37: Da hab' ich alle im Kopf, weil ich seit über dausend Acht oder noch mal gespielt habe Heinz-Ehrhardte und einen Prosa Text jetzt für den Film oder so, denn lern' ich ins Kurzzeckgedächtnis.

00:45:49: Den speichere ich kurz ein und dann weiß ich genau, denn ich arbeite das heute ab für diesen Film und der muss auch sitzen aber nicht Wort für Wort Das ist die Frage gewesen.

00:45:59: Der muss nicht Wort für Wort sein, wenn der Regisseur die Aussage bekommt was der Text sagt ist okay aber dann musst du auch mit den Mitspielern wissen hey wann bist Du fertig?

00:46:13: Deshalb ist es schon gut wenn du die Message so lernst wie es halt auch da drin steht weil sonst fangen wir an zu improvisieren und dann geht das ganze Ding schief.

00:46:22: also erst mal sage ich ja Wort für wort Wenn's dann ein bisschen was verrutscht oder sonstwas, oder du findest ein besseres Wort.

00:46:28: Oder noch eine coolere Aussage und so... Dann kannst du mit dem Regisseur besprechen.

00:46:32: Dann verändern wir das schnell.

00:46:33: Sagst aber Mitspieler Bescheid.

00:46:35: Weil sonst wartet er ewig und sagt, bist mal fertig beendet!

00:46:38: Wie sieht es aus?

00:46:39: Und dann kann man das verändern.

00:46:41: im Theater am besten Wort für Wort und dann hast du es drin.

00:46:47: Und dann kannst du das für dich ein bissel... Wenn du einen Monolog hast, kannst du alles machen.

00:46:51: Da gibt's kein Mitspielter der wartet.

00:46:53: Aber wenn du halt keinen monologen Dialog Da muss das alles mit den Mitspielern proben, proben.

00:46:58: Ich habe bestimmt auch zeitlich ganz eng getaktet weil der Film hat ja bestimmte Länge am Ende des Tages?

00:47:04: Ja man dreht meistens also dadurch dass man es auch wirtschaftlich von Ausgaben her wirklich sauber limitieren muss.

00:47:12: Man dreht man so für neunzig Minuten Film vielleicht so hundert zwanzig Minuten die restlichen drei sieben Minuten schneide man dann noch raus.

00:47:21: Das heißt der Film wird durch den Schnitt eigentlich entstehen.

00:47:25: man dreht immer mehr, weil nachdrehen ist teurer.

00:47:28: Also man drehte immer ein bisschen mehr und dann wird es noch ausgeschnitten dass die Geschichte entsteht.

00:47:32: auf der Bühne ist das wieder was anderes.

00:47:35: da guckt mal das Stück eine Pause hat, fuchtsig Feuer, fünfzig Minuten näher und da ist eigentlich das Stück schon so geschrieben, dass es passt.

00:47:45: Was verbindest du mit dem Tatort?

00:47:46: Weil Tatort begeistert ja in Deutschland Millionen.

00:47:49: Sonntagabend gehört für viele zur Routine dazu, um den Tatort zu schauen.

00:47:54: Du warst ja beim Bienzeltatort dabei, beim Richie Müller war ich mir dabei.

00:47:59: Ich

00:48:00: gefolge jetzt noch und so... Tatort ist natürlich, sag' ich mal schon die erste Bundesliga.

00:48:06: Wenn du da dabei bist, kannst dich Schauspieler nennen.

00:48:10: Sag immer vorsichtig!

00:48:14: gigantisch, muss man wirklich sagen.

00:48:15: Das ist für mich tatsächlich auch ein damalsen Ritterschlag gewesen, dass ich da gleich mit dem Bienste anfangen konnte.

00:48:23: Ich habe jetzt über twenty-fünf Tatorte gedreht.

00:48:26: Ganz genau weiß es ehrlich gesagt nicht aber sowas rum.

00:48:29: Ich hab jetzt gerade wieder eine neue Anfrage große Hauptrolle.

00:48:32: Ich drehe im September und Oktober wahrscheinlich wieder einen neuen Tatort auch mit dem Ritschi in Stuttgart.

00:48:38: Macht Spaß!

00:48:39: Es wird gut gesehen, aber Chapel Der Serie hatte ich nie gedacht, geht viel mehr ab.

00:48:48: Das sind mehrere Folgen.

00:48:49: du bist vielmehr im Gedächtnis ein Tater bist einmal drin ja cool und dann ist der Schraub wieder weg.

00:48:55: das kommt einmal im Abend und es ist neun sieben Minuten abgespielt.

00:48:59: Und so eine Serie ist krass.

00:49:01: Millionen Menschen sehen das und zappen weiter und zapping weiter.

00:49:05: wir haben jetzt den Krimmepreis gekriegt.

00:49:07: hab ihm einen Tater noch nie.

00:49:11: Also die Serie Chapel das sage ich mal Die Schübingen sind entstanden von Inhalten, was ich mit Thomas Beck zusammen ... Weil sein Sohn der Marius Beck macht diese Chappelserie.

00:49:22: So schließt sich der Kreis.

00:49:24: Da sind Szenen drin, die hab' ich vor dreißig Jahren auf der Bühne gespielt und jetzt kommen die in Chappel vor.

00:49:29: Unser Chappell kennt wahrscheinlich nicht jeder, erklär mal kurz.

00:49:33: Ja,

00:49:33: Chapple ist eine Serie beim ZDF also unbedingt in den ZDf Mediathek eingeben T-S-C-H-Chappl Und guckt es euch an, das wahre Leben auf dem Dorf und das wahere Leben glaube ich überhaupt.

00:49:47: Das ist chaotisch, das ist wildes, gefährlich, es ist lustig!

00:49:51: Es wird viel getrunken, es wird viel gelacht, es werden viele Sachen angestellt.

00:49:55: Es geht viel daneben, es geht viel schief und es klappt viel.

00:49:58: Also es geht um normale Leben auf den Dorf.

00:50:02: Der Thomas Beck hatte wirklich damals vor dreißig Jahren die Gabe – wer hat sie immer noch?

00:50:07: die Komöde aus einem normalen Lebensalltag rauszufiltern.

00:50:11: Also da geht es jetzt nicht um Hype-Tec, da geht's nicht um Mord und Totschlag oder sonst was.

00:50:16: Nee das normale Leben ist so lustig!

00:50:19: Und er macht die Szenen daraus und sein Sohn war immer dabei beim Kabarett und der hat sich das angeguckt.

00:50:24: und dann haben wir vor fünf Jahren eine Szene gedreht und diese Szene hat dem Publikumspreis gewonnen.

00:50:31: überall in München haben wir da angefangen.

00:50:35: Daraus wurde diese Serie, das ZDF hat es genommen und jetzt schon die zweite Staffel zu produzieren.

00:50:42: Und ich hoffe es gibt eine dritte Staffel.

00:50:45: Also unbedingt angucken!

00:50:47: Es ist das normale Dorfleben so chaotisch, solidevoll...und hart.

00:50:52: Und Schapel hatte auch so Bedeutung oder?

00:50:53: Ja Trottel.

00:50:55: Sympathischer Trotteln.

00:50:56: Dem gelingt halt nicht alles.

00:50:58: Das ist eine Mischung zwischen Carlson auf dem Dach, Michelaus Löhne-Berger und Pippi Langstrumpf.

00:51:03: So ist die ganze Geschichte Und wirklich guckt es euch an.

00:51:07: Es ist gnadenlos gut!

00:51:08: Kandiosen, welche Rolle spielt Stuhl dabei Bernd?

00:51:10: Ich bin der Vater von dem Hauptdarsteller.

00:51:14: Ich bin Wirt eines Gasthouses und er ist sozusagen der Wurzsohn... ...und er hat grad Abbie hinter sich und er will eigentlich alles was er anfasst.

00:51:24: klappt halt nicht.

00:51:26: Und dann geht er nach Australien kommt aus Australien zurück so beginnt das gerade die zweite Staffel und man sieht ihn schon wieder in der Spülmaschine muss wieder spülen für den Vater Und er hat seine große Liebe im Dorf, die er unbedingt jetzt gewinnen will.

00:51:41: Uns klappt da nicht richtig.

00:51:44: einfach grandios.

00:51:46: Grandios!

00:51:47: Also auf jeden Fall mal reinschalter?

00:51:49: Unbedingt.

00:51:50: Sonst hast du noch ein anderes Projekt.

00:51:52: Geht es zum Thema Fußball?

00:51:54: Ja Fußball, ich drehe gerade eine andere Serie für den SWR das heißt Bolzen.

00:52:00: Das ist eine Fußball-Serie, da spiele ich einen Öko-Bauer von einem Dorf und kreisliga B-Mannschaft.

00:52:08: Er hat große Ziele, große Träume – ganz genau will ich jetzt gar nicht darauf eingehen!

00:52:14: Aber Bolzen heißt diese Serie und spielen viele prominente Fußballspieler mit.

00:52:20: Ich will jetzt auch keine Namen nennen, daher wird einer rausgeschnitten und dann stimmt es nicht.

00:52:26: Die wird, schätze ich, im Frühjahr nächstes Jahr wird die zu sehen sein.

00:52:31: Bolzen!

00:52:32: Bolzen halt auch schwäbisch.

00:52:33: Auch eine Schwäbische Geschichte.

00:52:35: Tatort wie gesagt habe ich schon gesagt und im September also es geht gerade richtig ab ja?

00:52:39: Und trotzdem nehmen wir noch Theater.

00:52:40: Das war vor allem ein Stiegs, erinnere mich weil ich selber auch Fußballer bin.

00:52:45: Hast du auch gesagt ihr habt früher auf dem Land sehr viel gebolzt und Fußball gespielt.

00:52:51: Warst dann auch fussballtechnisch aktiv.

00:52:55: Aktiv heißt, wenn man die A-Jugend übersteigt.

00:52:59: Nach der A-jugend ist mir dann aktiv das Spielerpass und so weiter.

00:53:03: War ich tatsächlich nie?

00:53:04: Ich war bis zu A-jungend, da war ich da.

00:53:07: Dann war Thailand.

00:53:10: Da war ich erst mal ein Jahr lang raus beim Fußball.

00:53:14: Und dann war ich in Stuttgart unparallel noch Kabarett gespielt – ich hatte keine Zeit mehr!

00:53:21: Und ich bin Gott froh, weil meine Knochen sind richtig gut.

00:53:23: Heil war nie verletzt!

00:53:25: Gott sei Dank, meine Geschwister immer Probleme mit Mindestguss und Sprunggelenk und bei mir nicht.

00:53:33: Meine Geschwisters spielen alle im Fußball so gut.

00:53:36: es geht jetzt auch zu alt aber ich gucke jetzt lieber Fußball

00:53:42: an.

00:53:43: Was sagst du zum WM?

00:53:45: Ja, Katastrophal.

00:53:47: Jetzt nicht nur die deutsche Mannschaft, sondern alles was der Infantino macht.

00:53:51: Das ist langweilig muss man wirklich sagen!

00:53:54: Ich finde die Spiele auch... das war doch kein richtiger Fußball so.

00:53:59: Die Spanier haben zu Recht gewonnen, muss man ehrlich sagen.

00:54:03: Die haben für mich schon gute Fußball gespielt aber ich fand die Norweger richtig gut ja.. die Franzosen, den hätte ich am ersten gegönnt.

00:54:18: Aber meistens kommt es halt auch wieder anders.

00:54:22: Ich habe ein bisschen geguckt aber ich war jetzt nicht so Feuer und Flamme dabei.

00:54:25: Die Uhrzeiten waren auch blöd muss man sagen.

00:54:28: Und die Amerikaner haben das also zuverkommerzialisiert.

00:54:34: Das war jetzt diesmal nicht so.

00:54:36: Wird schon wieder besser.

00:54:37: Versteh was du meinst?

00:54:39: Wenn du mal auf dein Leben blickst... Was machst du für dich, Bernd?

00:54:44: Um fit zu bleiben.

00:54:46: Um zu sagen hey ich habe ein schönes Leben.

00:54:48: Weil du bist ja hast gesagt drei sich firme gegründet Schauspiel sehr aktiv Familie herrscht noch mit fünf Kindern.

00:54:56: Ja was machst denn du um für dich als mensch fit zubleiben?

00:55:03: Also körperlich mensches oder geistig Beides.

00:55:05: ne Ich sag mal so Körperlich mache ich So gut es geht.

00:55:13: Fünfzig Liegestütze am Morgen, fünfzig Stück.

00:55:16: Habe ich heute morgen auch gemacht?

00:55:17: Egal was ist, ob du schlecht fühlst oder nicht mach, fünfzig Liegestützen und du füllst dich danach wirklich schon ein bisschen besser.

00:55:24: Joggen ist nicht so mein, sie machst.

00:55:26: wieder will ich immer wieder mal ein bissel aber ich bewege mich lieber so im Alltag.

00:55:31: Ich bin kein Bürohängster, ich hock nie am Schreibtisch.

00:55:35: Ich bin dem Theater mal zehn Minuten da.

00:55:36: dann gehe ich ins Theater runter und da ich beweg mich von Hause aus schon viel Geistig finde ich viel, viel wichtiger.

00:55:44: Ich singe gerne bei den Comedy-Harmonists mit und das mache ich fürs Kammertheater.

00:55:49: also da will ich nicht nur extra Geld sondern das mache tatsächlich nur damit ich hier in der Birne fit bleibe.

00:55:55: Da verbinde ich meine Heinz Erdgedichte mit Gesang und das ist für das Kognitive sehr gut dann bleibe ich frisch durch meine Kinder sowieso schon.

00:56:05: Die Familie ist sehr anstrengend.

00:56:07: Dann drehe ich aber auch von Hause aus und muss da textlern, deshalb ... Also, Folienzen geht ja nicht.

00:56:14: Aber es wichtig ist eigentlich ein Motto zu haben.

00:56:17: Lebe wild und gefährlich!

00:56:19: Ich lebe wild?

00:56:20: Ich hab Spaß am Leben.

00:56:26: Dinge macht, die man vielleicht auch gesundheitlich nicht unbedingt zu machen sollte.

00:56:30: Ich nehme jetzt keine harten Drogen aber ich trink einmal abends mal einen überen Durst und esse manchmal Sachen die man nicht unbedingt essen sollte.

00:56:38: Aber die schmecken halt auch geil ja?

00:56:39: Ich war gestern beim heiko braten.

00:56:40: hat man kurz für zweihundert euro Fleisch gekauft?

00:56:45: warum?

00:56:45: meine frau ist gerade weg Und die ist gerade zurecht in urlaub mit ihren freunden wegfahren und ich habe die kinderlein daheim.

00:56:55: Jeden Abend lade ich gerade Kumpels ein und wir essen das beste Fleisch.

00:57:00: Und ich grill halt richtig gern!

00:57:02: So, das ist nicht unbedingt gesund... Ich habe gestern Abend eine Flasche Wein getrunken, gebe ich zu aber es hat halt geschmeckt.

00:57:07: was soll die machen?

00:57:09: Die Liegestützen mache ich trotzdem.

00:57:11: Ihr hättest jetzt nicht gemerkt Band also...

00:57:13: Lebe wild und gefährlich.

00:57:14: Das ist ja tolles

00:57:15: Wort.

00:57:16: Dann gibt's viele Tage wo du als gesunden lebst, vor allem mit meiner Frau da ist.

00:57:20: sie kocht sehr gut und dann lebe ich ganz gesund Und trinkt dann kein Alkohol.

00:57:26: Das habe ich mir auch angewöhnt, dass es einfach viele Phasen gibt im Leben wo du einfach Klarauferstand brauchst und dann trinke ich keinen Tropfen mehr.

00:57:34: Und nur Wasser!

00:57:34: Kein Zucker so gut es geht und nur Wasser.

00:57:38: das ist glaube ich gut

00:57:40: Lebebildung gefährlich.

00:57:41: Du hast ja auch ein schönes Hobby, vor allem hast du gesagt, du hast einen Helikopter?

00:57:45: Ja so'n Tragschrauber das ist wie ein Helikoptor aber der wird passiv.

00:57:48: also der Rotor wird Passiv mit der Luft sozusagen in die Höhe getrieben und hat hinten dran Propeller und da gibt's das Schub und dann fliegt man auf den Flugzeug.

00:57:55: landen könntest fast wie ein Flugschraube.

00:57:57: Das heißt du hast deine eigene Fluglinie habe ich gesehen?

00:58:00: Mhm

00:58:01: heisst Knannerleins ja Luft Bilder und Filme.

00:58:05: Also wie gesagt, ich hatte einen Tragschrauber.

00:58:06: Ich habe den leider verkauft weil ein Freund von mir störtlich verunglückt.

00:58:10: Der auch hier sehr bekannt ist in dem Studio, der ist ein Fernsehtechniker gewesen.

00:58:17: Alexander Muckenhörn, die weiß ich gar nicht.

00:58:19: Tragisch wirklich ganz tragisch vor sechs Jahren.

00:58:22: Nee, vor drei Jahren ist er abgestürzt!

00:58:25: Man weiß nicht warum.

00:58:27: Von heute auf morgen ist er ausm Leben gerissen worden und er war Fluglehrer Und ich habe gesagt, okay wenn der abstürzt.

00:58:33: Ich bin mit ihnen zusammen auch mal geflogen.

00:58:35: Wenn der absturzt dann darf ich nicht mehr fliegen.

00:58:39: Weil der hat es wirklich drauf gehabt und er hat gesagt ok das reicht jetzt sich verkauftes Ding und ich tscharte große Jets und lasse Fliegen.

00:58:50: Dann gibt's da Privatmenschen die gerne von hier nach Sylt fliegen wollen oder nach Mallorca oder nach in andere Länder Interkondinentalflüge anbieten, alles was man so braucht.

00:59:04: Bis zu dreißig Personen, größer habe ich noch nie gehabt.

00:59:09: Also ich Charterflugzeuge, da kommt ein Flugzeug aus Stuttgart oder aus was weiß ich wo?

00:59:14: An Baden-Ehrpark landet dort, dort steigen die Passagiere ein und bringen sie ans Ziel.

00:59:19: Wenn es nur zwei drei Tage sind bleibt der Flieger gleich dort und nimmt ihn dann wieder mit zurück.

00:59:23: Das geht soweit dass der Kunde dort entscheidet ob er eine Rosé Champagner möchte Oder lieber einen normalen Champagner.

00:59:31: Richtig krass.

00:59:32: Was waren so das krasseste, was da erlebt hast?

00:59:36: Ach, das ist ja... also nee, ich finde es überhaupt schon krass, dass sich jemand sowas leisten kann.

00:59:43: Also nee, das Krasseste ist einfach, dass einer allein mit einem Leer-Jet miteinander fliegt.

00:59:48: Das war schon ein bisschen so, dachte ich.

00:59:50: okay!

00:59:51: Ich wollte nicht fragen ob's geschäftlich oder privatisch aber anscheinend war's geschäftig.

00:59:56: Von hier nach Berlin im Leerjet Ja, und das kostet dann gleich über dreißigtausend Euro.

01:00:02: Und es war dem egal schon hier, ist ja gut.

01:00:05: Sonst sind's eher Auslandsflüge oder Sylt.

01:00:10: Wenn jetzt mal so auf dein Leben schaue ich in Summe?

01:00:14: Was würdest

01:00:15: du... Also was das krasseste ist, oder was?

01:00:17: Ja, also ich glaube wir haben schon viele krasse Sachen

01:00:20: gehört.

01:00:21: Die Höhepunkt habe ich rausgepickt!

01:00:23: Krasser geht fast nicht.

01:00:26: Wenn jetzt mal so zurückblickst du nochmal in der Kindheit was würdest denn heute im sechsjährigen Ich mit auf den Weg heben?

01:00:33: Mach's wieder so und zwar genau so weil so wie ich jetzt gerade dastehen kann mit der Freiheit die ich mir erarbeitet habe... Mit der Erfahrung die ich im Laufe der letzten fünfzig Jahre bekommen hab Das ist einfach, sag ich mal unschlagbar.

01:00:52: Und ich wünsche mir dass es alle Menschen wahrnehmen können und dürfen weil das ist eigentlich das größte Glück, ja?

01:00:59: Ich bin gesund!

01:01:00: Ich kann mir viel leisten aber durch meine eigene Arbeit erwirtschaftet und ich habe tolle Kinder, ich hab tolle Mitmenschen um mich herum, ich bin jetzt schon zweimal verheiratet aber beide Frauen sind tolle Menschen muss man wirklich sagen Ja, ich hab viel, viel Glück gehabt.

01:01:22: Oder liegt's an einem selber?

01:01:24: Vielleicht kann man sich das Glück auch ein bisschen selber erarbeiten oder wirtschaften und es darf sich nicht so wichtig nehmen.

01:01:35: Einfach sie ist locker weil es kommt nie so wie man sich wünscht und deshalb bringt es eh nichts einen riesigen Ziel zu setzen.

01:01:44: nimm's Leben so wie es kommt und mach's bester draus.

01:01:47: und ich sag mal Ich habe Glück gehabt mit meiner Geschwister, mit meiner Familie.

01:01:52: Auch mit meiner Gesundheit.

01:01:54: Da gab es Rückschläge und so weiter.

01:01:55: Und im Endeffekt war es keine Rückschläge.

01:01:57: Es waren Momente die das gebraucht hat um jetzt so zu sein wie ich heute da sitze.

01:02:06: Das ist schon Schauspieltechnisch.

01:02:09: Schon sehr viel erlebt, Tardort usw.. Chappel haben wir vorhin drüber gesprochen Bolzen, Stehfahrtekamera...

01:02:17: Ich sage ehrlich mehr Brauchschnitt!

01:02:19: Das wäre jetzt gerade meine Frage gewesen.

01:02:21: Wünscht ihr noch irgendwie eine Rolle oder bist wunschlos glücklich?

01:02:26: Wunschloßglücklich,

01:02:27: das ist schön.

01:02:28: Also ich habe noch nie in meinem Leben so viel gedreht wie dieses Jahr.

01:02:32: Ich sagte es ist ja Wahnsinn!

01:02:34: Tartort groß, Chappel groß, jetzt kommt noch Bolzen und das innerhalb von vier Monaten.

01:02:44: gab's früher nicht.

01:02:45: da hat man einen Zartort pro Jahr vielleicht gedreht oder so.

01:02:49: Das ist alles sensationell.

01:02:52: und trotzdem... Ich freue mich zwar drauf, aber es ist nie mehr die Wahnsinnsfreude.

01:02:58: und jetzt ich hab's geschafft!

01:03:02: Ich lach in mich rein.

01:03:06: Die Freiheit, die ich mir erarbeitet habe, das ist echt das Wichtigste.

01:03:10: Ich kann machen was ich will.

01:03:11: Und wenn ich mit dem Theater aufhören will, kann ich mit einem Theater aufhören.

01:03:14: Ich brauche es eigentlich nur noch für meinen Kopf, für meine Seele.

01:03:22: Ich möchte gerne Menschen begeistern mit der Arbeit die ich mache und das ist schon eine einmalige Geschichte zum Theater dass man das halt da kann.

01:03:31: Ja das sind auch kranliose Gäste oder bzw Schauspieler da von denen die Halla forden habe ich gesehen von Gerhard.

01:03:37: Das sind echt kraniliose

01:03:40: Kranlite Tolle Künstler.

01:03:43: das sind jetzt die die Namen haben aber Insgesamt Schauspieler, die einfach was können.

01:03:48: Die können singen!

01:03:49: Die können Theater spielen, unsere Abarshow... Das ist so etwas Unglaubliches.

01:03:53: Ja?

01:03:53: Die können Singen, Tanzen und Schauspielen.

01:03:58: Also das sind für mich Genies.

01:04:00: Das kann ich alles nicht.

01:04:02: Aber ich habe es mit William Dannek geschaffen.

01:04:05: Mit Ingmar Otto damals Show must go on, The Freddie Mercury Geschichte.

01:04:09: Also die laufen ja heute noch.

01:04:11: Und sie ist immer voll.

01:04:14: was man mit so wenig Zuschuss dann tatsächlich machen kann, dass man so viele Menschen begeistern kann und ich sag mal auch ein bisschen heilen kann.

01:04:25: Weil die Heilung steckt wirklich in diesen zwei Stunden drin wo sie das Handy aus haben, die Zuschauer und mal kurz nicht an Ukraine-Krieg denken, nicht an Donald Trump Probleme denken, Nicht an den Iran Krieg oder was weiß ich?

01:04:38: Was alles gerade passiert mit den Preisen sich ablenken lassen, Lachen aus dem Bauch rauslachen und schreien vor Glück.

01:04:49: Meinst du Theater hat auch Zukunft?

01:04:51: Weil wenn man jetzt so die Entwicklung anschaut mit Tiktok, mit Netflix, mit dem Fernsehangebot generell, meinst du in Zukunft werden die Menschen auch noch so ins Theater gehen wie heute oder stirbt das aus?

01:05:03: Nein, das wird niemals aussterben.

01:05:06: Man muss ja wissen, die Kultur in Deutschland, sowas gibt es weltweit nicht mehr.

01:05:11: Also so ein Staatstheater und so weiter.

01:05:13: Und so hohe Subventionen für dieses Gut, Goethe, Shakespeare ... Warum spielt man das denn noch?

01:05:21: Ja, es ist ganz normale Leben, wird auf der Bühne eigentlich gespielt nur mit einem historischen Text.

01:05:28: Diese Theaterlandschaft wie wir haben, ich lebe auf jeden Fall noch geben und ich glaube, dass geht darüber hinaus.

01:05:37: Warum baut man denn für Milliarden einen Staatsteater mitten in Karlsruhe?

01:05:41: Wieso baut man ein riesiges Opernhaus in Stuttgart für viele, viele Milliarden?

01:05:46: Welche Deutschen das wollen.

01:05:48: Und die digitale Welt, die rennt uns gerade davon und macht uns wirklich kaputt – und das Theater brauchst du als Gegenpol um das wieder zu kitten!

01:05:57: Und das wieder, die Leute wieder ins Analoge zurückzuholen.

01:06:02: Auch es gibt kein Hologramm.

01:06:04: In London gibt's zwar die Aber-Hologramme aber Das ist eine Show, aber niemand wird dir so beibringen wie ein Schauspieler.

01:06:13: Die sagt, dass Analoge immer mehr kommen wird.

01:06:16: Theater hat eine blendende Zukunft vor sich!

01:06:20: Und ich habe etwas gesehen in der Bildzeitung.

01:06:24: Thema Radar-Walter.

01:06:27: Ich glaube auch an lustige Geschichte?

01:06:29: Ja, damals in der Stuttgarter Zeit wunderschön am Neckar gewohnt, einem Steinbruch drin, ein wundeschönes Haus.

01:06:36: Und da war aber eine Straße zwischen Neckar und Haus.

01:06:40: Da sind die relativ schnell durchgerast, die Autofahrer.

01:06:44: Dann habe ich hier schon ein kleines Drehrad hingestellt.

01:06:46: Das haben sie immer wieder gehubt.

01:06:50: Meine Kinder, wenn die Richtung Wasser wollen, dann habe ich mir angeschaut, dass sie überfahren werden.

01:06:58: habe ich mir einen Radarwalter erfunden.

01:07:01: Ich hab von einem Freund, der hat eine Kunststoff-Gießerei gehabt, einen echten Polizisten machen lassen, der eine Radarpistole in der Hand hatte und dann habe ich den bei mir auf die Hof gestellt.

01:07:12: Das ging ab medial, das war ja brutal!

01:07:15: Nicht nur Bildzeitung, da kam's Fernsehen, da gab es Hubschrauber und hab das Ding von oben gefilmt, was ist denn hier los?

01:07:21: Es war wie Truman Show eigentlich.

01:07:23: Was sind

01:07:23: das?!

01:07:25: Polizei stand im Hof und gesagt, ich wusste nicht, dass man das nicht darf.

01:07:29: Das war Amtsanmaßung.

01:07:31: Und er dachte okay, willkommen in Deutschland!

01:07:34: Aber es hat was gebracht.

01:07:35: die Autofahrer sind wirklich langsamer gefahren, das war eigentlich sehr sympathisch.

01:07:41: Wurde ja niemand bestraft aber jeder hat erst mal Schrecken gekriegt.

01:07:45: Und ein paar haben dann immer gehupt aus Trotz und viele haben aber auch gehupt und gewunken und haben den Daumen nach oben gezeigt.

01:07:52: Das ging dann so weit, dass Bürgermeister aus Innerringen angerufen hat und sagt ja er genannt nicht möchte auch so ein Radarwalder.

01:07:59: Und dann habe ich tatsächlich über tausend Stück produziert und hab es verkauft und hab's im Internet angeboten.

01:08:06: also Radarwalter ist.

01:08:08: die Kuligschichte aber ist auch schon wieder zwanzig Jahre her.

01:08:14: Ja krass!

01:08:17: Ja, kreativ frech und dynamisch war das damals.

01:08:20: Passend zu deinem Lebensmodus!

01:08:22: Lieber Bern, jetzt haben wir ja schon einiges geredet.

01:08:24: hast du noch eine abschließende Botschaft?

01:08:27: Die habe ich gerade gesagt liebe Willen gefährlich geht raus aus dem Haus.

01:08:31: erlebt was habt Spaß am Leben und seit nicht Breffer als der Papst haben.

01:08:37: wie gesagt esst und trinkt gut.

01:08:43: Ich denke, man kann es gar nicht oft genug sagen.

01:08:45: Abschlussfrage?

01:08:46: Lieber Bernd, wen würdest du gerne hier bei Lemon Dreams bei mir mal gern auf der Couch hören?

01:08:53: Oh!

01:08:53: Das ist eine gute Frage.

01:08:55: Hast du einen Oberbürgermeister Mentrop schonmal hier gehabt?

01:08:59: Würde ich mal wirklich wissen wollen wie's ihm gerade geht in der finanziellen Lage der Stadt?

01:09:05: aber muss nicht unbedingt sein.

01:09:08: Gerne hol doch die Künstler her.

01:09:11: Kate Hall ist eine sehr gute Podcasterin.

01:09:14: Ich höre da immer wieder mal so rein, eine Wahnsinnsängerin aber holen die Menschen aus dem alltäglichen Leben raus.

01:09:25: So geht er mal zu einer Fleischfachverkäuferin was sie gerade so bewegt.

01:09:32: gar nicht unbedingt Promis sondern geht einmal tauch ein, holt die Leute aus der Straßenbahn raus kommt gerade einen aus dem Arzt mit den Gips in der Hand oder so massagestring macht.

01:09:41: Da habe ich tatsächlich gemacht.

01:09:43: Zu meiner Badentv-Zeit bin ich mit Bernd unterwegs, mit der Kamera und hab einfach so Leute, alltägliche Leute gefilmt ... Weißt du da Sachen begegnen?

01:09:51: Das ist einfach super spannend!

01:09:52: Auch super witzig ja!

01:09:54: Ob es jetzt immer gleich so spannend ist dass es ein sechzehn Minuten Podcast füllt das kann ich das nicht versprechen.

01:09:59: aber dann nehmen halt mal fünf Leute in einen Podcast rein und machen jeweils zehn Minuten.

01:10:04: was die so machen könnte richtig spannend sein.

01:10:07: Wunderbar vielen Dank für die schöne Impulse jetzt hinten raus.

01:10:13: Lieber Bernd, ich sage nochmal herzlichen Dank, dass du da warst!

01:10:15: Für mich war es eine riesige Freude und Ere.

01:10:18: Und ich wünsch dir alles Gute.

01:10:20: Bleib gesund und auch für der Familie Gesundheit.

01:10:23: Und weiterhin ein schönes Bewegt des Wildes

01:10:25: Leben.".

01:10:26: Boah, jetzt haben wir fast anderthalb Stunden... Ne, gute Stunde oder?

01:10:29: Haben wir gequatscht.

01:10:30: Perfekt.

01:10:30: Dir auch.

01:10:31: Vielen Dank, lieber Alex.

01:10:32: War entspannt auch für mich schon wieder reflektiert.

01:10:35: Verstehst Du?

01:10:35: Alles gut.

01:10:36: Super, vielen Dank!

01:10:37: Danke schön.

01:10:38: Alles Gute!

01:10:39: Tschüss!

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